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WM 2026 - 35 Spieler im England-Kader: Was hat Thomas Tuchel vor?

Aktualisiert:

von Luis Woppmann

ran Fußball

Frankreich-Stars am Kochen! Fashionshow oder Nationalmannschaft?

Videoclip • 01:36 Min


Thomas Tuchel hat den England-Kader für die letzte Länderspielpause vor dem Start der Weltmeisterschaft im Juni bekanntgegeben - und dabei für reichlich Verwirrung gesorgt. Was hat es mit dem XXL-Kader von Tuchel auf sich?

Seit über einem Jahr ist Thomas Tuchel Trainer der englischen Nationalmannschaft. Bis auf eine Testspiel-Niederlage gegen den Senegal gab es ausschließlich Siege für den ehemaligen Bayern-Trainer, in der WM-Qualifikation kassierte man zudem kein einziges Gegentor.

Im Sommer steht für Tuchel mit der Weltmeisterschaft das erste große Turnier an. Mit dem jüngsten Kader hat der 53-Jährige allerdings für reichlich Verwirrung gesorgt. Der Grund: Er nominierte insgesamt 35 Spieler.

Den Grund dafür erklärte er auf der anschließenden Pressekonferenz: "Wir haben beschlossen, zwei Gruppen zu bilden." Eine erste, verkleinerte Gruppe soll das Spiel gegen Uruguay bestreiten. Anschließend sollen "zehn bis elf Spieler" wieder abreisen. Die anreisenden und sich bereits im Training befindlichen Spielern sollen dann den Kader für das zweite Spiel gegen Japan bilden.

Trotz der Größe des Kaders fehlt Trent Alexander-Arnold im Aufgebot. Dazu sagte Tuchel: "Ich weiß sehr genau, was Trent der Mannschaft geben kann. Ich kenne seine Qualitäten in- und auswendig. Es ist eine harte Entscheidung gegen ihn, ebenso wie gegen Ollie Watkins oder Luke Shaw. Aber solche sportlichen Abwägungen gehören zum Job."

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Nach drei Jahren: Tuchel holt Ben White zurück

Dagegen kehrt Ben White nach dem Ausfall von Jarell Quansah nach über drei Jahren wieder in die Nationalmannschaft zurück. Der Arsenal-Verteidiger wollte unter Gareth Southgate nicht mehr nominiert werden. Der Grund war offenbar, dass er sich während der WM 2022 mit Co-Trainer Steve Holland gestritten haben soll. Danach reiste White mitten im Turnier ab und lief seitdem nicht mehr für sein Heimatland auf.

Generell stellt sich aber die Frage, wie sinnvoll ein solcher XXL-Kader wenige Monate vor der WM überhaupt sein kann. Tuchel erklärte: "Wir laden Spieler ein, die wir noch nicht gesehen haben und die noch nicht so viel gespielt haben, um uns einen besseren Überblick zu verschaffen und den Wettbewerb um Flugtickets in die USA anzukurbeln."

Grundsätzlich ist das sicherlich keine schlechte Idee, im Hinblick auf nur noch vier verbleibende Testspiele vor dem WM-Auftakt gegen Kroatien wäre es aber wahrscheinlich sinnvoller, wenn sich der Kader einspielen könnte und sich bis zum Turnierstart nur noch wenig ändert.

Spieler wie Torhüter Jason Steele - der wohlgemerkt kein einziges Premier-League-Spiel in dieser Saison bestritten hat - haben ohnehin keine realistische Chance darauf, im endgültigen Aufgebot für die WM zu stehen, also warum jetzt nominieren? Doch so oder so: Am Ende wird das passieren, was Tuchel schon kennt - er wird am Erfolg bei der WM gemessen.

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