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WM-Gruppengegner im Fokus

WM 2026: Elfenbeinküste stellt das DFB-Team defensiv vor ein Dilemma

Aktualisiert:

von Julian Bachmann

17:30 SAT.1 Bayern

Chancen für Deutschland? Fußball-WM-Check von Thomas Müller

Videoclip • 01:25 Min • Ab 12


Wie Deutschland feiert auch die Elfenbeinküste eine Auftakterfolg bei der WM 2026. Im direkten Duell geht es möglicherweise schon um den Gruppensieg. Was macht die Ivorer so stark?

An Selbstvertrauen sollte es Deutschlands Gruppengegner Elfenbeinküste nach dem 10-Erfolg zum WM-Auftakt nicht mangeln. Natürlich ist die DFB-Elf ein anderes Kaliber - der 2:1-Erfolg gegen im Test gegen Frankreich zuvor zeigt aber, dass die Ivorer auch Top-Nationen  vor Probleme stellen können. Der Kader der "Elefanten" ist gespickt mit vielen Stars. Daher gehen die Ivorer zielstrebig ins Turnier.

"Wir sind nicht nur hier, um teilzunehmen. Wir wollen Geschichte schreiben", sagte Yan Diomande nach dem ersten Gruppenspiel. Und weiter: "Wir sind mit der Mentalität gekommen, alles zu gewinnen." Deutschland sei zwar "eines der größten Teams der Welt", das Wichtigste sei nun aber, "ruhig und entspannt" zu bleiben.

Erstmals seit 2014 ist die Elfenbeinküste wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei. Noch nie schaffte es der Afrikameister von 2024 in die K.o.-Phase. Das soll sich diesmal ändern.

Womöglich geht es im direkten Duell schon um den Gruppensieg für Deutschland. Dann würde man im Sechzehntelfinale auf einen der acht besten Gruppendritten treffen.

Elfenbeinküste: Diomande ist der große Star

Offensivspieler Amad Diallo von Manchester United stellt klar: "Alle sind hier, um ihr Bestes zu geben, ihr Maximum [...] es ist der Traum eines jeden von uns, bei der WM so weit wie möglich zu kommen."

Das Team um Bundesliga-Star Diomande von RB Leipzig ist mit drei Punkten auf dem besten Weg in die K.o.-Phase.

Der Mann, der womöglich in diesem Sommer der Rekordtransfer der Bundesliga wird, ist der X-Faktor dieser Mannschaft. Es könnte sein Turnier werden.

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Elfenbeinküste: Offensiv-Power vom Allerfeinsten

Die Elfenbeinküste bringt eine Mischung aus Athletik, Tempo, Zweikampfstärke und Offensivdrang mit. Die großen Namen aus der goldenen Generation um Didier Drogba, Yaya Toure und Kolo Toure sind zwar Vergangenheit, doch die neue Mannschaft hat enorme Qualität.

Sportlich ist das Team vor allem in der Offensive spannend. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die Flügelflitzer Diomande und Diallo. Beide bringen ein unfassbares Tempo auf den Platz und sind im Eins-gegen-eins kaum zu stoppen. Auch Stürmer Simon Adingra von der AS Monaco sorgt für Dynamik in der Offensive. Auf die deutschen Außenverteidiger, Nathaniel Brown und Joshua Kimmich, kommt eine knifflige Aufgabe zu.

Beide haben ihre Stärken vor allem im Spiel nach vorne und in der Rückwärtsbewegung manchmal Defizite - gerade wenn die Gegner dermaßen schnell auf den Beinen sind.

Diomande kam in der vergangenen Bundesliga-Saison auf 21 Scorerpunkte (zwölf Tore, neun Vorlagen) in 33 Spielen und gilt als einer der Shooting-Stars der Liga. Kein Wunder, dass die Transfergerüchte um den 19-Jährigen nur so brodeln. Mit dem FC Liverpool und Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain sollen zurzeit zwei kaufkräftige Top-Klubs um das Talent werben. Aber die Leipziger sollen eine Summe von 150 Millionen Euro aufrufen und haben angesichts eines Vertrags bis 2030 die Argumente auf ihrer Seite.

Mit Nicolas Pep und Ange-Yoan Bonny haben die Ivorer zwei weitere Spieler in der Offensive, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden.

Verzichten müssen die Ivorer dagegen auf Frankfurt-Stürmer Elye Wahi. Der konnte bei der Eintracht zwar nicht überzeugen, ist für die afrikanische Mannschaft aber dennoch wichtig.

Der Kader der Elfenbeinküste zeichnet sich aber nicht nur durch eine starke Offensive aus.

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Defensives Bollwerk mit Weltstar-Bruder

Hinter der dynamischen Offensive befindet sich ein Mittelfeldzentrum, das es in sich hat. Atalanta Bergamo, die AC Mailand und der FC Barcelona waren Stationen von Kapitän Frank Kessie. Aktuell steht er bei Al-Ahli in Saudi-Arabien unter Vertrag und gilt als Dreh- und Angelpunkt.

Neben ihm agiert unter anderem Seko Fofana, ein Spieler, der viel Erfahrung auf höchstem Niveau gesammelt hat. Zuletzt lief der 31-Jährige für den FC Porto auf, ist nach der WM aber nach aktuellem Stand wieder im Trikot von Stade Rennes zu sehen.

Ibrahim Sangare vervollständigt das Zentrum im Mittelfeld. Mit seinen 1,91 Metern hat er eine unfassbare Präsenz auf dem Platz, was ihn für Nottingham Forest in der Premier League so wichtig macht.

In der Abwehrkette stehen mit Ousmane Diomande, Evan Ndicka, Odilon Kossounou und Wilfried Singo mehrere international erfahrene Profis. Mit Bayer Leverkusen gewann Odilon Kossounou die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Vergangene Saison lief er für Atalanta Bergamo auf und entwickelte sich in Italien zur absoluten Stammkraft in der Defensive.

Besonders aufmerksam wird man bei dem Namen Guela Doue. Der 23-jährige Rechtsverteidiger ist der ältere Bruder von PSG-Star Desire Doue und läuft in der Ligue 1 für Racing Straßburg auf. Im Testspiel gegen die Franzosen trug Doue mit seinem Ausgleich (63.) und seinem Assist zum Siegtreffer maßgeblich zum Sieg bei.

Zweifellos hat die Elfenbeinküste die Qualität, die Gruppenphase zu überstehen. Auch das DFB-Team sollte die Afrikaner nicht unterschätzen, denn das wird ein ganz anderer Maßstab als Curacao.

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