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Bundesliga

FC Bayern München: Job von Max Eberl wackelt noch - wie ist der Stand bei den Verkaufskandidaten?

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

17:30 SAT.1 Bayern

Wechsel zum FC Bayern? Brown zum Medizincheck in München

Videoclip • 01:56 Min • Ab 12


Max Eberl hat gute Chancen auf einen Bayern-Verbleib, muss nun aber Spielerverkäufe finalisieren. So ist der Stand bei den Abschiedskandidaten.

Für den FC Bayern München läuft es dieser Tage konträr zur deutschen Nationalmannschaft ziemlich gut. Der Rekordmeister hat mit Ismael Saibari und Nathaniel Brown seine ersten Neuzugänge präsentiert.

Max Eberl, dessen Job-Aussichten von Uli Hoeneß nach Abschluss der Saison 2025/26 auf 60:40 bewertet wurden, spielen diese vielversprechenden und frühen Deals natürlich in die Karten.

Laut Angaben der "Bild" hat der bis 2027 gebundene Eberl inzwischen tatsächlich gute Chancen auf einen Verbleib. Eine Challenge muss der Sportvorstand aber noch meistern. Hierbei geht es nicht um weitere Käufe, sondern um Spielerverkäufe.

Die Abschiede von Daniel Peretz und Jonah Kusi-Asare haben den Bayern insgesamt 14 Millionen Euro eingebracht.

Nun geht es aber darum, weitere Verkaufskandidaten wie Bryan Zaragoza, Joao Palhinha, Alexander Nübel und Sacha Boey zu Geld zu machen. Die Münchner wollen hierbei nicht verleihen, sondern definitiv verkaufen, um Geld zu erwirtschaften.

Der Aufsichtsrat wird hierauf ein besonderes Augenmerk legen, wenn Ende August die Eberl-Entscheidung fallen soll. Zumal der Verein mit über 100 Millionen Euro an potenziellen Ausgaben (inklusive der Bonuszahlungen) ordentlich in Vorkasse gegangen ist.

Doch wie sieht es bei den Verkaufskandidaten aus und welche Summen sind zu erwarten? Kann Eberl hier weiter punkten oder fallen ihm die hochdotierten Verträge der Bayern-Stars auf die Füße?

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Alexander Nübel

Die Bayern planen nur mit Jonas Urbig und Manuel Neuer, während Alexander Nübel verkauft werden soll. Laut Informationen von "Sky" verläuft die Angelegenheit aber schleppend. Nübel soll in München zehn bis zwölf Millionen Euro im Jahr kassieren und ist nicht bereit, große Abstriche zu machen.

Unter anderem deswegen sind laut "Sports Digitale" auch die Verhandlungen mit Besiktas Istanbul ins Stocken geraten. Nübel soll vom Süper-Lig-Klub sogar mehr fordern als er in München verdient. Zudem ist Besiktas wohl nicht bereit, die Bayern-Forderungen von knapp 20 Millionen Euro zu erfüllen.

Ansonsten gibt es in Bezug auf Nübel wenige Gerüchte. Die "Daily Mail" brachte vor rund einer Woche Hull City als möglichen Abnehmer ins Gespräch, jedoch verfolge der Keeper höhere Ziele. Ende Mai nannte die "Sport Bild" zudem Manchester City und Juventus Turin, jedoch gab es seitdem keine Indizien für ein Interesse.

Für den FC Bayern ist es ein Problem, dass Nübel klare Vorstellungen hat und alle Interessenten wissen, dass man den Keeper unbedingt verkaufen möchte. Dies macht eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen kaum realistisch.

Gewissermaßen ist das ein hausgemachtes Problem. Die Verlängerung von Nübel im April 2024 bis 2030 zu fast doppelt so hohen Konditionen kommt nun wie ein Bumerang zurück.

Der Keeper soll laut "Kicker"-Bericht auch nicht verstehen, warum er zunächst einen derartigen Vertrag erhielt und dann sozusagen vom Hof gejagt wird. Immerhin geht es für ihn noch um gut 40 Millionen Euro, die er in München verdienen kann.

Geschätzte Ablöse: 12-15 Millionen Euro

Sacha Boey

Der Rechtsverteidiger war in der Rückrunde als Leihspieler für seinen Ex-Klub Galatasaray im Einsatz. Dabei präsentierte er sich durchaus ordentlich und kam regelmäßig zum Einsatz.

Die vereinbarte Kaufoption in Höhe von 15 Millionen Euro wollte der türkische Meister allerdings nicht ziehen. Damals hieß es, dass Galatasaray sich die Dienste von Zeki Çelik sichern möchte. Dieser hat inzwischen jedoch bei der AS Rom verlängert.

Stand jetzt gibt es aber keine Indizien, dass Galatasaray nun doch wieder auf einen Boey-Transfer schielt. Laut Angaben der "Sport Bild" pochen die Bayern auch auf 15 Millionen Euro Ablöse. Stellt sich nur die Frage, wie lange noch.

Keine Neuigkeiten gibt es auch in Bezug auf Olympique Marseille, das in der Vergangenheit immer wieder als Interessent genannt wurde.

Für den FC Bayern wird es definitiv nicht einfach, Boey an den Mann zu bringen. 15 Millionen Euro sind kaum noch realistisch.

Geschätzte Ablöse: 10 Millionen Euro

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Joao Palhinha

Joao Palhinha wäre als Leihspieler bei Tottenham Hotspur zwar fast abgestiegen, hat persönlich aber ein recht gutes Jahr hinter sich gebracht. Zum Saisonende wurde der Portugiese zudem mit einem ganz wichtigen Treffer zum Helden.

Die schlechte Nachricht: Die Spurs machen von der 30-Millionen-Euro-Kaufklausel offenbar keinen Gebrauch. Stattdessen hat der Klub gerade erst knapp 100 Millionen Euro für Mateus Fernandes ausgegeben und auch der ähnlich teure Kauf von Sandro Tonali soll fix sein. Für Palhinha ist demnach kein Platz mehr. Laut "Sky"-Angaben ist ein Palhinha-Verbleib zu 100 Prozent vom Tisch.

Immerhin gibt es noch eine heiße Spur. Palhinha soll eine Rückkehr in die portugiesische Heimat zu Sporting Lissabon anstreben, die Gespräche sollen schon länger laufen. Angaben der "Correio da Manhã" zufolge hat der FCB sein Preisschild auf 25 Millionen Euro gesenkt.

"A Bola" zufolge kann sich Sporting allerdings nur eine Leihe mit Kaufoption vorstellen. Genau das wollen die Bayern eigentlich vermeiden. Sporting hat in der abgelaufenen CL-Saison immerhin das Viertelfinale erreicht und einiges an Geld erwirtschaftet. Fraglich nur, ob man es für Palhinha ausgibt. Laut "Sky" wird die Angelegenheit schwierig, aufgrund der Ablöseforderungen der Münchner. Andere Klubs seien aber auch interessiert.

Angesichts der ordentlichen Saison dürfte man bei Palhinha einen Abnehmer finden, jedoch ist dieser eben auch schon fast 31 Jahre alt.

Geschätzte Ablöse: 17-20 Millionen Euro

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Bryan Zaragoza

Bryan Zaragoza gehört definitiv zu den größten Transfer-Missverständnissen der Bayern. Folgerichtig wurde er immer wieder verliehen, zuletzt an Celta Vigo und an die AS Rom. Die Roma hat die Kaufklausel verstreichen lassen, Celta Vigo hat hingegen möglicherweise Interesse.

Doch in Spanien gibt es offenbar auch andere Optionen. Laut Angaben von "Radio Marca Málaga" wünscht sich Zaragoza eine Rückkehr zum FC Málaga, seinem Heimatverein. Dieser hat die Rückkehr in La Liga geschafft und wäre damit ein möglicher Abnehmer.

Ebenfalls gehandelt wird Espanyol Barcelona. Die Bayern wollen laut "fussballtransfers.com" 13 Millionen Euro für den 24-Jährigen, haben jedoch das Problem, dass die potenziellen Abnehmer allesamt nicht sonderlich finanzstark sind.

Geschätzte Ablöse: 10 Millionen Euro

Bayern können wohl mit gut 50 Millionen Euro rechnen

Sollte alles normal verlaufen, dürfte das Quartett für etwas mehr als 50 Millionen Euro den FC Bayern verlassen. Eine Garantie haben die Münchner dafür allerdings nicht. Insbesondere bei Sacha Boey könnte es mit einem Verkauf schwierig werden. Bei den anderen Kandidaten gilt es abzuwarten, ob die Münchner die geforderten Summen auch generieren können.

Bedenkt man, dass die Bayern derzeit einen negativen Transfer-Saldo von ca. 85 Millionen Euro haben, könnte man das Transferfenster mit einem Minus von 30 bis 35 Millionen Euro abschließen, was im Rahmen sein dürfte. Gelingt das jedoch nicht, könnte es für Max Eberl hingegen eng werden.

Bayern haben noch weitere Verkaufskandidaten

Während die genannten vier Spieler unbedingt zu Geld gemacht werden sollen, könnten auch andere Akteure noch Geld in die Kassen spülen. Hierbei handelt es sich auch um den ein oder anderen prominenteren Namen, der gegebenenfalls auch ersetzt werden müsste.

  • Noel Aseko:
    Der 20-Jährige hat als Leihspieler in Hannover überzeugt und viele gehen davon aus, dass der Youngster die durch den Goretzka-Verkauf frei gewordene Stelle im Kader einnimmt. Es gibt derzeit jedoch Gerüchte bezüglich eines Wechsels in die Premier League oder zu Eintracht Frankfurt.
    Insbesondere die SGE soll derzeit auf das Gaspedal drücken und in den Gesprächen weit sein. Laut Angaben der "Bild" möchte man Aseko für rund zwölf Millionen Euro bis 2030 binden. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass sich die Bayern eine Rückkaufklausel sichern würden.

  • Alphonso Davies:
    Laut Informationen der "Sport Bild" geht der fixe Brown-Transfer nicht mit einem Davies-Abschied einher. Der Kanadier soll die Entscheidung getroffen haben, in München zu bleiben. Der FCB schätzt Davies weiterhin, hat jedoch Sorgen aufgrund seiner vielen Verletzungen. Sollte ein sehr hohes Angebot eingehen, wären die Münchner verkaufsbereit. Davies wurde von englischen Medien immer wieder mal mit Manchester United in Verbindung gebracht. Sollten die Red Devils den Bayern und Davies gutes Geld bieten, könnte ein Turnaround möglich sein.

  • Hiroki Ito:
    Nach seinen schweren Verletzungen kam Hiroki Ito bislang nicht über eine Reserverolle hinaus. Folgerichtig ist der FCB laut Angaben der "Sport Bild" für einen Verkauf ab 20 Millionen Euro offen. Mögliche Optionen gäbe es in Spanien, jedoch wird im Bericht auf keinen Klub näher eingegangen.

  • Min-jae Kim:
    Bei Min-jae Kim ist die Sache ähnlich wie bei Ito. Kommt ein Klub mit genügend Scheinen um die Ecke, wäre man verkaufsbereit. Vor einigen Wochen schrieb die "Gazzetta dello Sport", dass sich Kim mit Juve über einen Wechsel einig geworden sei und eine mögliche Ablöse bei 40 Millionen Euro liegen könnte. Seitdem hat sich diesbezüglich nichts getan.
    Dafür brachten türkische Medien erneut Fenerbahce ins Spiel und berichteten, dass Gespräche laufen und die Münchner 35 Millionen Euro fordern. Die "tz" berichtete wiederum, dass Scouts von Manchester United Kim beobachten. Häufig wurde jedoch auch von verschiedenen Medien berichtet, dass Kim, der gutes Geld in München verdient, keinen Abschied plant.

  • Arijon Ibrahimovic:
    Der 20-Jährige hat sich als Leihspieler in Heidenheim gut gemacht und soll bei einigen Klubs auf der Liste stehen. Jüngst berichtete die "Sport Bild", dass sich Werder Bremen mit einem Deal befasst. Einem Bericht von "Transfermarkt" zufolge steht auch eine Vertragsverlängerung im Raum - Gespräche mit Trainer Kompany sollen bereits stattgefunden haben.

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