- Anzeige -

Fußball

WM 2026: Gewinner und Verlierer des Viertelfinals – Bellingham und Kone hui, Embolo pfui

Veröffentlicht:

von Marcus Giebel

ran Fußball

WM 2026: Mats Hummels mit Lobeshymnen über seinen Ex-Mitspieler Bellingham

Videoclip • 02:05 Min


Im Viertelfinale der WM ragt nicht nur Jude Bellingham mit seinem Doppelpack heraus. Mikel Merino liefert beinahe schon Business as usual. Zwei Torhüter patzen entscheidend und ein Stürmer fliegt wegen einer Flugeinlage. Die Gewinner und Verlierer der Runde.

Vier Mal Viertelfinale, vier Mal setzte sich der Favorit durch. Auch wenn England und Argentinien die Verlängerung benötigten, um sich das Halbfinale zu verdienen, ist nun klar: Bei der WM 2026 wird es keinen Premieren-Champion geben.

Mit Argentinien, Frankreich und Spanien sind drei der vergangenen vier Weltmeister-Nationen noch im Rennen. Hinzu kommen eben die "Three Lions", die seit 60 Jahren dem zweiten Triumph hinterherjagen.

Wer hat sich beim drittletzten Schritt zum Titel besonders hervorgetan? Wer erlebte einen Auftritt zum Vergessen? ran präsentiert Gewinner und Verlierer zum Viertelfinale.

Gewinner: Manu Kone (Frankreich)

Bislang musste sich Manu Kone die Rolle im zentralen Mittelfeld der Franzosen an der Seite von Adrien Rabiot mit Aurelien Tchouameni teilen. Dass er gegen Marokko den Vorzug vor dem Profi von Real Madrid bekam, überraschte durchaus. Doch der Ex-Gladbacher bewies mit seiner blitzsauberen Leistung, dass Trainer Didier Deschamps mit seiner Wahl goldrichtig lag.

Zweikampfstark, mit einigen wichtigen Balleroberungen und Zug nach vorne, verhalf er der "Equipe Tricolore" zum hart erarbeiteten Sieg. Damit dürfte er sich gegenüber Tchouameni fürs Halbfinale deutlich in die Pole Position manövriert haben.

- Anzeige -
- Anzeige -

Nächste Fußball-Livestreams auf Joyn

  • Bald verfügbar

    Samstag, 18.07. 11:00 • Fussball

    Sport1 Doppelpass zur WM in USA, Kanada und Mexiko

    Verfügbar auf Joyn

    150 Min

    Bald verfügbar

    Samstag, 18.07. 11:00 • Fussball

    Sport1 Doppelpass zur WM in USA, Kanada und Mexiko

    Verfügbar auf Joyn

    150 Min

  • Bald verfügbar

    Sonntag, 19.07. 19:30 • Fussball

    Das aktuelle Sportstudio im Livestream

    Verfügbar auf Joyn

    90 Min

    Bald verfügbar

    Sonntag, 19.07. 19:30 • Fussball

    Das aktuelle Sportstudio im Livestream

    Verfügbar auf Joyn

    90 Min

Gewinner: Mikel Merino (Spanien)

Erneut wurde Mikel Merino zum Matchwinner. Traf der Profi vom FC Arsenal im Achtelfinale der Spanier gegen Portugal sechs Minuten nach seiner Einwechslung zum Start in die Nachspielzeit zum entscheidenden 1:0, benötigte er beim 2:1 gegen Belgien nur zwei Minuten bis zu seinem Siegtreffer. Der einstige Dortmunder unterstreicht also, dass er ein Joker par excellence ist. Was das DFB-Team vor zwei Jahren bereits zu spüren bekam.

Obwohl Merino vor der WM monatelang verletzt ausfiel, ist er für Nationaltrainer Luis de la Fuente unverzichtbar. In jeder der sechs Partien kam er zum Einsatz. Und spätestens jetzt ist jedem klar: Wird es für die "Furia Roja" einmal eng, kann der Linksfuß den Unterschied machen. Kein Wunder, dass ihn ein Reporter direkt nach dem jüngsten Sieg als "beliebtesten Mann Spaniens" betitelte.

Gewinner: Jude Bellingham (England)

Die Engländer bekamen in ihrem Viertelfinale zu spüren, warum den Norwegern der Beiname Favoritenschreck verliehen wurde. Wirklich viele Ideen hatte das Team von Trainer Thomas Tuchel nicht, als Jude Bellingham die Sache in die Hand nahm. Kurz vor der Pause entwischte der Ex-Dortmunder nach Zuspiel von Aaron Gordon im Zentrum allen Verteidigern und verwandelte eiskalt. Eine Weltklasse-Aktion!

Zu Beginn der Verlängerung bewies Bellingham dann beim 2:1-Siegtreffer den richtigen Riecher, als er nach dem Distanzschuss von Morgan Rogers richtig antizipierte und den Patzer von Keeper Örjan Nyland eiskalt ausnutzte. Es war der zweite Doppelpack des Profis von Real Madrid nacheinander, denn schon zum 3:2 über Mexiko brachte er England auf die Siegerstraße. Vor Turnierbeginn stand er durchaus in der Kritik, mittlerweile will sich wohl niemand im Mutterland des Fußballs ausmalen, wie die WM ohne seine Tore verlaufen wäre.

Neueste WM-Videos


- Anzeige -
- Anzeige -

Verlierer: Senne Lammens (Belgien)

Nur gut 20 Spielminuten dauerte die WM für Senne Lammens. Dabei blieben dem Backup von Thibaut Courtois kaum Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen. Doch eine Szene wird ihn wohl für den Rest seines Lebens verfolgen. Vor dem schon erwähnten 1:2 durch Merino ließ der Schlussmann von Manchester United einen unplatzierten Schuss von Pau Cubarsi prallen und ermöglichte so den spanischen Treffer.

Seine Rolle war dabei ohnehin undankbar. Die gesamte WM verfolgte Lammens von der Bank aus, immerhin weiß Belgien einen Weltklasse-Keeper zwischen den Pfosten. Weil sich eben jener Courtois am Oberschenkel verletzte, wurde er plötzlich ins kalte Wasser geworfen. Es war erst sein drittes Länderspiel. Die Spanier hatten in dieser Schlussphase Oberwasser, seine Vorderleute wurden immer tiefer hinten reingedrängt. Bis zu jenem verhängnisvollen Moment, als Cubarsi zu viel Platz hatte und Lammens den Ball nicht festhalten konnte.

Verlierer: Örjan Nyland (Norwegen)

Im Laufe des Turniers stieg Örjan Nyland mehr und mehr zum heimlichen Helden der norwegischen Nationalmannschaft auf. Mit seinen Paraden verhalf er dem Team bis ins Viertelfinale. Besonders gegen Brasilien stellte er mit überragenden Reflexen samt gehaltenem Elfmeter von Bruno Guimaraes beinahe sogar Superstar Erling Haaland in den Schatten.

Umso brutaler war die folgende Bruchlandung gegen England. Denn deren Siegtreffer begünstigte der ehemalige Ingolstädter, weil er den Ball nach Rogers' Schuss nicht festhalten konnte. Sein erster großer Fehler bei seinem ersten großen Turnier war also ein folgenschwerer.

Da passte es ins Bild, dass vor dem 1:1 ein Abschlag Nylands quasi zum Bumerang wurde, denn der Ball soll von einem in der Luft hängenden Kamera-Kabel abgefälscht worden sein. So schnappte sich Elliot Anderson die Kugel und initiierte den Angriff, der zum Ausgleich führte. Schwacher Trost: Nach diesem Turnier dürfte Nyland nicht mehr lange vereinslos bleiben, denn sein Vertrag beim FC Sevilla lief Ende Juni aus.

Verlierer: Breel Embolo (Schweiz)

Bereits vor dem Spiel gegen Argentinien war klar, dass auf Breel Embolo Schwerstarbeit warten würde. Als einziger zentraler Angreifer sah sich der Ex-Gladbacher einer der besten Abwehrreihen der Welt gegenüber. Da die "Albiceleste" den Schweizern weitgehend das Spielgerät überließ, war Embolo umso mehr gefordert. Er steckte wie gewohnt ein, wusste aber auch auszuteilen.

So kassierte der bullige Stürmer kurz vor der Pause für ein Foul gegen Leandro Paredes die Gelbe Karte. Diese sollte noch Folgen haben. Denn nach 72 Minuten ging Embolo im Duell mit dem Profi der Boca Juniors erneut zu Boden. Allerdings wegen einer Schwalbe. Der Schiedsrichter fiel zwar auf dieses Schauspiel herein und zeigte zunächst Paredes Gelb. Doch neuerdings darf der VAR auch in solchen Situationen aushelfen und tat dies auch. So drehte der Unparteiische seine Entscheidung und schickte Embolo mit Gelb-Rot unter die Dusche.

Es war sein erster Platzverweis im 92. Länderspiel. Einen schlechteren Zeitpunkt für diese Premiere hätte es kaum geben können. Da half es Embolo auch nicht, dass sich sein Trainer Murat Yakin über den VAR-Eingriff echauffierte und auf die Schiedsrichter-Entscheidung schimpfte. Letztlich war diese freiwillige Flugeinlage der Anfang vom Ende der Schweizer bei dieser WM.

Auch interessant: Lionel Messi soll sich Schiedsrichter zur Brust genommen und Ansage gemacht haben

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken