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Olympia 2026: Franziska Preuß beklagt "Psychoterror" auf Social Media
Aktualisiert:
von SIDran Olympia
Olympia: Biathlon-Legende Franziska Preuß beendet ihre Karriere
Videoclip • 01:04 Min
Auch Franziska Preuß hat nach ihrem letzten Karriererennen den Umgang mit Sportlerinnen und Sportlern in den Sozialen Medien kritisiert.
"Ich habe die letzten Tage schon gemerkt, was alles so abgelaufen ist", sagte die Biathletin nach dem olympischen Massenstart am Samstag in Antholz: "Dieser Psychoterror, wenn die Leute sagen, schau bloß nicht auf Social Media, was da wieder geschrieben wird. Da denkt man sich schon, wie krass das ist."
Preuß hatte bei ihrer Medaillenjagd bei den Winterspielen in Norditalien immer wieder sportlich bittere Rückschläge kassiert. "Aus Selbstschutz" habe sie deswegen "die letzten Tage wenig Zeit auf Social Media verbracht", sagte die Bayerin nun nach ihrem abschließenden 28. Platz im Massenstart.
"Man ist ja immer noch ein Mensch. Ich habe weder was Kriminelles gemacht oder wen umgebracht. Es ist einfach Sport. Dass man das alles erleben muss, ist mir keine Medaille wert", sagte Preuß.
Sportdirektor Felix Bitterling hatte schon zuvor die zunehmende Verunglimpfung seiner Athletinnen und Athleten im Internet angeprangert. Es gehöre "leider dazu und ist als Sportler ein Stück weit Part of the Game, dass man das auch aushalten muss", führte Preuß, die am Freitag das Ende ihrer Laufbahn mitgeteilt hatte, nun weiter aus: "Aber wenn es persönlich wird, ist es definitiv nicht so schön. Manchmal werden Grenzen überschritten."
Vanessa Voigt: "Dieses Instagram braucht kein Mensch"
Teamkollegin Vanessa Voigt hatte schon nach dem Einzel in der ersten Olympia-Woche eine eigene Social-Media-Pause angekündigt. "Ich war jetzt die letzten Tage wirklich die glücklichste Person. Dieses Instagram, das braucht einfach kein Mensch", sagte die 28-Jährige, die "am liebsten" eine Karriere "ohne Social Media" gehabt hätte.
"Es war die richtige Entscheidung, dass ich das gemacht habe, dass ich diese App gelöscht habe", sagte Voigt: "Ich konnte mich voll und ganz auf meine Rennen konzentrieren, ich konnte das andere einfach ausblenden."
Nun werde sich die Thüringerin, die im Massenstart als Siebte beste Deutsche war, die App aber wieder herunterladen. "Wahrscheinlich wird es mich erstmal wieder komplett überfordern", meinte Voigt: "Jetzt kommen dann auch wieder die Sponsoren ins Spiel. Das ist vertraglich alles festgelegt und da kommt man einfach nicht raus als Sportler."
Es gehöre "verständlicherweise zum Beruf dazu", sagte sie, "aber ja, die einen oder anderen Kommentare würde ich gerne einfach nur überlesen".
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