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Premier League

FC Chelsea im Chaos: Trainersuche wird zum Problemfall - kommt Xabi Alonso?

Veröffentlicht:

von Carolin Blüchel

ran Fußball

FC Chelsea - Nach Rosenior-Aus: Fans stellen Klub an den Pranger

Videoclip • 01:37 Min


Sieben Trainer in fünf Jahren: Der Verschleiß beim FC Chelsea lässt erahnen, wie lange die Talfahrt bei den "Blues" schon anhält. Wer kann jetzt den Karren aus den Dreck ziehen? Und wer will überhaupt? ran checkt Kandidaten.

Der Chelsea FC war einst eine Topadresse in Europa. 2021 gewannen die "Blues" unter Thomas Tuchel die Champions League. Doch seit dem Verkauf durch Roman Abramowitsch im Sommer 2022 und der Übernahme durch Todd Boehly ist vom alten Glanz an der Stamford Bridge wenig übrig.

Sechs Trainer wurden seitdem verschlissen. Nachdem der überraschende Klub-WM-Titel 2025 ein wenig über den jahrelangen Verfall hinwegtäuschte, folgte vor knapp zwei Wochen der vorläufige Tiefpunkt.

Nach einer 0:3-Niederlage in der Premier League in Brighton und 90 Minuten ohne einen einzigen Torschuss musste Trainer Liam Rosenior gehen. Nach nur vier Monaten im Amt. Chelsea im freien Fall.

U21-Coach Calum McFarlane übernimmt - mal wieder - interimsweise bis Saisonende und soll die Qualifikation für das internationale Geschäft retten. Vielleicht ist sogar mehr drin: In seinem ersten Spiel führte er die "Blues" prompt zu einem 1:0 gegen Leeds United im FA-Cup-Halbfinale. In einer verkorksten Saison ist plötzlich doch ein Happy End denkbar.

Doch wie geht es danach weiter? Klublegende John Terry fürchtet, dass kein Toptrainer mehr nach London kommen will. Die Zeiten, in denen sich Größen wie Jose Mourinho oder Carlo Ancelotti die Klinke in die Hand gaben, seien vorbei. ran nimmt mögliche Kandidaten unter die Lupe.

Andoni Iraola (AFC Bournemouth)

Andoni Iraola wird Bournemouth im Sommer nach drei erfolgreichen Jahren verlassen. In der vergangenen Saison führte der Spanier die "Cherries" überraschend auf Rang neun, in dieser Spielzeit ist sogar noch mehr möglich. Aktuell liegt Bournemouth, ausgerechnet vor Chelsea, auf Platz acht der Premier League. Das würde die Qualifikation für die Conference League bedeuten. Auch Platz sieben ist noch in Reichweite.

Laut "Sun" soll Chelsea unmittelbar nach Roseniors Entlassung bei Iraola angeklopft haben. Der 43-Jährige habe sich allerdings nicht sonderlich auskunftsfreudig gezeigt. Vermutlich auch deshalb, weil ihm mehrere Türen offenstehen. Neben Chelsea werden auch Manchester United, Newcastle United, der FC Liverpool und Crystal Palace mit ihm in Verbindung gebracht.

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Andoni Iraola liefert in Bournemouth gute Arbeit ab

Bild: IMAGO/Mark Pain


Marco Silva (FC Fulham)

Marco Silva soll dem "Standard" zufolge einer der Hauptkandidaten an der Stamford Bridge sein. Der Vertrag des Portugiesen beim FC Fulham läuft zum Saisonende aus. Zwar würden die "Cottagers" gerne mit ihm verlängern, doch Silva wird längst auch mit Benfica Lissabon in Verbindung gebracht.

Das Szenario dort hängt wiederum an Jose Mourinho. Sollte der Benfica-Coach tatsächlich einem möglichen Ruf von Real Madrid folgen, könnte Silva in Lissabon zum Thema werden.

Marco Silva gilt als Wunschkandidat

Bild: NurPhoto


Filipe Luis (arbeitslos)

Auch Filipe Luis wird in unterschiedlichen Medien als möglicher Chelsea-Trainer gehandelt. Ganz nach dem Motto: Ein bisschen Stallgeruch kann nicht schaden. Der ehemalige "Blues"-Verteidiger war im März bei Flamengo Rio de Janeiro nach einem 8:0-Kantersieg überraschend entlassen worden.

Sportlich liest sich seine Bilanz dennoch beeindruckend: In 99 Spielen holte Luis sieben Titel, zuletzt die Copa Libertadores, das südamerikanische Gegenstück zur Champions League. Anschließend wurde er zum Trainer des Jahres gekürt.

Erst im Dezember hatte er seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Trotzdem hielten sich zuletzt hartnäckig Gerüchte, dass es ihn nach Europa ziehen könnte. Vielleicht ja an die Stamford Bridge.

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Mit Flamengo feierte Luis zahlreiche Titel

Bild: Fotoarena


Xabi Alonso (arbeitslos)

Der englische "Telegraph" bringt Xabi Alonso ins Spiel. Der frühere Leverkusen-Coach war nach nur einem halben Jahr bei Real Madrid im Januar wieder entlassen worden und ist seitdem verfügbar.

Allerdings könnte Alonso auch in Richtung Liverpool schielen. Bei seinem Ex-Klub gilt Arne Slot nach einer durchwachsenen zweiten Saison als Wackelkandidat, Alonso wäre dort wohl der absolute Wunschnachfolger. Gut möglich, dass sich der Spanier diese Option nicht verbauen will - zumal Liverpool für ihn sportlich und emotional die naheliegendere Adresse wäre.

Xabi Alonso wäre zumindest sofort verfügbar

Bild: NurPhoto


Livestreams

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Oliver Glasner (Crystal Palace)

Der Abschied von Oliver Glasner bei Crystal Palace steht schon länger fest. Laut Chelsea-Insider Simon Phillips sollen die Londoner bereits vorsichtig vorgefühlt haben, ob der Österreicher grundsätzlich zur Verfügung stehen würde.

Mittlerweile ist Glasners Spur wieder deutlich kälter geworden. Auf der Insel heißt es, Chelsea habe sich mittlerweile gegen den früheren Frankfurt-Coach entschieden.

Glasner verlässt Crystal Palace zum Saisonende

Bild: Konrad Swierad


Alvaro Arbeloa (Real Madrid)

Auch Alvaro Arbeloa könnte im Sommer theoretisch verfügbar sein. Sein Aus bei Real Madrid nach Saisonende gilt als so gut wie besiegelt. Der Spanier hatte erst im Januar von Xabi Alonso übernommen, doch nach dem zweiten titellosen Jahr in Folge herrscht bei den Königlichen Ausnahmezustand.

Im Sommer soll ein neuer Trainer kommen. Arbeloa wäre dann auf dem Markt. Ob er sich allerdings direkt das nächste Chaos-Projekt antun will, ist fraglich.

Alvaro Arbeloas Tage bei Real Madrid sind gezählt

Bild: AFP/SID/Oscar DEL POZO


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Thomas Tuchel (Nationaltrainer England)

Eigentlich hat Thomas Tuchel seinen Vertrag als Nationaltrainer der "Three Lions" gerade erst verlängert. Und trotzdem reicht bei Chelsea derzeit schon ein Tribünenbild, um bei den Fans im Netz neue Spekulationen auszulösen.

Der frühere "Blues"-Coach wurde beim FA-Cup-Halbfinale gegen Leeds United gemeinsam mit Chelsea-Miteigentümer Behdad Eghbali auf der Ehrentribüne gesehen. Bahnt sich da etwa eine Sensation an? Oder war Tuchel schlicht in seiner Funktion als englischer Nationaltrainer im Stadion? Zugegeben: Letzteres ist deutlich wahrscheinlicher.

Tuchel auf der Ehrentribüne beim FA-Cup-Halbfinale gegen Leeds

Bild: Sportimage


Cesc Fabregas (Como 1907)

Cesc Fabregas sorgt derzeit bei seiner ersten Trainerstation bei Como 1907 in der Serie A für Furore. Vielleicht auch deshalb hofft man an der Stamford Bridge, den Spanier zurück auf die Insel locken zu können. Als Spieler war Fabregas schließlich nicht nur beim FC Barcelona und Arsenal erfolgreich, sondern auch bei Chelsea.

Doch nicht jeder hält das für eine gute Idee. Emmanuel Petit, wie Fabregas einst für Chelsea aktiv, rät dem Weltmeister von 2010 dringend von einem Wechsel ab. "Chelsea ist Chaos. Es herrscht Chaos", sagte Petit dem englischen Wettportal "Andy's Bet Club".

Fabregas beeindruckt bei seiner ersten Trainerstation

Bild: LaPresse


Mauricio Pochettino (Nationaltrainer USA)

Mauricio Pochettino kennt Chelsea bereits. Der Argentinier trainierte die "Blues" in der Saison 2023/24. Der Erfolg war überschaubar, auch wenn er den Klub dank einer starken Rückrunde noch auf Platz sechs der Premier League führte.

Dass sein Name nun wieder kursiert, überrascht trotzdem. Denn Pochettino zog damals nach nur einem Jahr selbst die Reißleine, weil er mit der Transferpolitik des Klubs nicht einverstanden war und zu wenig Mitspracherecht hatte. Genau dieses Problem besteht weiterhin. Hinzu kommt: Als US-Nationaltrainer hat Pochettino mit der Heim-WM vor der Brust derzeit wohl andere Sorgen.

Mauricio Pochettino soll die USA bei der Heim-WM zur Sensation führen

Bild: Belga


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