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Relegation zur Bundesliga: Dem VfL Wolfsburg muss gegen Paderborn ein Novum im Jahr 2026 gelingen

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball Bundesliga

St. Pauli mit Chancenwucher - Wolfsburg rettet sich in die Relegation

Videoclip • 01:31 Min


Für den VfL Wolfsburg steht am Donnerstagabend alles auf dem Spiel. Um gegen den SC Paderborn in der Relegation die Klasse zu halten, sollte den Wölfen besser etwas gelingen, was seit dem 14. Spieltag in der Bundesliga nicht mehr gelang.

Eigentlich ist die Situation für den VfL Wolfsburg komfortabel – zumindest statistisch. 78 Prozent der Bundesligisten, die in den bisherigen 27 Relegations-Duellen an Start gingen, hielten die Klasse.

Nur sechsmal setzte sich der Zweitligist durch. Engt man die Perspektive auf die letzten 13 Jahre ein, konnte sich nur Union Berlin als Zweitligist gegen den VfB Stuttgart durchsetzen. Das war 2019.

Und es gibt noch mehr statistische Hoffnungsschimmer für den VfL. Gegen den SC Paderborn sind die Wölfe noch ungeschlagen. 2005 gab es das Aufeinandertreffen im DFB-Pokal – in derselben Konstellation als Bundesligist gegen einen Zweitligisten. In den gemeinsamen Bundesliga-Spielzeiten 2014/15 und 2019/20 holte Wolfsburg auswärts zwei Siege, spielte daheim aber zweimal Remis.

Auch der Trend spricht durchaus für die Wolfsburger: Zwar spielten sie die schlechteste Bundesliga-Saison ihrer Geschichte, doch der Endspurt hatte es in sich. Vom 24. bis zum 31. Spieltag stand man auf einem direkten Abstiegsplatz – zeitweise mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang. Mit acht Punkten aus den letzten fünf Partien überholte der VfL noch St. Pauli.

Und auch die eigene Relegationsbilanz sieht gut aus. Zweimal musste Wolfsburg schon antreten. 2017 setzte man sich im Derby gegen Eintracht Braunschweig durch (zweimal 1:0), ein Jahr später gegen Holstein Kiel (3:1 und 1:0). Ein Problem wird man in der Autostadt mit all diesen Zahlen jedoch haben: Sie bringen nicht viel für die anstehenden beiden Spiele.

SC Paderborn hat die passenden Mittel gegen Wolfsburg

Statistik hin oder her: Der SC Paderborn kommt mit ordentlich Selbstvertrauen nach Wolfsburg. Immerhin hat der SCP in der 2. Bundesliga starke 62 Punkte geholt. Auch wenn die Form gegen Ende der Saison nicht mehr überragend war und man eine sehr gute Ausgangslage auf den direkten Aufstieg noch verspielte, kommen die Paderborner aus einer erfolgreichen Saison.

Der SCP hat zudem ein paar Waffen, mit denen er seine Außenseiterrolle vergessen machen kann. Besonders wichtig wird es gegen Wolfsburg sein, Standardsituationen zu verteidigen. Laut "Sportec Solutions" haben die Wölfe in dieser Saison 31 Prozent ihrer Tore nach Standards erzielt.

In der 2. Bundesliga kassierten die Ostwestfalen jedoch mit nur acht Gegentreffern die wenigstens Tore nach Standards. Und gleichzeitig erzielten sie selbst 22 Tore nach ruhenden Bällen, was nur von Arminia Bielefeld (23) übertroffen wurde. Gut möglich, dass das am Ende der beiden Relegationsspiele den Unterschied machen kann.

Generell verfügt Paderborn über eine starke Offensive, erzielte mit 59 Treffern die drittmeisten in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft ist kopfballstark und Trainer Ralf Kettemann kann immer von der Bank nachlegen: 14 Jokertore waren ligaweit Bestwert.

Offensiv wird der Fokus jedoch besonders auf Filip Bilbija liegen, der 2023 vom HSV nach Paderborn wechselte und dort in den 34 Zweitliga-Partien 15 Tore erzielte. Mit 14 Scorerpunkten ist auch Kreativspieler Laurin Curda jemand, auf dem viele Hoffnungen ruhen.

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Hat Hecking Wolfsburgs Defensivschwäche in den Griff bekommen?

Wolfsburg wiederum hatte defensiv in der Bundesliga massive Probleme, kassierte mit 69 Gegentreffern die zweitmeisten der Liga. Aber auch hier gibt es einen Hoffnungsschimmer für den Bundesligisten: Seit Dieter Hecking übernommen hat, hat sich die Abwehrarbeit verbessert. In seinen ersten vier Partien gab es noch zehn Gegentore, in den darauffolgenden fünf waren es nur noch vier.

Für den VfL wird Christian Eriksen eine entscheidende Rolle einnehmen. Der Däne zählt mit seinen neun Assists und drei Pre-Assists zu den besten Vorbereitern der Bundesliga und ist vor allem bei Standardsituationen eine Waffe.

Abstiegskampf kannte der 34-Jährige in dieser Form bisher nicht. Es wäre für ihn das erste Mal, dass er mit einem Klub absteigt. In Wolfsburg hat man aufgrund der Leistungssteigerung zuletzt aber wieder das Selbstbewusstsein gefunden, das es braucht, um dieses erste Mal zu verhindern.

Bundesliga-Relegation: Favoritenrolle klar verteilt, aber ...

Nicht nur Standardsituationen könnten im Relegationsduell eine entscheidende Rolle einnehmen, auch Gelbsperren sind ein Faktor. Wolfsburg muss bereits im Hinspiel auf Vinicius Souza verzichten, Paderborn auf Mika Baur. Beide sind im Mittelfeld jeweils sehr wichtig für die Stabilität ihres Teams.

Doch es könnte im Rückspiel noch schlimmer kommen. Eriksen, Mattias Svanberg und Patrick Wimmer sind beim VfL gefährdet, Bilbija, Nick Bätzner, Felix Götze, Kennedy Okpala und Tjark Scheller beim SC. Außerdem hat der verletzte Raphael Obermair vier Gelbe Karten auf seinem Konto.

Die Favoritenrolle liegt sehr klar beim VfL Wolfsburg. Da geht es nicht nur um Statistiken, sondern auch um finanzielle Mittel und individuelle Qualität. Doch wer Paderborn in dieser Saison gesehen hat, weiß auch, dass sie Qualitätsunterschiede mit viel Laufarbeit, Aggressivität und Leidenschaft ausgleichen können.

Und einen weiteren Fakt gibt es da auch noch, der dem Zweitligisten Hoffnung geben könnte: Nur zweimal gelang es dem VfL, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. 2026 haben sie das noch gar nicht geschafft. Zuletzt gab es am 13. und 14. Spieltag zwei Siege in Serie – gegen Union und Gladbach. Zuvor schafften sie es gegen den SV Hemelingen im DFB-Pokal und am 1. Spieltag in Heidenheim.

Nach dem Sieg gegen den FC St. Pauli muss nun also etwas passieren, was den Wolfsburgern lange nicht vergönnt war. Wobei vergönnen ein eher unpassendes Verb sein dürfte für einen derart reichen Klub, der es in der Bundesliga gerade so auf 29 Punkte geschafft hat.

Und all das führt unter dem Strich dann dazu, dass die Ausgangslage für Wolfsburg vielleicht doch etwas weniger komfortabel ist, als man auf den ersten Blick glaubt.

Alle Relegationsspiele zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga sowie zwischen der 2. und 3. Liga gibt es vom 21. bis 26. Mai 2026 jeweils ab 19:50 Uhr live in SAT.1 und im kostenlosen Livestream auf Joyn.

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