Champions League
Champions League: Bundesliga-Novum rückt wieder in weite Ferne
Aktualisiert:
von Kai Esserran Fußball
FC Bayern: Tah feiert Sieg! "Dafür spielen wir Fußball"
Videoclip • 03:17 Min
Sowohl der FC Bayern München als auch der SC Freiburg kassieren Niederlagen in den Halbfinal-Hinspielen. Der Traum von zusätzlichen Europapokal-Plätzen in der kommenden Saison droht damit zu platzen.
Der großen Euphorie folgt erst einmal Ernüchterung. Nach dem Einzug des FC Bayern und des SC Freiburg ins Halbfinale der Champions League beziehungsweise der Europa League verloren beide Teams in der Vorschlussrunde die Hinspiele.
Da gleichzeitig die beiden spanischen Vertreter Atletico Madrid und Rayo Vallecano ein Unentschieden und einen Sieg holten, sanken die Chancen auf ein Novum für die Bundesliga. Noch sind in der kommenden Saison zwar bis zu neun internationale Starter möglich. Realistisch aber ist das nicht mehr. ran hat die wichtigsten Fragen und Antworten zur Verteilung der Europapokalplätze.
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Was bedeuten die Niederlagen für einen fünften CL-Startplatz und die Fünfjahreswertung?
Die Niederlagen des SC Freiburg und des FC Bayern München im laufenden Europapokal haben unmittelbare Auswirkungen auf die Möglichkeit eines fünften direkten Startplatzes in der Champions League sowie auf die Fünfjahreswertung der UEFA.
Die Ein-Saison-Koeffizientenwertung der Spielzeit 2025/26 bestimmt, welche beiden Verbände je einen zusätzlichen direkten Platz in der Ligaphase der Champions League 2026/27 erhalten. Deutschland liegt derzeit auf Rang drei hinter England und Spanien, hat aber auf Spanien wieder deutlich an Boden verloren.
Sollte Deutschland Spanien trotzdem noch vom zweiten Platz verdrängen, würde der Fünfte der Bundesliga direkt für die Champions League qualifiziert sein. Die Premier League hat Platz eins schon sicher.
In der langfristigen Fünfjahreswertung, die für die Grundvergabe der Europapokalplätze in den folgenden Saisons maßgeblich ist, steht Deutschland weiter auf Platz vier.
Was passiert mit dem CL-Startplatz, den der FC Bayern bei einem CL-Sieg bekäme?
Gemäß den offiziellen UEFA-Regularien qualifiziert sich der Sieger der UEFA Champions League 2025/26 automatisch für die Ligaphase der nächsten Saison (2026/27).
Sollte der FC Bayern München diesen Titel gewinnen, wird jedoch kein zusätzlicher fünfter CL-Platz für die Bundesliga geschaffen, da der FCB bereits einen der ersten vier Plätze der Tabelle sicher hat.
Stattdessen entsteht eine "Vakanz" in der 36er-Ligaphase der Champions League. Diese Vakanz wird nicht an den Fünften der Bundesliga weitergegeben, sondern an den heimischen Meister mit dem höchsten individuellen Klub-Koeffizienten aus den Verbänden 11 bis 55 (also aus Ländern außerhalb der Top-10-Verbände), der eigentlich über die Qualifikationsrunden hätte einsteigen müssen. Dieser Meister rückt direkt vor, während die Qualifikationsrunden entsprechend angepasst werden.
Beispielhaft hat dies in der Vergangenheit bereits funktioniert: Als Real Madrid 2023/24 die Champions League gewann und gleichzeitig spanischer Meister war, erhielt Schachtar Donezk (ukrainischer Meister) den direkten Platz in der Ligaphase.
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Was passiert mit dem CL-Startplatz, den der SC Freiburg bei einem EL-Sieg bekäme?
Anders sieht das bei einem Europapokal-Triumph des SCF aus. Ein Sieg des SC Freiburg in der Europa League würde zu fünf deutschen Teilnehmern in der Champions League der Saison 2026/27 führen.
Der Gewinner der Europa League qualifiziert sich automatisch für die Ligaphase der nächsten Champions League, unabhängig von seiner Platzierung in der Bundesliga. Liegt Freiburg außerhalb der Top Vier, die die Breisgauer rechnerisch nicht mehr erreichen können, entsteht dadurch ein zusätzlicher CL-Platz für die Liga.
Kombiniert mit einem der sogenannten European Performance Spots, den Deutschland nun jedoch wohl nur durch einen Europapokal-Triumph erhalten dürfte, könnte die Bundesliga sogar sechs Startplätze in der Königsklasse bekommen. Mehr sind nicht möglich.
Wie beeinflusst der DFB-Pokal die das Startrecht an der Europa League?
Der DFB-Pokal beeinflusst die Verteilung der Europapokalplätze, weil der Pokalsieger ein fixes Startrecht in der Europa-League-Gruppenphase der nächsten Saison erhält.
Normalerweise gehen die Plätze eins bis vier der Bundesliga in die Champions League, der Fünfte und der Pokalsieger in die Europa League sowie der Sechste in die Conference League.
Wenn der Pokalsieger jedoch bereits über die Liga oder als Titelträger für die Champions League qualifiziert ist, wandert der Europa-League-Platz an den Sechsten der Tabelle weiter und der Conference-League-Platz an den Siebten. Stand jetzt - nach dem 31. Spieltag - gilt das für beide Pokalfinalisten: den FC Bayern und den VfB Stuttgart.
Belegt der Sport-Club als Europa-League-Sieger Rang sieben, dann geht das Startrecht weiter an die bestplatzierten Bundesliga-Klubs, die aktuell nicht europäisch vertreten wären. Mehr als neun europäische Starter sind jedoch nicht möglich.
Europapokal: Was wäre maximal möglich für die Bundesliga?
Champions League: FC Bayern (sicher dabei), Borussia Dortmund (sicher dabei), RB Leipzig (aktuell 3.), VfB Stuttgart (aktuell 4.), RB Leipzig (aktuell 4.), TSG Hoffenheim (aktuell 5., bei zusätzlichem Startplatz), SC Freiburg (bei Europa-League-Triumph)
Europa League: Bayer Leverkusen (aktuell 6.), Eintracht Frankfurt (aktuell 7., wenn Pokalsieger CL spielt)
Conference League: Aktuell FC Augsburg als 9., da Freiburg 8. ist
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