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Bundesliga

Bundesliga 2026/27: 18 Players to Watch! Auf wen ihr bei jedem Team achten solltet

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

ran Fußball

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Videoclip • 01:01 Min


Von internationalen Top-Talenten bis zu noch weitgehend unbekannten Nachwuchsspielern: In den Kadern der 18 Bundesligisten warten zahlreiche spannende Kandidaten auf ihre Chance. ran nennt Euch pro Team einen "Player to Watch".

Die großen Namen der Bundesliga sind bekannt. Harry Kane, Serhou Guirassy oder Patrik Schick werden auch in der neuen Saison im Mittelpunkt stehen.

Interessanter ist der Blick auf die Spieler dahinter. Einige Talente drängen aus dem eigenen Nachwuchs nach oben, andere wollen nach einem Wechsel den nächsten Karriereschritt machen.

Entscheidend waren für unsere Auswahl nicht allein die Ergebnisse der Vorbereitung. Auch die bisherigen Leistungen im Profifußball, das jeweilige Spielerprofil und die Konkurrenzsituation im Kader fließen in die Prognose ein.

ran nennt für jeden Bundesligisten einen Player to Watch, der in der Saison 2026/27 durchstarten kann.

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FC Bayern München: Bara Sapoko Ndiaye

Bara Sapoko Ndiaye ist 18 Jahre alt und kam im Winter zunächst auf Leihbasis von Gambinos Stars Africa aus Gambia nach München. Die Akademie arbeitet über das gemeinsame Talentprojekt Red&Gold Football mit dem FC Bayern und Los Angeles FC zusammen. Nach vier Pflichtspieleinsätzen für die Bayern stattete der Klub den senegalesischen Nationalspieler mit einem Vertrag bis 2031 aus.

Der offensive Mittelfeldspieler besitzt außergewöhnliches Tempo. Auf dem Bayern-Campus wurde Ndiaye bereits mit mehr als 36 Kilometern pro Stunde gemessen. Dazu kommen Beweglichkeit, Energie und der Mut, sich auch in engen Räumen anzubieten. Vincent Kompany lobte neben den sportlichen Anlagen auch seine Persönlichkeit.

An Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlović, Tom Bischof und den etablierten Offensivspielern führt vorerst kein Weg vorbei. Ndiaye dürfte deshalb zunächst als Joker und Rotationsspieler eingesetzt werden.

Seine feste Verpflichtung und die bisherigen Profi-Einsätze zeigen aber, wie konkret die Bayern mit ihm planen. Einem Lennart Karl haben die wenigsten vor der vergangenen Saison seine spätere Wichtigkeit sofort zugetraut. Ndiaye ist mehr als ein Geheimtipp.

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Borussia Dortmund: Konstantinos Karetsas

Der 18-Jährige wechselte für rund 30 Millionen Euro vom KRC Genk nach Dortmund. Trotz seines jungen Alters bringt Karetsas bereits 92 Pflichtspiele im Profifußball mit.

Für seinen belgischen Heimatklub sammelte er sechs Tore und 23 Vorlagen. In der vergangenen Saison bereitete er allein in der Liga elf Treffer vor. Auch für Griechenland kommt der Spielmacher bereits regelmäßig zum Einsatz.

Karetsas ist ein dribbelstarker Linksfuß, der zentral hinter der Spitze oder von der rechten Seite agieren kann. Besonders gefährlich wird er, wenn er nach innen zieht und dort den Abschluss oder den letzten Pass sucht. Bei seinem ersten BVB-Test gegen Arsenal erzielte er direkt ein sehenswertes Tor.

Zugegeben, sein Name in dieser Liste ist kein Hot Take, aber mit seiner offensiven Klasse hat er das Potenzial, durch die Liga zu wirbeln.

RB Leipzig: Brajan Gruda

Gruda kennt die Bundesliga bereits aus seiner Zeit beim 1. FSV Mainz 05. Im Sommer 2024 wechselte der Offensivspieler zu Brighton & Hove Albion. Während der Rückrunde 2025/26 lief er leihweise für Leipzig auf und kam in nur 755 Bundesliga-Minuten auf drei Tore sowie drei Vorlagen. RB verlängerte die Leihe deshalb um eine weitere Saison.

Der 22-Jährige kann als Zehner, Rechtsaußen oder zweite Spitze spielen. Gruda ist besonders stark im Dribbling und sucht mit seinem linken Fuß konsequent den Weg in die gefährlichen Räume. Beim letzten Test gegen Bayern traf er ebenso wie im Pokal gegen Trier. Dort wurde er auch zum Spieler des Spiels gewählt.

Nach den Veränderungen in der Leipziger Offensive, kann Gruda deutlich mehr Verantwortung übernehmen. Die Rückennummer zehn und die verlängerte Zusammenarbeit, sprechen für seinen Stellenwert.

Bleibt er verletzungsfrei, besitzt er gute Chancen auf einen festen Platz in der Startelf. Und mehr, er könnte durch den DFB-Umbruch auch seinen Platz in der Nationalmannschaft finden.

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VfB Stuttgart: Dženan Pejčinović

Der VfB investierte rund 25 Millionen Euro in Pejčinović. Der 21 Jahre alte Mittelstürmer kam vom abgestiegenen VfL Wolfsburg, für den er in der vergangenen Saison acht Bundesligatore erzielte. Wettbewerbsübergreifend waren es sogar zwölf Treffer. Mit seiner Körpergröße von 1,88 Metern ist er kopfballstark, gleichzeitig verfügt der Linksfuß über einen technisch sauberen Abschluss.

Bei seinem ersten Pflichtspiel für Stuttgart erzielte Pejčinović im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock direkt drei Tore. Der Auftritt zeigte, weshalb Sebastian Hoeneß den Angreifer unbedingt verpflichten wollte. Pejčinović bewegt sich gut im Strafraum und benötigt nur wenige Kontakte für einen Abschluss.

Mit Deniz Undav und Ermedin Demirović ist die Konkurrenz prominent. Wegen der Mehrfachbelastung wird Pejčinović trotzdem viel spielen.

Er ist zu teuer und bereits zu weit entwickelt, um lediglich als Perspektivspieler auf der Bank zu sitzen. Er wird sich als klassischer Abschlussspieler festspielen.

TSG Hoffenheim: Nathan De Cat

De Cat stammt aus der Nachwuchsarbeit des RSC Anderlecht und kostete Hoffenheim eine hohe Millionenablöse. Der 18 Jahre alte Belgier absolvierte in der vergangenen Saison 46 Pflichtspiele für Anderlecht. Dabei gelangen ihm drei Tore und fünf Vorlagen. Im März 2026 debütierte er zudem für die belgische Nationalmannschaft.

Mit 1,92 Metern besitzt De Cat eine ungewöhnliche körperliche Präsenz für einen Spieler dieses Alters. Er ist im defensiven Mittelfeld einsetzbar, kann aber auch als Achter das Spiel nach vorne tragen. Seine Ruhe am Ball und sein Passspiel machen ihn deutlich mehr als nur zu einem klassischen Abräumer.

In der Vorbereitung stand De Cat mehrfach in der Startelf. Beim Pokalsieg gegen Aue bereitete er früh den Führungstreffer vor. Hoffenheim will ihn behutsam entwickeln, doch sein aktuelles Leistungsniveau spricht schon jetzt für regelmäßige Einsätze. Ein Stammplatz im zentralen Mittelfeld ist realistisch.

Zumal halb Europa ihn jagte und auf dem Zettel hatte. Jetzt ist er in Sinsheim.

Bayer Leverkusen: Afonso Moreira

Afonso Moreira wechselte von Olympique Lyon nach Leverkusen. Der 21 Jahre alte Portugiese kam in der vergangenen Saison auf acht Tore und elf Vorlagen in 37 Pflichtspielen. Zuvor wurde er bei Sporting Lissabon ausgebildet. In Frankreich entwickelte er sich zu einem der auffälligsten jungen Offensivspieler der Ligue 1.

Moreira spielt bevorzugt auf dem linken Flügel, kann aber auch im Zentrum oder auf der rechten Seite eingesetzt werden. Er beschleunigt mit dem Ball, sucht häufig direkte Duelle und bringt anschließend gefährliche Hereingaben in den Strafraum. In seinen ersten Leverkusener Tests sammelte er mehrere Treffer.

Die Konkurrenz in der Werkself bleibt groß. Moreira bringt jedoch ein Profil mit, das im Kader nicht mehrfach vorhanden ist.

Seine hohe Ablöse und der Vertrag bis 2031 zeigen, wie viel Leverkusen von ihm erwartet. Er besitzt das Potenzial für die Stammelf.

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SC Freiburg: Keisuke Gotō

Der SC Freiburg verpflichtete Gotō vom RSC Anderlecht. Der 21-Jährige hatte die vergangene Saison auf Leihbasis bei Sint-Truiden verbracht. In 28 Partien der belgischen Liga erzielte er zehn Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor. Der 1,91 Meter große Angreifer gehörte außerdem zum japanischen WM-Kader.

Gotō ist trotz seiner Körpergröße kein reiner Strafraumstürmer. Er lässt sich zurückfallen, beteiligt sich am Kombinationsspiel und sucht auch aus der Distanz den Abschluss. Freiburg erhält damit einen beweglichen Mittelstürmer, der sowohl als Wandspieler als auch in Umschaltsituationen funktioniert.

Wegen der Weltmeisterschaft stieg Gotō verspätet in die Vorbereitung ein. Bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz gegen Motherwell traf er dennoch direkt.

Zunächst dürfte er hinter Igor Matanović und Lucas Höler beginnen. Als Joker und zusätzliche Sturmoption wird er aber sofort gebraucht.

Eintracht Frankfurt: Malik Pimpong

Ja, Noel Aseko oder Otavio sind auch vielversprechend. Aber wir gehen hier mehr Richtung Hot Take!

Pimpong ist 18 Jahre alt und kam vom FC Midtjylland nach Frankfurt. In der vergangenen Saison erzielte der dänische Juniorennationalspieler 24 Tore in 30 Pflichtspielen für die U19. Insgesamt stehen für ihn zwölf Treffer in 24 Einsätzen für verschiedene Nachwuchsauswahlen Dänemarks zu Buche.

Der Sohn des früheren ghanaischen Nationalspielers Razak Pimpong kann auf dem linken Flügel oder im Sturmzentrum eingesetzt werden. Er bringt hohes Tempo, einen kraftvollen Antritt und einen ausgeprägten Zug zum Tor mit. Seine ersten Treffer in der Frankfurter Vorbereitung fielen deshalb nicht völlig überraschend aus.

Pimpong wird zwischen U21 und Profikader pendeln. Einen sofortigen Stammplatz sollte niemand erwarten. Die Eintracht hat in den vergangenen Jahren jedoch gezeigt, wie schnell sich die Hierarchie im Angriff verändern kann. Als schneller Joker könnte der Däne schon in seiner ersten Bundesligasaison Wirkung entfalten.

FC Augsburg: Hennes Behrens

Behrens wechselte im Sommer von der TSG Hoffenheim nach Augsburg. Der 21-Jährige war in der Rückrunde der vergangenen Saison an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen.

Dort absolvierte er 16 Bundesligaspiele und kam auf ein Tor sowie zwei Vorlagen. Trotz des Heidenheimer Abstiegs empfahl er sich für einen dauerhaften Platz in der Bundesliga.

Der Rechtsfuß wird überwiegend als Linksverteidiger eingesetzt. Behrens bringt hohes Tempo mit, schaltet sich regelmäßig in die Offensive ein und kann auch als Schienenspieler agieren. Beim Vorbereitungssieg gegen Sassuolo erzielte er den entscheidenden Treffer.

Im Pokal gegen Cottbus stand Behrens bereits in der Anfangsformation. Seine bisherige Einsatzzeit deutet auf einen festen Platz in den Augsburger Planungen hin. Anders als viele Talente dieser Liste, besitzt er deshalb schon zum Saisonstart sehr gute Chancen auf einen Stammplatz.

1. FSV Mainz 05: Otto Ruoppi

Mainz verpflichtete Ruoppi vom finnischen Meister Kuopion Palloseura. Der 20-Jährige wurde bereits im Winter unter Vertrag genommen, stieß aber erst zur neuen Saison zum Bundesligakader.

Er ist finnischer Juniorennationalspieler und kann auf sämtlichen offensiven Mittelfeldpositionen eingesetzt werden.

Ruoppi ist ein technisch sauberer Rechtsfuß, der gerne zwischen den Linien auftaucht. Dort dreht er schnell auf und sucht entweder den tiefen Pass oder den eigenen Abschluss. In der Vorbereitung sammelte er sein erstes Tor und bereitete gegen Rayo Vallecano den Mainzer Führungstreffer vor.

Urs Fischer wird den Finnen wahrscheinlich nicht sofort zum Stammspieler machen. Ruoppis Vielseitigkeit erhöht aber seine Chancen auf frühe und regelmäßige Einwechslungen. Besonders gegen kompakte Gegner kann er dem Mainzer Spiel eine kreative Komponente geben. Ein spannender Kerl!

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1. FC Union Berlin: Emmanuel Latte Lath

Latte Lath ist mit 27 Jahren kein klassisches Talent. Der Ivorer kann in Berlin trotzdem einen neuen Anlauf nehmen. Union lieh ihn für eine Saison von Atlanta United aus und sicherte sich eine Kaufoption. In der MLS erzielte er neun Tore in 44 Ligaspielen, blieb damit aber hinter den Erwartungen an den damaligen Rekordtransfer zurück.

Seine stärkste Zeit erlebte Latte Lath zuvor in Europa. Für den FC St. Gallen traf er 14-mal in 31 Ligaspielen. Anschließend erzielte er für den FC Middlesbrough 29 Tore in 67 Pflichtspielen. Der Angreifer ist nur 1,76 Meter groß, gleicht dies aber durch Tempo, Robustheit und aggressive Tiefenläufe aus.

Im Test gegen Aris Limassol erzielte Latte Lath sein erstes Union-Tor. Im Pokal begann er neben Ilyas Ansah, wurde nach einer Stunde aber durch den späteren Doppeltorschützen Marin Ljubičić ersetzt. Er besitzt gute Startelfchancen, muss sich seinen Platz gegen Ljubičić, Andrej Ilić und Ansah aber erst erarbeiten.

Dann könnte er aber ein absoluter Zielspieler werden und zum Gesicht der Mannschaft avancieren.

Borussia Mönchengladbach: Wael Mohya

Mohya kam bereits 2016 aus dem Nachwuchs des SV Straelen zu Borussia Mönchengladbach. Der offensive Mittelfeldspieler ist erst 17 Jahre alt, besitzt aber schon Bundesliga-Erfahrung.

In der vergangenen Saison absolvierte er 14 Ligaspiele und erzielte zwei Tore. Mit seinem Debüt stellte er mehrere Altersrekorde bei der Borussia auf.

Der beidfüßige Offensivspieler ist als Zehner und auf beiden Flügeln einsetzbar. Mohya spielt mutig, löst Situationen auf engem Raum und scheut auch das direkte Duell mit erfahrenen Verteidigern nicht. Seine zwei Tore und eine Vorlage in weniger als 600 Bundesligaminuten zeigen seine Effizienz.

Eugen Polanski setzte Mohya bereits in der Rückrunde regelmäßig ein. Zum Start der neuen Saison stand der Youngster auch im Pokal in der Anfangsformation und traf. Der Verein plant eine größere Rolle für ihn. Trotz seines Alters ist Mohya deshalb ein ernsthafter Startelfkandidat.

Hamburger SV: Louis Lemke

Lemke wechselte 2023 vom Niendorfer TSV in den Nachwuchs des Hamburger SV. Der 16-Jährige spielte sich innerhalb weniger Monate von der U17 über die U21 bis zu den Profis. Im Mai 2026 wurde er zum jüngsten Bundesliga-Spieler der HSV-Geschichte.

Der 1,82 Meter große Linksverteidiger kombiniert Tempo mit einer bemerkenswerten Ruhe am Ball. Er kann die gesamte Außenbahn bearbeiten und bringt seine Läufe mit viel Mut bis in den gegnerischen Strafraum. Merlin Polzin gab ihm in der Vorbereitung besonders viele Einsatzminuten.

Beim 3:0 im Pokal gegen Verl bereitete Lemke einen Treffer vor und erzielte selbst das 3:0. Mit 16 Jahren und 320 Tagen löste er Uwe Seeler als jüngsten Pflichtspieltorschützen der HSV-Geschichte ab.

Solange Miro Muheim ausfällt, kann Lemke starten. Auch danach dürfte er fester Bestandteil des Profikaders bleiben.

1. FC Köln: Reigan Heskey

Reigan Heskey kam im Alter von acht Jahren zu Manchester City und durchlief dort elf Jahre lang sämtliche Nachwuchsmannschaften. Im Sommer wechselte der 18-Jährige fest zum 1. FC Köln und unterschrieb bis 2031. Sein Vater Emile absolvierte mehr als 500 Premier-League-Spiele und bestritt 62 Länderspiele für England.

Heskey sammelte in seiner ersten U18-Saison 36 Torbeteiligungen in 41 Spielen. In der vergangenen Spielzeit folgten 13 Tore und 16 Vorlagen in 41 Partien für die U21. Zudem feierte er im Ligapokal sein Profidebüt für Manchester City. Seine größten Stärken sind Tempo, Dribbling, körperliche Präsenz und Flexibilität auf den offensiven Außenbahnen.

In Köln trifft Heskey auf etablierte Konkurrenz wie Said El Mala, Jan Thielmann, Linton Maina und Marius Bülter. Zum Saisonstart dürfte er deshalb eher als Joker eingeplant sein.

Seine Leistungen im englischen Nachwuchs zeigen aber, wie groß sein Potenzial ist. Der FC hat ihn nicht als reines Zukunftsprojekt verpflichtet.

Werder Bremen: Chuki

Iván San José Cantalejo, genannt Chuki, kam von Real Valladolid nach Bremen. Der 22-Jährige durchlief den Nachwuchs des spanischen Klubs und absolvierte dort 55 Pflichtspiele für die Profis. In der vergangenen Zweitligasaison sammelte er 15 Torbeteiligungen in 34 Einsätzen.

Chuki ist ein technisch starker Linksfuß. Seine bevorzugte Position liegt im zentralen offensiven Mittelfeld, er kann aber auch auf den Flügel ausweichen. Besonders auffällig sind seine Standards, Pässe hinter die gegnerische Abwehr und Abschlüsse aus der zweiten Reihe.

Daniel Thioune lobte bereits die technischen Fähigkeiten des Spaniers. Chuki traf in zwei aufeinanderfolgenden Testspielen und gehörte auch anschließend zur ersten Formation.

Werder benötigt nach dem personellen Umbruch Kreativität. Deshalb besitzt der Neuzugang gute Chancen auf regelmäßige Startelfeinsätze.

FC Schalke 04: Luca Vozar

Vozar spielt seit elf Jahren für Schalke. Der gebürtige Bottroper führte die U19 zuletzt als Kapitän an und wurde im Sommer als einziger Spieler seines Jahrgangs fest zu den Profis hochgezogen. Der 19-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2028 und trägt die Rückennummer 38.

Der 1,73 Meter große Linksfuß kann auf sämtlichen zentralen Mittelfeldpositionen spielen. Seine große Stärke ist die Spielintelligenz. Mertcan Ayhan lobte besonders Vozars Fähigkeit, Situationen früh zu erkennen und das Spiel zu lesen. In der Vorbereitung überzeugte er mit Ruhe am Ball, taktischer Disziplin und mutigen Pässen.

Miron Muslić will das Eigengewächs behutsam aufbauen. Im Pokal gegen Halle saß Vozar auf der Bank, während erfahrenere Spieler den Vorzug erhielten.

Ein sofortiger Stammplatz ist unrealistisch. Aufgrund seiner Vielseitigkeit sollte er aber regelmäßig im Kader stehen und im Laufe der Saison erste, längere Bundesligaeinsätze erhalten.

SV Elversberg: Francis Onyeka

Onyeka wechselte für eine Saison auf Leihbasis von Bayer Leverkusen nach Elversberg. Gleichzeitig verlängerte Leverkusen den Vertrag mit dem 19-Jährigen bis 2032. In der vergangenen Spielzeit sammelte der offensive Mittelfeldspieler beim VfL Bochum wertvolle Zweitligaerfahrung. In 29 Ligaspielen erzielte er acht Tore.

Der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold ist 1,87 Meter groß und verbindet Technik mit Dynamik und Torgefahr. Elversbergs Sportdirektor Christian Weber sieht in ihm einen modernen Box-to-Box-Spieler. Onyeka selbst hat sich mindestens zehn Saisontore als Ziel gesetzt.

Nach seiner Teilnahme an der U19-Europameisterschaft stieg er verspätet in die Vorbereitung ein. Trotzdem traf er gegen Straßburg und Auersmacher.

Im Pokal gegen Duisburg wurde Onyeka eingewechselt und entschied die Partie mit zwei späten Toren. Ein Stammplatz wird nicht lange auf sich warten lassen.

SC Paderborn: Gabriel Vidović

Vidović wurde beim FC Augsburg und beim FC Bayern ausgebildet. Nach Leihstationen bei Vitesse Arnheim, Dinamo Zagreb und Mainz wechselte er 2025 fest nach Zagreb. Mit Dinamo gewann er in der vergangenen Saison das kroatische Double. In 27 Ligaspielen erzielte er sieben Tore und bereitete fünf weitere vor.

Der 22-Jährige kann als Zehner, zweite Spitze oder Linksaußen eingesetzt werden. Vidović ist technisch stark, dribbelt gerne aus dem Halbraum an und besitzt einen guten Abschluss. Paderborn investierte für seine Verpflichtung eine vereinsinterne Rekordsumme. Angeblich überwies der Aufsteiger drei Millionen Euro nach Zagreb.

Nur wenige Tage nach seinem Wechsel erzielte Vidović beim Pokalsieg gegen Phönix Lübeck ein sehenswertes Tor und wurde zum Spieler des Spiels gewählt.

Seine Erfahrung und die hohe Investition machen ihn zu einem klaren Startelfkandidaten. Er könnte schnell zum wichtigsten Kreativspieler des Aufsteigers werden.

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