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Premier League

Mikel Arteta: Wenn er mit dem FC Arsenal jetzt nicht Meister wird, dann nie mehr - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball

Premier League: Englands neues heißes Traumpaar

Videoclip • 01:02 Min


Scheitert Mikel Arteta mit dem FC Arsenal auch diesmal im Meisterkampf der Premier League, wird er diesen Titel mit den Gunners nie mehr holen. Ein Kommentar.

Ob die Spieler des FC Arsenal diesen deutschen Gassenhauer von vor 20 Jahren kennen? Vermutlich nicht – bis auf den gebürtigen Rheinländer Kai Havertz vielleicht.

Aber auch der war damals noch ein Kind, als die kölsche Kultband "Höhner" mit ihrem Song "Wenn nicht jetzt, wann dann?" das deutsche Handballvolk elektrisierte und das DHB-Team gar nicht anders konnte, als 2007 Weltmeister im eigenen Land zu werden.

Und damit zurück in die britische Hauptstadt: Auch in London stellt man sich in dieser Saison die Frage, wann, wenn nicht jetzt, der Arsenal Football Club endlich wieder mal englischer Meister werden will.

Schon vor zwei und vor drei Jahren lagen die Gunners bis in die Schlussphase der Saison aussichtsreich im Rennen, bis sie dann doch irgendwann von Manchester City abgefangen und auf Platz zwei verdrängt wurden.

Damals wie heute stand Mikel Arteta an der Seitenlinie. Seit 2019 trainiert der Spanier den FC Arsenal und hat den Klub in der Folge Stück für Stück nach oben geführt. Von Platz acht über Platz fünf bis auf Platz zwei.

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FC Arsenal hatte schon neun Punkte Vorsprung

Platz eins, die Krönung seines Schaffens im Norden Londons, sollte dann in dieser Saison folgen. Und lange Zeit sah es so aus, als ob das Versprechen nun auch eingelöst werden könnte. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte ManCity wuchs bis Mitte März auf neun Punkte an. Diesmal, so war sich Fußball-England einig, muss Arsenal doch Meister werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Doch nur einen Monat später, nach der 1:2-Niederlage im Topspiel gegen ManCity, muss man die Frage in eine These umformulieren: Wenn es jetzt nicht klappt, klappt es unter Arteta nie mehr!

Denn seit dem 2:0-Erfolg über den FC Everton am 14. März haben die Gunners in der Premier League kein Spiel mehr gewonnen. Dazu kam die Niederlage gegen City im Ligapokal-Finale und das peinliche Aus im FA-Cup beim Zweitligisten FC Southampton.

Jetzt, nach der Niederlage im Liga-Kracher gegen das Team seines Landsmanns Pep Guardiola, ist vom einst stolzen Vorsprung der Arteta-Truppe so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Zwar liegt sie in der Tabelle noch mit drei Punkten und einem Tor vor City. Doch die Skyblues haben auch ein Spiel weniger ausgetragen.

Arteta verschließt die Augen vor der Realität

"Ich glaube heute daran, ich glaube am Mittwoch daran, und ich habe schon vor einer Woche daran geglaubt, weil ich die Spieler jeden Tag sehe und weiß, welches Niveau wir haben", beschwört Arteta nach wie vor den Glauben an den Titel.

Die Realität aber sieht anders aus. Die Tendenz zeigt klar nach unten, und das nicht erst seit Beginn des April, dem statistisch gesehen schlechtesten Monat von Arteta bei Arsenal.

Schon seit Wochen zeigt sich etwa, dass die verletzten Ausnahmekönner Bukayo Saka im Sturm und Mikel Merino im Mittelfeld nicht zu ersetzen sind. Darüber hinaus brachen in Martin Ödegaard, Ricardo Calafiori und Havertz immer wieder wichtige Säulen aufgrund von Blessuren weg.

Gerade jetzt in der entscheidenden Phase der Saison wird somit auch sichtbar, dass Arsenals Kader in der Breite nicht so stark besetzt ist wie der von City – mit der Folge, dass Leistungsträger wie Declan Rice fast immer spielen müssen und mittlerweile auf dem Zahnfleisch daherkommen.

Eine Entwicklung, die auch in der Champions League zu beobachten ist. Hat man die Ligaphase noch mit acht Siegen aus acht Spielen als Tabellenerster abgeschlossen, quälten sich die Gunners gegen Außenseiter Sporting Lissabon mit nur einem Tor in 180 Minuten regelrecht ins Halbfinale.

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Arteta muss flexibler werden

Die fehlende Kaderbreite und die Verletzungsanfälligkeit seiner Spieler können Arteta dabei, wenn überhaupt, nur bedingt angelastet werden. Woran man ihn aber messen kann, ist der Spielstil seiner Mannschaft.

Und da hat der 44-Jährige immer noch keine Antwort darauf gefunden, dass mittlerweile fast alle Gegner ein Mittel gegen die lange Zeit größte Stärke des Teams gefunden haben.

Konnten die ausgeklügelten Standards in der Hinrunde noch kaum verteidigt werden, gelingt es den Gegnern mittlerweile, diese einst schärfste Waffe der Gunners fast komplett auszuschalten.

In den verbleibenden fünf Liga-Spielen muss es Arteta deswegen schaffen, auch andere zuverlässige Wege zum Torerfolg zu finden.

Ansonsten verspielt er auch diesmal die Chance auf die Meisterschaft. Eine Chance, die so groß war wie nie und gerade deshalb im Falle des erneuten Scheiterns langfristige Folgen haben dürfte.

Auch in Anbetracht der riesigen Konkurrenz in der stärksten Liga der Welt wird eine solche Chance für Arteta und Arsenal nicht wiederkommen.

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