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Fußball

DFB-Team: Kritik von Uli Hoeneß an Julian Nagelsmann ist hart, aber richtig  – Kommentar

Veröffentlicht:

von Martin Jahns

ran Fußball Bundesliga

BVB-Stars sagen Goodbye - kaum Wehmut im Netz

Videoclip • 01:51 Min


Uli Hoeneß poltert wieder gegen Julian Nagelsmann. So unpassend sein Timing kurz vor der WM auch sein mag: Inhaltlich stellt er genau die Fragen, die auch vielen Fans des DFB-Teams unter den Nägeln brennen – ein Kommentar.

Uli Hoeneß lässt nicht locker.

Wenige Tage nach seinem ersten Rundumschlag gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann legte Uli Hoeneß im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" noch einmal nach.

"Wenn es Deutschland gelingt, eine Mannschaft zu werden, obwohl der Trainer es nicht geschafft hat, zweimal hintereinander mit derselben Elf zu spielen – dann haben wir eine Chance", kritisierte Hoeneß den Bundestrainer.

Hart formuliert, zweifellos. Aber ganz von der Hand zu weisen ist der Vorwurf nicht: Eine Achse von Führungsspielern, die Nagelsmann nach der EM 2024 weggebrochen ist, fehlt dem Bundestrainer auch knapp zwei Jahre danach.

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Hoeneß stellt die Fragen, die Fußball-Deutschland beschäftigen

Auf zahlreichen Schlüsselpositionen herrscht kurz vor WM-Beginn Unsicherheit. So fragt Hoeneß: "Wer ist unser Mittelstürmer? Wer spielt Torwart? Wer rechter Verteidiger, wer linker?" Damit spricht Hoeneß genau die Fragen aus, die Millionen Fans schon seit Monaten stellen.

Beispiel Sturmzentrum: Nick Woltemade, auf den Nagelsmann in der WM-Qualifikation in der Startelf setzte, kommt bei Newcastle United seit Wochen nur noch als Notnagel für die letzten Spielminuten zum Einsatz.

Deniz Undav wiederum wurde von Nagelsmann in der jüngsten Länderspielphase öffentlich kritisiert, bevor sich der Bundestrainer später entschuldigte. Solche Episoden verstärken den Eindruck, dass beim DFB nicht alles ruhig und klar wirkt.

Daran knüpft auch Hoeneß’ Angriff auf Nagelsmann an. "Unser Bundestrainer glaubt, er gewinnt das Spiel. Nein, die Mannschaft gewinnt das Spiel", sagte der 74-Jährige. Gemeint ist damit weniger ein persönlicher Seitenhieb als eine grundlegende Warnung: Ein Nationalteam braucht weniger Selbstinszenierung und mehr Stabilität.

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Bayern-Kollektiv als Gegenbeispiel

Als Gegenbeispiel nannte Hoeneß den FC Bayern München unter Vincent Kompany, der mit einem kleineren Kader zuletzt beeindruckenden Fußball spielte. Auch das passt zu seiner Botschaft: Nicht große Worte entscheiden, sondern ein funktionierendes Kollektiv.

Hoeneß’ Ton mag überzogen sein, sein Timing fragwürdig. Doch die unbequeme Wahrheit dahinter bleibt: Kurz vor der WM braucht Nagelsmann weniger Debatte über seine Person als endlich verlässliche Antworten auf dem Platz.

Genau deshalb legt Hoeneß zwar unsanft, aber nicht völlig unberechtigt den Finger in die Wunde.

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