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Herkules-Aufgabe in London

Leverkusen-Legende Carsten Ramelow vor CL-Rückspiel bei Arsenal: Das Viertelfinale wäre eine Sensation

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball

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Videoclip • 01:07 Min


Im Interview mit ran erklärt Vizeweltmeister Carsten Ramelow, warum er Bayer Leverkusen gegen den FC Arsenal nicht viel zutraut.

Von Tobias Wiltschek

Carsten Ramelow weiß, wie sich so ein Auswärtsspiel in der Champions League beim FC Arsenal anfühlt.

Ende Februar 2002 reiste der heute 51-Jährige mit Bayer Leverkusen zu den Gunners, die damals noch im legendären Highbury spielten – und die Werkself mit 4:1 deklassierten.

Leverkusen erreichte trotz dieser heftigen Niederlage in der damals noch absolvierten Zwischenrunde sensationell das Endspiel gegen Real Madrid.

So einen Husarenritt traut der 46-malige Nationalspieler und Vizeweltmeister von 2002 seinen Nachfolgern im Bayer-Trikot heute nicht zu, auch wenn sie sich beim 1:1 im Hinspiel gut geschlagen haben.

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Champions League: Carsten Ramelow fehlt die Zuversicht fürs Rückspiel

"Ich rechne ihnen nicht viel aus", sagt Ramelow vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Leverkusener bei Arsenal im ran-Interview.

Darin erklärt er, warum er die Gunners für die bessere Mannschaft hält, und verrät, wo er die Schwachpunkte bei Bayer sieht.

ran: Herr Ramelow, etwas mehr als 24 Jahre nach der 1:4-Niederlage in London bestreitet wieder eine Leverkusener Mannschaft ein Spiel bei Arsenal. Welche Erinnerungen haben Sie noch an das Spiel in der Saison 2001/02?

Carsten Ramelow: Insgesamt war es schon ein tolles Erlebnis. Wenn man natürlich nur auf das Ergebnis schaut, war es keine schöne Erinnerung. Ich weiß noch, dass wir ziemlich untergegangen sind. Ich glaube, es war relativ früh klar, in welche Richtung es geht. Wir haben es zugelassen, dass sie früh in Führung gegangen sind, dann haben sie gleich nachgelegt. Das Publikum ist gekommen, und wir hatten wirklich Schwierigkeiten dagegenzuhalten.

ran: Wenn Sie die beiden Teams von Arsenal damals und heute miteinander vergleichen, worin unterscheiden sie sich?

Ramelow: Es ist schwierig, Top-Mannschaften aus verschiedenen Zeiten miteinander zu vergleichen. Das ist bei unserer Mannschaft und der heutigen von Bayer Leverkusen genauso. Ich glaube, dass nach wie vor Leverkusen und auch Arsenal absolute Top-Teams sind. Natürlich hat sich insgesamt der Spielstil verändert. In England sind viele Mannschaften damals noch über den Kampf gekommen. Heute überwiegt ja das Spielerische.

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Carsten Ramelow: "Es wird verdammt schwierig"

ran: Wie stark sehen Sie aktuelle Arsenal-Mannschaft?

Ramelow: Fakt ist, dass Arsenal in dieser Champions-League-Saison bislang alle Heimspiele gewonnen hat. Da wird es verdammt schwierig, dagegenzuhalten. Das Publikum ist natürlich relativ schnell da, da kommen viele Emotionen hoch. Da musst du mit Kampf dagegenhalten. Leverkusen wirkt auf mich in dieser Saison aber nicht immer stabil. Deshalb wird es gerade jetzt international unheimlich schwer. Ich glaube, dass ihre Chancen bei Arsenal doch sehr gering sind.

ran: Im Hinspiel hatte man aber schon das Gefühl, dass Leverkusen mithalten kann.

Ramelow: Stimmt. Leverkusen hat das da ganz gut gemacht. Es war aber natürlich auch ein Heimspiel. Wir haben damals zu Hause gegen die ganz großen Teams auch super Spiele abgeliefert und auch oft gewonnen. Das 2:2 bei Manchester United war auch ein tolles Spiel. Da ging es zur Sache. Darauf muss man sich einstellen. Da werden die Jungs schon sehen, was auf sie zukommt. Es wird verdammt schwierig, wenn du da nicht wirklich von der ersten Sekunde dagegenhältst. Arsenal ist schon eine verdammt gute Mannschaft.

Carsten Ramelow bei seinem Abschied von Bayer Leverkusen im Jahr 2008

Bild: Imago


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Carsten Ramelow: "Bei einem 1:0 wäre es auch nicht viel besser gewesen"

ran: Macht der späte Ausgleich im Hinspiel für Arsenal für Sie einen großen Unterschied mit Blick auf das Rückspiel?

Ramelow: Ich sage mal, das ist relativ wurscht. Die Chancen sind jetzt natürlich noch ein bisschen schlechter, aber bei einem 1:0 wäre es auch nicht viel besser gewesen. Natürlich haben wir auch immer wieder Überraschungen erlebt. Aber aktuell tun sich die deutschen Mannschaften international verdammt schwer. Bis auf die Bayern können wir da gerade kaum mithalten. Arsenal ist von der Qualität besser aufgestellt. Selbst wenn sie mit einem 2:0 nach England gefahren wären, wäre es schwer geworden. Mit dem 1:1 wird es super schwierig.

ran: Das heißt, Sie würden schon von einer Sensation sprechen, wenn Leverkusen weiterkommt?

Ramelow: Das würde ich schon sagen, ja. Leverkusen ist ein Top-Team, gerade in der Bundesliga. Aber international wird es halt schon schwierig. Vor allem, weil sie doch manchmal relativ viele Chancen zulassen und irgendwie nicht stabil wirken. Hätten sie in England 1:1 gespielt, hätten sie jetzt in einem Heimspiel natürlich mehr Chancen. Aber jetzt beim Rückspiel in England rechne ich ihnen nicht viel aus.

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