Wilder Bundesliga-Auftakt
VAR-Drama bei Borussia Mönchengladbach vs. Bayer Leverkusen: Die Entscheidungen im Protokoll
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von Chris Lugert1. Fussball Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen; 23.08.2024 Schiedsrichter Robert Schröder am Videobeweis nach dem vermeintlichen 1:2 durch Tim Kleindienst (Borussia Mönchengladbach, 11) 1. Fussball Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen, Mönchengladbach, BORUSSIA-PARK am 23.08.2024 DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI-VIDEO. *** 1 Soccer Bundesliga Borussia Mönchengladbach Bayer 04 Leverkusen 23 08 2024 Referee Robert Schröder on video evidence after the alleged 1 2 by Tim Kleindienst Borussia Mönchengladbach, 11 1 Soccer Bundesliga Borussia Mönchengladbach Bayer 04 Leverkusen, Mönchengladbach, BORUSSIA PARK on 23 08 2024 DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND OR QUASI VIDEO Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS Wunderlx
Bild: Beautiful Sports
Das Eröffnungsspiel der 62. Bundesligasaison war geprägt von Spektakel, vielen Toren - und zahlreichen VAR-Situationen. Die strittigen Szenen im Überblick.
von Chris Lugert
Bayer Leverkusen gewinnt, und standesgemäß fällt das entscheidende Tor reichlich spät im Spiel.
Florian Wirtz trieb die Spannung auf den Siedepunkt, als er erst per Elfmeter-Nachschuss in der elften Minute der Nachspielzeit zum 3:2 (2:0)-Sieg des amtierenden Meisters bei Borussia Mönchengladbach traf.
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Dem Strafstoß vorausgegangen war die letzte einer ganzen Reihe von Szenen, in denen Videoassistent Benjamin Cortus eingriff und maßgeblich Einfluss auf das Ergebnis nahm. Aber war das immer nötig?
ran analysiert die VAR-Entscheidungen im Eröffnungsspiel im Detail.
42. Minute: Gladbacher Anschlusstreffer wird zurückgenommen
Erstmals in Erscheinung trat der VAR an diesem Abend kurz vor der Halbzeitpause. Die Leverkusener waren kurz zuvor durch Florian Wirtz mit 2:0 in Führung gegangen, ehe die Gladbacher in Person von Tim Kleindienst fast postwendend zurückschlugen.
Nachdem Rocco Reitz zunächst an Leverkusens Keeper Lukas Hradecky gescheitert war, bugsierte Kleindienst den Ball im Zweikampf mit Piero Hincapie schließlich liegend per Kopf in der 42. Minute über die Linie.
Doch aus Köln kam Meldung von Cortus, dem ein Foulspiel von Kleindienst aufgefallen war. Im Kampf um den Ball traf der Stürmer tatsächlich nur Hincapie und nicht die Kugel, weshalb Schiedsrichter Robert Schröder nicht lange brauchte, um nach Ansicht der Bilder korrekterweise auf Foulspiel zu entscheiden.
„Also ich habe es tatsächlich überhaupt nicht gemerkt. Als mir dann am Ende jemand erzählt hat, dass ich der war, der gefoult hat, fand ich es ein bisschen komisch", kommentierte Kleindienst im ran-Interview. "Diese Theatralik und alles, die dann immer dazugehört, ich glaube da fallen sie (die Schiedsrichter, Anm. d. Red.) immer noch zu viel rein."
Und weiter: "Natürlich gibt es da Kontakte, wir sind im Sechzehner, aber dass dann jedes Mal eine kleine Berührung ein Foul ist, ist einfach nervig. Wenn sowas dann nächstes Mal ein Foul ist, dann müsste es – keine Ahnung – 300 Fouls im Spiel geben."
59. Minute: Itakura im Abseits - oder doch nicht?
Zum Anschlusstreffer der "Fohlen" kam es schließlich nach fast genau einer Stunde, Nico Elvedi drückte den Ball im Nachschuss gegen Hradecky über die Linie. Doch wieder kam Meldung aus Köln.
Geprüft wurde dieses Mal, ob sich Ko Itakura bei der vorausgegangenen Freistoßflanke von Kevin Stöger im Abseits befunden hatte. Der Japaner setzte sich im Kopfballduell gegen Granit Xhaka durch und bediente Elvedi.
Und hier war es richtig knapp, die Überprüfung dauerte lange. Schließlich kamen Cortus und sein VAR-Assistent Frederick Assmuth zum Ergebnis: gleiche Höhe zwischen Itakura und Xhaka, kein Abseits. Der Treffer zählte.
85. Minute: Kleindienst darf jubeln
Gladbach gehörten weite Teile der zweiten Halbzeit, fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit belohnte sich die Elf vom Niederrhein schließlich durch den Treffer von Kleindienst nach klugem Stöger-Pass.
Erneut meldete sich der VAR, denn wieder war es knapp in Sachen Abseits. Im Vergleich zu Itakura zuvor war es aber deutlicher zu sehen, dass sich Kleindienst in regelkonformer Position befand. Der Treffer zählte.
90+9. Minute: Später Elfmeter für Bayer
Richtig hektisch wurde es dann tief in der mit zehn Minuten veranschlagten Nachspielzeit. Nach einem Zweikampf zwischen Itakura und Leverkusens Amine Adli ließ Schröder zunächst weiterlaufen, bekam dann aber eine Nachricht aus Köln.
Cortus hatte sich das Duell noch einmal angesehen und erkannte, dass Itakura nicht den Ball, sondern nur Adli erwischt hatte. Schröder sah sich die Szene selbst an und kam zum selben Ergebnis.
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Bundesliga: So viel kosten Bier und Bratwurst
Für viele Fußballfans gehört eine gute Verpflegung im Stadion zwingend zu einem Bundesliga-Spiel hinzu - traditionell besteht diese aus Bier und Bratwurst. Doch was kostet der Gaumenschmaus bei den Bundesligisten? ran hat das Ranking der Saison 2024/25 für euch. (Quelle: Sky)Sportsphoto

Ohne Platzierung: Holstein Kiel
- Preise noch nicht aktualisiertfiro Sportphoto/SID/Jürgen Fromme

Platz 17: Borussia Dortmund (8,40 Euro)
- Bier: 4,90 Euro
- Bratwurst: 3,50 EuroGetty Images

Platz 16: SC Freiburg (8,50 Euro)
- Bier: 4,90 Euro
- Bratwurst: 3,60 EuroGetty Images

Platz 14 (geteilt): Eintracht Frankfurt (8,80 Euro)
- Bier: 4,70 Euro
- Bratwurst: 4,10 EuroAFPAFPDaniel ROLAND

Platz 14 (geteilt): FC Augsburg (8,80 Euro)
- Bier: 4,90 Euro
- Bratwurst: 3,90 EuroFIRO/FIRO/SID/

Platz 13: Borussia Mönchengladbach (8,90 Euro)
- Bier: 5 Euro
- Bratwurst: 3,90 Euroimago images / Thomas Bielefeld

Platz 12: 1. FC Union Berlin (9 Euro)
- Bier: 5 Euro
- Bratwurst: 4 Euroimago

Platz 9 (geteilt): RB Leipzig (9,20 Euro)
- Bier: 5,30 Euro
- Bratwurst: 3,90 Euroimago/Contrast

Platz 9 (geteilt): TSG Hoffenheim (9,20 Euro)
- Bier: 5 Euro
- Bratwurst: 4,20 Euroimago

Platz 9 (geteilt): Bayer 04 Leverkusen (9,20 Euro)
- Bier: 4,90 Euro
- Bratwurst: 4,30 Euroimago

Platz 8: FSV Mainz 05 (9,30 Euro)
- Bier: 5,20 Euro
- Bratwurst: 4,10 EuroBeautiful Sports

Platz 4 (geteilt): VfL Wolfsburg (9,50 Euro)
- Bier: 5,30 Euro
- Bratwurst: 4,20 Euroimago

Platz 4 (geteilt): VfL Bochum (9,50 Euro)
- Bier: 5,30 Euro
- Bratwurst: 4,20 Euroimago

Platz 4 (geteilt): 1. FC Heidenheim (9,50 Euro)
- Bier: 5 Euro
- Bratwurst: 4,50 EuroFotostand

Platz 4 (geteilt): Werder Bremen (9,50 Euro)
- Bier: 5,50 Euro
- Bratwurst: 4 Euroimago

Platz 3: VfB Stuttgart (9,80 Euro)
- Bier: 5,20 Euro
- Bratwurst: 4,60 Euroimago

Platz 2: FC St. Pauli (10 Euro)
- Bier: 5,20 Euro
- Bratwurst: 4,80 EuroMIS

Platz 1: FC Bayern (10,50 Euro)
- Bier: 5,50 Euro
- Bratwurst: 5 Euro2023 Getty Images
Es gab den Elfmeter für Leverkusen. Wirtz schnappte sich den Ball, seinen Versuch parierte Gladbachs Keeper Jonas Omlin, doch der Ball sprang zurück zum deutschen Nationalspieler, der den Nachschuss versenkte.
Schröder erklärte die Entscheidung bei ran wie folgt: "Ich hatte bei der Elfmetersituation zuerst die Wahrnehmung, dass der Gladbacher Spieler den Ball spielt, deshalb habe ich zunächst auch weiterspielen lassen. Aber beim VAR-Check habe ich dann gesehen, dass das nicht so war. Am Ende kann ich den Gladbacher Frust verstehen, so spät ein Spiel zu verlieren, auf der anderen Seite spielt Itakura eben nicht den Ball."
Gladbachs Trainer Gerardo Seoane haderte danach mit den Entscheidungen. "Insgesamt bin ich für den VAR, weil der Sport insgesamt gerechter wird. Aber dennoch gibt es immer Interpretationsspielräume für den Schiedsrichter. Und heute waren die Entscheidungen nicht auf unserer Seite", so der Schweizer.
Kleindienst wittert Verschwörung
Tim Kleindienst erklärte derweil bei "DAZN", man fühle sich "ziemlich beschissen". Er witterte sogar eine Verschwörung: "Irgendwie geht es einem auf den Sack. Jede 50/50 Situation wird überprüft. Jedes Tor wurde bis ins kleinste Detail überprüft. Man hatte irgendwie das Gefühl, dass die nicht wollten, dass wir überhaupt etwas holen.“
Sportchef Roland Virkus kommentierte: "Sie haben alles gecheckt, alles nur gegen uns. Keine einzige Situation für uns, wo man auch mal hätte schauen können. Beim Elfmeter war es für mich keine klare Fehlentscheidung, also muss er nicht raus."
So ganz stimmte das aber natürlich nicht. Letztlich fielen zwei VAR-Entscheidungen für die Gladbacher aus, zwei gegen sie. Die beiden Foul-Entscheidungen gegen Gladbach, die schließlich ein eigenes Tor kosteten und den Leverkusenern das Siegtor bescherten, mögen bitter gewesen sein. Allerdings wurden sie richtig entschieden.
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