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Yan Diomande: Vom No Name zum Rekordtransfer von Real Madrid? Der steile Aufstieg des Leipziger Shootingstars
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von Christoph Gailer:newstime
Ex-Bundesliga-Star ist jetzt Gemüse-Gärtner
Videoclip • 01:03 Min • Ab 12
Der sportliche Höhenflug von Leipzigs Yan Diomande dürfte ihm demnächst wohl einen Rekord-Wechsel zu Real Madrid ermöglichen. Es ist das vorläufige Highlight eines unglaublich rasanten Aufstiegs des 19-Jährigen.
Von Christoph Gailer
Gerade einmal 18 Monate brauchte Yan Diomande, um vom absoluten No Name zu einem der begehrtesten Talente im Weltfußball zu werden.
Nun steht der 19-jährige Ivorer laut übereinstimmenden Medienberichten vor einem Wechsel zu Real Madrid.
Deshalb verzichtet Leipzig laut "Bild" auch auf einen Einsatz des umworbenen Flügelflitzers im Testspiel gegen den SC Verl. Offiziell verpasste er die Partie wegen eines Infekts.
Der bevorstehende Transfer ist für den Jungstar von RB Leipzig der vorläufige Höhepunkt einer Karriere, bei der es zuletzt mit Highspeed steil nach oben ging.
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Werners Prophezeiung bewahrheitet sich früher als gedacht
"Das kann noch weit gehen für ihn, wenn er genauso weiter arbeitet wie bisher und sich keinen großen Kopf macht", sagte Ex-Leipzig-Coach Ole Werner schon im April über Diomande - wenige Wochen später steht nun dessen Blockbuster-Transfer zu Real bevor.
Bei den Sachsen hat sich der 20-Millionen-Euro-Neuzugang aus dem Sommer 2025 schon nach wenigen Spielen einen Stammplatz erobert, seinen endgültigen Durchbruch feierte er am 8. Spieltag beim 6:0-Sieg gegen den FC Augsburg mit einem Tor und zwei Vorlagen. Auch beim 3:1-Erfolg im darauffolgenden Spiel gegen den VfB Stuttgart war Diomande an zwei Toren direkt beteiligt und wurde zum Fanliebling - natürlich im Eiltempo. Letztlich beendete er seine erste Bundesliga-Saison mit mit zwölf Toren und neun Assists.
Auf der Überholspur begann auch schon seine Karriere im Europa, die er erst Anfang 2025 beim spanischen Erstligisten CD Leganes startete. "Er war ein Spieler, der mich sehr überrascht hat. Seine Reife und sein Mut zeigten sich schon am ersten Tag, als er mit uns trainierte", sagte sein ehemaliger Mitspieler Enric Franquesa der Zeitung "Sport".
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Als 15-Jähriger in die USA: Steiniger Weg bis zum Profi
Bevor Diomande in Leganes und Leipzig zu einem der begehrtesten Emporkömmlinge im Weltfußball wurde, machte der Flügelstürmer jedoch eine harte Zeit durch.
"Nicht einmal die zweiten Mannschaften der MLS wollten mich", sagte Diomande rückblickend über seine Zeit in den USA. Dorthin ging er als 15-Jähriger, ohne überhaupt Englisch zu sprechen.
Die DME Academy in Florida nahm ihn in ihr Fußball-Programm auf. Doch der Sprung in den Profi-Bereich gestaltet sich nach der High School doch äußerst schwierig. Probetrainings beim FC Chelsea, beim AFC Bournemouth, bei Crystal Palace, bei den Glasgow Rangers und bei Olympiakos Piräus verliefen erfolglos.
"Ich wusste nicht einmal, warum. Sie haben mir nie einen Grund genannt. Die Erwachsenen haben alles geregelt. Sie haben mich immer wieder durch ganz Europa gejagt, und überall wurde ich abgelehnt", erklärte Diomande seinen harten Kampf um den ersten Profivertrag.
Debüt gegen Real und privater Schicksalsschlag
Als sein Visum dann in den USA auslief, kehrte das Glück zu ihm zurück. Beim spanischen Erstligisten Leganes erhielt er Anfang 2025 einen Kontrakt - und startete durch.
"Diomande beherrscht die Kunst des Dribblings und kann sich selbst in schwierigsten Situationen den Ball erobern", erinnert sich sein damaliger Leganes-Trainer Borja Jimenez in der Zeitung "Sport". Am 29. März 2025 war es Jimenez, der Diomande ausgerechnet beim Auswärtsspiel bei Real Madrid zu seinem La-Liga-Debüt verhalf.
Während der Ivorer zu diesem Zeitpunkt sportlich seinen Traum lebte, wurde sein Privatleben durch einen tragischen Schicksalsschlag zum Albtraum. Kurz nach dem La-Liga-Einstand verstarb Diomandes Schwester Roxanne im Alter von nur 15 Jahren. Die Todesursache ist äußerst dramatisch: Dem Mädchen sollen K.o.-Tropfen in ihr Getränk gemischt worden sein, an den Folgen verstarb sie.
"Jetzt fühle ich gar nichts mehr. Es ist, als wäre ich nicht einmal mehr ein Mensch. Seit deinem Tod bin ich einfach nur noch leer", schrieb er später in einem öffentlichen Brief an seine verstorbene Schwester, der im Juni 2026 auf der Playttform "The Players' Tribune" erschien - in englischer und in französischer Sprache.
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Diomande als DFB-Schreck bei der WM 2026
Kurz nach der Veröffentlichung des emotionalen Briefs an seine Schwester betrat Diomande dann wortwörtlich die Weltbühne. Mit der Elfenbeinküste kickte er bei der WM - und wurde zum DFB-Schreck.
Obwohl das DFB-Team letztlich in der Vorrunde doch noch mit 2:1 gegen die Ivorer gewann, hatte Diomandes direkter Gegenspieler Joshua Kimmich richtig viel Mühe mit dem blitzschnellen Flügelstürmer.
"Das Besondere ist auch, dass er eigentlich ohne große Finten auskommt, sondern einfach nur über dieses Timing, die Ballführung und über die Geschwindigkeit kommt", skizzierte sein Ex-Coach Werner die Stärken des Nationalspielers - und genau damit machte er Kimmich das Leben schwer.
Auch der Aufstieg in der Nationalmannschaft verlief für Diomande - natürlich - zuvor schon im Eiltempo. Immerhin debütierte er erst im Oktober 2025 gegen die Seychellen, traf auch direkt. Bei der WM 2026 war er dann wenige Monate später schon Schlüsselspieler.
Bis zu 135 Millionen Euro? Diomande wird wohl zu Leipzigs Rekord-Verkauf
Nicht zuletzt die erfrischenden Auftritte bei dem Turnier sollen nun eben Real Madrid auf den Plan gerufen haben. Wie die "Bild" berichtet, sollen die "Königlichen" schon Angebote über 100 und 115 Millionen Euro abgegeben haben, doch Leipzig lehnte angeblich beide ab. Die Sachsen sollen sich 120 Millionen Euro erhoffen und zudem Bonuszahlungen von bis zu 15 Millionen Euro.
So viel zahlte Real noch nie für einen Spieler, bislang liegt Jude Bellingham mit 127 Millionen Euro an der Spitze. Und den Ablöse-Rekord der Leipziger würde Diomande geradezu pulverisieren. Dieser liegt bei 90 Millionen Euro, die Manchester City für Josko Gvardiol auf den Tisch legte. Apropos Tisch: Am Verhandlungstisch aufseiten Diomandes sitzt ein Weltstar. Rapper, Musikproduzent und Unternehmer Jay-Z vertritt mittlerweile mit seiner Berater-Agentur "Roc Nation" die Interessen Diomandes.
Nachdem die Verhandlungen mit Paris St. Germain zuletzt wegen angeblicher Differenzen zwischen den Franzosen und Diomandes Management scheiterten, dürften die Madrilenen deutlich entspannter sein. Immerhin vertritt "Roc Nation" mit Vinicius Jr. und Endrick bereits zwei Real-Stars. Man kennt sich also - und man kennt mittlerweile auch längst den vor 18 Monaten noch völlig unbekannten Yan Diomande.
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