- Anzeige -

Bundesliga

Bayer Leverkusen vs. FC Bayern München: Der Mauer-Meister aus München - Kommentar

Aktualisiert:

von Martin Volkmar

Bild: 2025 Getty Images


Der FC Bayern kommt glücklich zum Punktgewinn in Leverkusen, ist dadurch aber statistisch gesehen schon Meister. Allerdings verpassen es die Münchner, ein Statement zu setzen. Ein Kommentar.

Aus Leverkusen berichtet Martin Volkmar

Am Ende waren sich alle im Stadion einig, auch die Spieler des FC Bayern gaben es mehr oder weniger unumwunden zu:

Ein Sieg von Bayer Leverkusen im Spitzenspiel wäre verdient gewesen.

Zweimal rettete den über weite Strecken des Spiels hinten eingeschnürten Rekordmeister die Latte, einmal Hiroki Ito für den bereits geschlagenen Manuel Neuer auf der Linie.

Und nach vorne bekamen die Münchner fast nichts auf die Reihe und verzeichneten am Ende die historische Negativmarke keines einzigen Schusses aufs gegnerische Tor.

Und dennoch verließen die Bayern hochzufrieden die BayArena, was in einem Riesenkontrast stand zu den hängenden Köpfen nach der 0:3-Pleite vor fast genau einem Jahr.

Das Wichtigste in Kürze

- Anzeige -
- Anzeige -

Bayern statistisch gesehen schon Meister

Damals war eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft gegen den FCB gefallen, diesmal ziemlich sicher auch - aber in die andere Richtung:

Die Bayern konnten durch das 0:0 ihre acht Punkte Abstand auf den Titelverteidiger halten, noch nie hat eine Mannschaft nach 22 Spieltagen solch einen großen Vorsprung verspielt.

Und dass sich das bislang so offensivstarke Team von Vincent Kompany diesen Teilerfolg beinahe im Catenaccio-Stil ermauerte, wird ab Sonntag niemanden mehr interessieren.

Leverkusen spielt zwar die zweitbeste Saison seiner Vereinsgeschichte nach dem vergangenen Titeljahr, aber das wird nicht zur einem erneuten Triumph reichen.

Weil Bayer zu viele Punkte wie in Wolfsburg, Leipzig oder Bochum liegenließ, während Bayern kontinuierlich einsammelte und nur zweimal in der Bundesliga-Historie zu diesem Zeitpunkt mehr Zähler auf dem Konto hatte (2014 und 2016).

Bayern die konstanteste Mannschaft, aber auch die beste?

Der FCB stellt diese Spielzeit eindeutig die konstanteste Elf und wird deshalb die Meisterschale mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit zurück an die Isar holen.

Allerdings verpassten es die Bayern, ein Statement zu setzen, dass sie auch wieder die beste deutsche Mannschaft sind.

Denn nimmt man nur die Partie am Samstag als Maßstab, sind das nach wie vor die diesmal in allen Belangen klar überlegenen Rheinländer – die obendrein seit nunmehr sechs Spielen nicht mehr gegen die Münchner verloren haben.

Auch wenn die Bayern im Hinspiel in der Allianz Arena ihrerseits die eindeutig bessere Elf waren, auch hier reichte es wie beim bitteren Pokal-Aus nicht zum Prestigeerfolg.

FC Bayern München: Leroy Sane ist weg - die Verträge beim FCB

  • Die Vertragssituation beim FC Bayern München
    Beim Rekordmeister stehen weitere richtungsweisende Personalentscheidungen an. Mit Neuer, Davies und Musiala konnte man sich im Laufe der vergangenen Saison auf neue Deals einigen. Einige Verträge von absoluten Leistungsträgern laufen nach der kommenden Spielzeit aus. ran zeigt, welche Bayern-Stars wie lange unter Vertrag stehen und wie die Chancen stehen. (Stand: 02. Juli 2025)

    IMAGO/Ulmer/Teamfoto

  • Jamal Musiala
    Vertrag bis 2030
    Die Hängepartie ist beendet! Jamal Musiala hat seinen Vertrag bis 2030 verlängert! Damit steigt Musiala in der Gehaltsliste des FC Bayern nach ganz oben auf und thront laut "BILD" mit 25 Millionen Euro Jahresgehalt gemeinsam mit Harry Kane ganz oben. Die Ausstiegsklausel liegt demnach bei 175 Millionen Euro. Ab 2029 fällt der Wert auf 100 Millionen Euro. Über ein Detail gibt es noch Unstimmigkeiten. "Sky" berichtet, dass die Klausel sofort gilt, "BILD" schreibt jedoch, dass die Ausstiegsklausel erst 2028 greift.

    imago

  • Alphonso Davies
    Vertrag bis 2030
    Es war ein langwieriges und zähes Ringen - mit Happy End. Im letzten Sommer war sich Alphonso Davies angeblich schon mit Real Madrid einig, jetzt verlängert er seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2030. Der Kanadier verkündete die News mit einem eigenen Rap auf der Vereinshomepage: "Ich gehe nirgendwo hin. Ich bleibe bis 2030."

    Eibner

  • Manuel Neuer
    Vertrag bis 2026
    Manuel Neuer wird den Bayern über den Sommer hinaus erhalten bleiben, das gaben Verein und Spieler letzte Saison bekannt. In der kommenden Saison soll der Routinier wohl das eine oder andere Spiel pro Saison an Jonas Urbig abgeben, bleibt aber die Nummer eins im FCB-Tor.

    Laci Perenyi

  • Joshua Kimmich
    Vertrag bis 2029
    Auch mit dem Mittelfeldspieler hat man sich auf eine Verlängerung des Arbeitspapiers geeinigt. Die Verhandlungen haben sich lange gezogen, doch im März hat der Vize-Kapitän seine Unterschrift unter den Vertrag gesetzt.

    Jan Huebner

  • Thomas Müller
    Vertrag bis 2025 (Nach Turnier-Aus bei Klub-WM)
    Der Rekordmeister konnte sich mit seinem dienstältesten Profi nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen und so gab man die Trennung im Frühjahr bekannt. Für die aktuell laufende Klub-WM konnte man sich allerdings auf einen Anschlussvertrag einigen. Wo es danach für den 35-Jährigen weitergeht, steht noch nicht fest. Die Zeichen verdichten sich, dass es beim Partnerverein des FCB, dem LAFC aus Kalifornien, sein soll.

    2024 Getty Images

  • Daniel Peretz
    Vertrag bis 2028
    Durch den Transfer von Jonas Urbig wird es für Peretz beim FCB eng. "Sky" hatte berichtet, dass der 24-Jährige im Sommer verliehen werden soll.

    2024 Getty Images

  • Serge Gnabry
    Vertrag bis 2026
    Mindestens ein Flügelspieler soll die Bayern verlassen, auch ein Abgang von zwei Offensiv-Stars soll jedoch möglich sein. Neben Leroy Sane könnte es hier Gnabry treffen. Denn der deutsche Nationalspieler verdient rund 19 Millionen Euro. Außerdem könnte der Rekordmeister durch einen Gnabry-Verkauf noch Geld einnehmen.

    Laci Perenyi

  • Leon Goretzka
    Vertrag bis 2026
    Auch Leon Goretzka steht auf der Verkaufsliste des FC Bayern. Im Sommer soll ein endgültiger Abgang des Champions-League-Siegers in den Vordergrund rücken, obwohl er inzwischen sportlich wieder eine Rolle spielt. 17 Millionen Euro Jahressalär sind den Münchnern wohl zu viel.

    Chai v.d. Laage

  • Raphael Guerreiro
    Vertrag bis 2026

    DeFodi Images

  • Dayot Upamecano
    Vertrag bis 2026

    DeFodi Images

  • Tarek Buchmann
    Vertrag bis 2026

    IMAGO/Lackovic

  • Harry Kane 
    Vertrag bis 2027

    2025 Getty Images

  • Konrad Laimer
    Vertrag bis 2027

    2024 Getty Images

  • Kingsley Coman
    Vertrag bis 2027

    2024 Getty Images

  • Adam Aznou
    Vertrag bis 2027

    Chai v.d. Laage

  • Min-Jae Kim
    Vertrag bis 2028

    2025 Getty Images

  • Sacha Boey
    Vertrag bis 2028

    2024 Getty Images

  • Hiroki Ito
    Vertrag bis 2028

    Lackovic

  • Joao Palhinha
    Vertrag bis 2028

    2024 Getty Images

  • Aleksandar Pavlovic
    Vertrag bis 2029

    2024 Getty Images

  • Josip Stanisic
    Vertrag bis 2029

    Eibner

  • Michael Olise
    Vertrag bis 2029

    2024 Getty Images

  • Alexander Nübel
    Zweijährige Leihe zum VfB Stuttgart bis 2026. Vertrag in München bis 2029

    Getty Images

  • Jonas Urbig
    Vertrag bis 2029
    Durch Neuers Verletzung hat das Talent schon in der vergangenen Saison einige Einsätze erhalten. Ab der nächsten Saison soll er dem Routinier auch planmäßig einige Spiele abnehmen.

    IMAGO/Sven Simon

  • Paul Wanner
    Vertrag bis 2029

    IMAGO/Michael Weber

  • Arijon Ibrahimovic
    Für die kommende Saison ist er an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen. Sein Vertrag in München läuft bis 2027.

    2023 Getty Images

  • Bryan Zaragoza
    Vertrag bis 2029

    Passion2Press

  • Armindo Sieb
    Leihe über zwei Jahre zum 1. FSV Mainz 05 bis 2026. Kaufoption in unbekannter Höhe. Vertrag in München bis 2027

    Chai v.d. Laage

  • Lovro Zvonarek
    Vertrag bis 2027

    DeFodi

  • Maurice Krattenmacher
    Für die kommende Saison ist er an die Hertha aus Berlin ausgeliehen. Sein Vertrag in München läuft bis 2027.

    Eibner


Bayern: Unklar, ob es gegen absolute Topteams reicht

Und es bleibt unklar, wie gut die neuformierte Mannschaft tatsächlich im Vergleich mit den absoluten Topteams ist.

Gegen internationale Hochkaräter kann eine Vorstellung wie in Leverkusen auch früh zum Scheitern in der Champions League führen.

Doch auch das dürfte den Münchner Maurermeistern nach dem gefühlten Sieg bei Bayer erstmal egal sein.

Denn der erste Titel ist ihnen eigentlich nicht mehr zu nehmen.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr News und Videos zur Bundesliga