Premier League
Schiedsrichter im Chelsea-Spielerkreis: Englischer Top-Klub reagiert nach skurriler Szene
Veröffentlicht:
von Mike Stiefelhagenran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:33 Min
Nachdem ein Schiedsrichter den kontroversen Teamkreis des FC Chelsea störte, zieht der Klub wohl für die Zukunft Konsequenzen.
Kurioses aus London.
Beim FC Chelsea hat eine bizarre Szene vor dem Anpfiff der 0:1-Heimniederlage gegen Newcastle United für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.
Im Mittelpunkt: Schiedsrichter Paul Tierney. Er geriet mitten in den Teamkreis der Blues, als sich die Londoner wie gewohnt im Mittelkreis versammelten.
Trainer Liam Rosenior reagierte im Anschluss deutlich verärgert. Der Coach warf dem Unparteiischen vor sich mit Nebensächlichkeiten beschäftigt zu haben, statt sich auf wesentliche Entscheidungen im Spiel zu konzentrieren.
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Chelsea-Ritual vom Referee gestört
Das Ritual ist bei Chelsea unter Rosenior in den vergangenen Wochen zur festen Gewohnheit geworden.
Vor dem Anpfiff versammeln sich die Spieler im Mittelkreis zu einer kurzen Ansprache, die vor allem von Kapitän Reece James durchgeführt wird.
Beim Spiel gegen Newcastle kam es jedoch zu einer kuriosen Überschneidung: Da Newcastle Anstoß hatte, hielt sich Tierney mit dem Ball im Zentrum auf. Und blieb dort auch stehen, als sich die Chelsea-Profis um ihn herum zum Kreis formierten.
Die Bilder gingen anschließend viral. Selbst aus Sicht des ehemaligen Spitzenschiedsrichters Andy Davies, der die Szene für "ESPN" einordnete, war das Vorgehen Tierneys schwer nachvollziehbar und hätte anders gelöst werden müssen.
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Chelsea-Coach Rosenior sucht Austausch
Davies vertritt dabei die Ansicht, dass Tierney vorbereitet gewesen sein dürfte und möglicherweise verhindern wollte, dass es vor dem Anstoß zu Diskussionen mit dem Gegner kommt. Dennoch sei es kaum verständlich gewesen, weshalb der Referee mit dem Spielball im Zentrum "seinen Raum verteidigte", statt sich in eine neutralere Position zu begeben.
Gerade die Außenwirkung sei problematisch gewesen. Für Davies war es letztlich "eine lächerliche Situation", die das Schiedsrichterwesen, die Premier League und den Spielleiter selbst unnötig in den Fokus rückte.
Rosenior störte sich nach der Partie vor allem daran, dass das Thema überhaupt eine solche Bedeutung bekam. Der Chelsea-Coach betonte, das Ritual sei ein Ausdruck von Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft und keineswegs als Respektlosigkeit gegenüber dem Gegner gedacht.
Nach seinen Worten sollte ein Schiedsrichter seine Aufmerksamkeit eher den spielentscheidenden Szenen widmen als einem kurzen Teamkreis vor dem Anstoß. Rosenior kündigte an, den Vorfall mit der englischen Schiedsrichterorganisation "PGMOL" besprechen zu wollen.
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Chelsea zieht wohl Konsequenzen
Zumal Tierney dann die folgende Partie aus der Chelsea-Pespektive unglücklich leitete. Rosenior verwies dabei auf einen nicht gegebenen Elfmeter in der zweiten Halbzeit.
In England wird generell diskutiert, ob Chelseas Ritual im Mittelkreis unnötig provokant sei oder schlicht ein harmloser Ausdruck von Teamspirit.
Berichten zufolge wird bei Chelsea intern darüber nachgedacht, den Teamkreis künftig nicht mehr exakt im Mittelkreis abzuhalten, um weitere Nebengeräusche zu vermeiden.
Sportlich war es ohnehin ein schlechter Tag. Newcastle gewann an der Stamford Bridge zum ersten Mal seit 14 Jahren, während die Blues im Rennen um die Champions-League-Plätze einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen mussten.
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