vizemeister in der krise
VfB Stuttgart: Sebastian Hoeneß hat die letzten Pleiten zu verantworten - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Tobias Wiltschekran Fußball Bundesliga
VfB Stuttgart: Frust bei Hoeneß über zu viele falsche Entscheidungen
Videoclip • 02:16 Min
Sebastian Hoeneß muss erstmals in seiner Stuttgarter Zeit eine mittelschwere Krise moderieren. Dass es überhaupt soweit kam, liegt auch an den Schwächen des VfB-Trainers. Ein Kommentar.
Von Tobias Wiltschek
Leverkusen, Leipzig, Dortmund – wann immer in letzter Zeit bei deutschen Topklubs über neue Trainer diskutiert wurde, fiel der Name Sebastian Hoeneß.
Denn der junge Coach hat den VfB Stuttgart nicht nur in der vergangenen Saison sensationell zur Vizemeisterschaft und in die Champions League geführt, er gilt auch als Trainer mit einer mutigen, attraktiven Spielidee.
In den vergangenen Wochen aber musste der VfB einige empfindliche Rückschläge hinnehmen. Seit dem 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund ging es langsam, aber stetig bergab. Innerhalb von fünf Wochen sackten die Schwaben in der Bundesliga von Platz fünf auf Platz zehn ab.
Eine Entwicklung, die mit dem Last-Minute-K.o. beim 3:4 gegen Bayer Leverkusen im eigenen Stadion einen vorläufigen Tiefpunkt erreichte und unbequeme Fragen aufwirft - auch und vor allem in Richtung Trainer.
Dabei geht es weniger um seine grundsätzliche Spielphilosophie als vielmehr um seine personellen Entscheidungen vor Anpfiff und während der Spiele.
Dass Deniz Undav beispielsweise derzeit meilenweit von seiner Bestform entfernt ist, belegen nicht nur die Zahlen, er gibt es auch selbst offen zu. In der Bundesliga hat er seit acht Spielen nicht mehr getroffen.
Das Wichtigste in Kürze
Dennoch hält Hoeneß in einer Art Nibelungentreue an seinem Stürmer fest, auch wenn er sich zuletzt immer häufiger dazu genötigt sah, ihn aus Leistungsgründen vorzeitig auszuwechseln.
Gegen Leverkusen ließ er Undav zunächst auf der Bank, nur um ihn kurz nach dem Anschlusstreffer der Gäste zum 2:3 für Enzo Millot einzuwechseln, bis dahin einer der besten Spieler des VfB. Die positive Wirkung des Wechsels? Fehlanzeige!
Undav und Führich stecken in Formkrisen - aber Hoeneß baut dennoch auf sie
Was für Undav gilt, trifft auch auf Chris Führich zu. Auch er gehörte zu den Helden der vergangenen Saison, steht aber nun schon seit Wochen neben sich – und soll gegen Leverkusen beim Stand von 3:3 in den letzten Minuten noch für den Sieg sorgen?
Nicht anders war die Einwechslung des Flügelspielers kurz vor Schluss für Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt zu verstehen.
Abgesehen davon, dass sich Führich – wie Undav – schon seit Wochen in einer tiefen Formkrise befindet, lässt die Einwechslung am taktischen Gespür von Hoeneß zweifeln.
Seine offensive Denkweise in allen Ehren. Aber wäre es nicht schlauer gewesen, nach verspielter 3:1-Führung nicht wenigstens noch den einen Punkt zu retten? Gegen den aktuellen Deutschen Meister?
Stattdessen vermittelte der VfB das Gefühl, sich auf Biegen und Brechen den schon so sicher geglaubten Sieg doch noch zurückholen zu wollen – mit der Folge, dass Jeremie Frimpong wenig später Leverkusens Siegtreffer von Patrik Schick vorbereitete, nachdem er Gegenspieler Führich wie einen unbeholfenen Schuljungen hatte aussehen lassen…
Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

Minjae Kim (FC Bayern)
Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...RHR-Foto

Minjae Kim (FC Bayern)
...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.Marco Canoniero

Yan Diomande (RB Leipzig)
Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.AFP/SID/RONNY HARTMANN

Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.IMAGO/Buzzi

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.IMAGO/HMB-Media

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.IMAGO/Revierfoto

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.2025 Getty Images
Hoeneß wirkt im Vergleich zu Alonso wie ein Lehrling
Wie ein Lehrling wirkte auch Hoeneß in der taktischen Gesamtbetrachtung des Spiels im Vergleich zu seinem Gegenüber Xabi Alonso. Der hatte nach einer knappen Stunde darauf reagiert, dass die Stuttgarter sein Dreiermittelfeld immer wieder mit schnellen Vorstößen über die Außen aus den Angeln gehoben hatten.
Nachdem er mit Amine Adli und Victor Boniface den zentralen Block etwas aufgelockert hatte, kam der VfB nicht mehr so leicht über die Flügel zum Erfolg. Bayer aber hatte nun seinerseits frische Spieler, um die immer müder werdende VfB-Abwehr zu attackieren und zu überwinden.
Am Ende war es auch ein Sieg von Xabi Alonso über Sebastian Hoeneß. Der macht nun erstmals in seiner Stuttgarter Zeit eine längere Krise durch und muss beweisen, dass er sein Team aus dieser Talsohle wieder herausführen kann.
Nur wenn ihm das gelingt, wird er auch weiterhin bei den Topklubs auf dem Zettel stehen.
Auch interessant: 1860 München: Hasan Ismaik teilt gegen Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß aus
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