Motorsport
Formel 1 - GM-Hammer offiziell! Neues elftes Team kommt 2026 hinzu
Aktualisiert:
von SIDDie Formel 1 freut sich auf Zuwachs
Bild: IMAGO/Philippe Nanchino/SID/IMAGO/Philippe Nanchino
Die Formel 1 expandiert weiter und öffnet die Tür für einen Einstieg von General Motors (GM). Bereits nächstes Jahr ist Neuling Audi dabei. 2026 kommt noch ein elftes Team hinzu.
Die Königsklasse informierte am Montag über die "grundsätzliche Einigung" mit dem US-Hersteller, der ab 2026 unter dem Namen "Cadillac" als elfter Rennstall an den Start gehen wird. Ab diesem Zeitpunkt greift das neue Regelwerk, auch der deutsche Hersteller Audi wird dann in der Formel 1 dabei sein.
Bei General Motors ist die Freude darüber groß - Präsident Mark Reuss erklärt: "Die Formel 1 ist der Gipfel des Motorsports und verlangt grenzüberschreitende Innovationen und Spitzenleistungen. Es ist eine Ehre für General Motors und Cadillac, der weltweit führenden Rennserie beizutreten, und wir verpflichten uns, mit Leidenschaft und Integrität zu konkurrieren, um den Sport für Rennfans auf der ganzen Welt aufzuwerten."
"Das Commitment von General Motors und Cadillac bei diesem Projekt ist ein wichtiger und positiver Beweis für die Entwicklung unseres Sports", sagte auch Formel-1-Boss Stefano Domenicali.
GM-Präsident Mark Reuss bezeichnete die Formel 1 als "höchste Klasse des Motorsports". Sie erfordere "bahnbrechende Innovation und Spitzenleistung."
Andretti nicht Namensgeber
Vom Namen des US-Teams Andretti war in der Pressemitteilung der Formel 1 nichts zu lesen. Dabei treibt die bekannteste Motorsport-Marke der USA das Formel-1-Engagement schon lange voran, 2023 erhielt das Projekt dann auch Grünes Licht durch den Automobil-Weltverband FIA. Die Formel 1 als kommerzieller Rechteinhaber zeigte allerdings wenig Bereitschaft, das derzeit einträgliche Geschäft mit einem weiteren Team zu teilen - und erteilte Anfang 2024 vorerst eine Absage, erst 2028 sei ein Einstieg denkbar.
Andretti, das aus eigener Sicht alle Vorgaben erfüllte, sah einen Verstoß gegen das Kartellrecht und schaltete den US-Kongress ein, das Justizministerium des Landes befasste sich daraufhin mit dem Fall. Die Verhandlungen liefen vor diesem Hintergrund weiter und führten nun zu einer Lösung.
Michael Andretti, Sohn des einstigen Formel-1-Weltmeisters Mario Andretti, hatte sich mit seinem forschen Auftreten wenig Freunde im Fahrerlager gemacht, er wechselte nun in eine Berater-Rolle. Geldgeber Dan Towriss übernahm die Leitung des Projekts.
Die Arbeiten an Chassis und Aerodynamik für das Reglement ab 2026 hatte Andretti in diesem Jahr bereits vorangetrieben. In Silverstone entstand eine Fabrik, zudem wird der Toyota-Windkanal in Köln genutzt.
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