Auch bears kriegen ihr Fett weg
Gewinner und Verlierer des 8. NFL-Spieltags: Clownshow New York Jets - Jameis WINston
Aktualisiert:
von Kai Esser
Bild: Imago
Beinahe die Hälfte der Regular Season der NFL 2024 ist bereits Geschichte. Spieltag acht lieferte Comebacks, Geschichten und Hail Marys wie kein Zweiter. Die Gewinner und Verlierer.
Von Kai Esser
Aufgrund der Zeitumstellung in Deutschlanddurften sich die Fans hierzulande bereits eine Stunde früher auf NFL-Action am Sonntag freuen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Upsets hier, Hail Marys da, Comeback-Siege dort. Woche acht hatte beinahe alles.
Vor allem hatte sie aber Gewinner und Verlierer. ran nennt fünf Spieler für jede Kategorie.
Gewinner: Jalen Hurts (Philadelphia Eagles)
Es gab wohl kaum einen Fan, der in den vergangenen anderthalb Jahren nicht mindestens einmal diesen Satz dachte. "Ist Jalen Hurts vielleicht gar nicht so gut?" Nach diesem Wochenende fragt sich das jedenfalls niemand.
Beim souveränen 37:17 gegen die Cincinnati Bengals war Jalen Hurts für vier Touchdowns verantwortlich, neben drei erlaufenen Scores setzte er einen tollen 45-Yard-Pass in die Endzone auf DeVonta Smith. Genau so viele Total Touchdowns wie nicht angekommene Pässe bei 236 Yards. Noch Fragen?
Gewinner: Jameis Winston (Cleveland Browns)
Wann immer die Cleveland Browns auf einen Backup-Quarterback zurückgreifen müssen, wird der Trade von Deshaun Watson ad absurdum geführt. Letzte Saison war es Joe Flacco, nun Jameis Winston.
Das Wichtigste zur NFL
Beim 29:24 gegen die Baltimore Ravens gab es nicht nur einen wichtigen Division-Sieg, sondern auch ein Comeback, endlich mal wieder mehr als 300 Passing Yards und endlich wieder mehr als 20 Punkte. Warum erwähnen wir das? Weil das Watson zuletzt gefühlt gelang, als Corona nur eine Biermarke war.
Gewinner: Puka Nacua (Los Angeles Rams)
Sorgenvoll wurde auf die Los Angeles Rams geblickt. Ist Matthew Stafford noch in der Lage, ein guter NFL-Quarterback zu sein oder ruft bereits die Rente? Können die Rams die Verletzungssorgen kompensieren?
Antwort: Müssen sie gar nicht mehr. Beim 30:20 gegen die Minnesota Vikings kehrte Wide Receiver Puka Nacua von der Injured-Reserve-Liste zurück und setzte gleich ein Ausrufezeichen. Sieben Catches für 106 Yards, nur ein Touchdown fehlte für die traumhafte Rückkehr. Mit ihm und Cooper Kupp sind die Rams wieder ernstzunehmend.
Gewinner: Jacoby Brissett (New England Patriots)
Es waren keine einfachen Wochen für Jacoby Brissett. Erst wurde er von Head Coach Jerod Mayo ausgemustert, danach gab es Kritik aus den lokalen Medien. Brissett sei kein Starter (mehr), hieß es dort.
Gegen die New York Jets musste "Coby" wieder rein für den verletzten Drake Maye und zeigte, dass er sehr wohl noch völlig zurecht einen Platz in dieser Liga hat. Mit einem Quarterback-Rating (Skala von 0-100) von 75,5 lieferte er einen der besten Werte des Spieltags und zur Krönung gabs noch einen Game Winning Drive gegen den verachteten Rivalen aus New York (25:22).
Gewinner: Bo Nix (Denver Broncos)
Regelrecht geunkt wurde über Bo Nix, als er einen eher langsamen Start in die Saison hatte. Zweistellige Anzahl Passing Yards sind nicht das, was man von seinem First Round Rookie Quarterback erwartet.
In Woche acht gelang Nix jedoch eine tolle Vorstellung. Ja, gegen nahezu wehrlose Carolina Panthers, aber 284 Yards bei 76 Prozent angekommenen Bällen und vier Touchdowns insgesamt sind ein klares Statement. Auf ihn zu setzen war die richtige Wahl von Sean Payton.
Verlierer: Tyrique Stevenson (Chicago Bears)
Man muss es erst einmal schaffen, sich so zu blamieren, wie es Tyrique Stevenson gemacht hat. Sein Desaster ist zumindest in dieser Saison einzigartig.
Beim Stand von 15:12 für die Chicago Bears und noch einem letzten Hail Mary Play der Washington Commanders hielt er es für nötig, die gegnerischen Fans zu verhöhnen. Nur weil diese ihn darauf hinwiesen, dass gleich ein langer Ball kommt, schaltete Stevenson überhaupt erst wieder in den Passverteidiger-Modus.
Wer an Karma glaubt, der wurde in der anschließenden Szene jedoch bestärkt. Stevenson hechtete zum Ball und pritschte ihn so genau auf Tight End Noah Brown, der das 18:15 für die Commanders erzielte und Maryland in ein Tollhaus verwandelte. Stevensons spätere Entschuldigung auf Twitter kam auch nur bedingt gut bei den Bears-Fans an.
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Verlierer: Trevon Diggs (Dallas Cowboys)
Der nächste Passverteidiger, der noch einiges im Umgang mit Anderen lernen muss: Trevon Diggs von den Dallas Cowboys. Nicht nur spielt der ehemalige All Pro Cornerback eine Saison zum Vergessen, nach der Niederlage bei den San Francisco 49ers gingen auch noch die Emotionen mit ihm durch.
In der Kabine konfrontierte ein Reporter ihn mit einem Play, bei dem Diggs schlecht aussah. Er wehrte sich wütend und patzig, bevor er den Medienbereich schnell verließ. Das gab nicht nur Kritik auf Social Media, sondern auch von seinem Head Coach. Bei den Cowboys geht es aktuell drunter und drüber.
Verlierer: Kyle Hamilton (Baltimore Ravens)
Drei Passverteidiger in den Verlierern könnte ein neuer Rekord für diese Rubrik sein! Safety Kyle Hamilton hätte die 24:29-Niederlage seiner Baltimore Ravens bei den Cleveland Browns eigenhändig verhindern können. Tief im vierten Viertel warf Jameis Winston einen Ball genau in seine Arme, doch er ließ ihn fallen.
NFL - Injury Update vor dem Super Bowl: Seattle Seahawks geben Entwarnung bei Super-Rookie

Nick Emmanwori (Seattle Seahawks)
Glück im Unglück für Nick Emmanwori und die Seattle Seahawks! Nachdem sich der Safety im Training am Knöchel verletzt hatte, gab es nun Entwarnung. Der 21 Jahre alte Rookie, der überragende Playoffs gespielt hat, meldete sich selbst fit. "Ich bin bereit", sagte er. Head Coach Mike Macdonald erklärte zuvor, Emmanwori habe sich nur eine leichte Verstauchung des Knöchels zugezogen.Imagn Images

Drake Maye (New England Patriots)
Sollte es noch einen Zweifel an der Einsatzfähigkeit von Drake Maye im Super Bowl gegeben haben, so hat er diese nun endgültig beseitigt: "Ich fühle mich gut. Ich habe gestern geworfen und ich werde bei 100 Prozent sein", kündigte der MVP-Kandidat an. Im Training am Mittwoch war er erstmals wieder uneingeschränkt dabei.Getty Images via AFP

Robert Spillane (New England Patriots)
Middle Linebacker Robert Spillane, der in der Defense auch die Plays ansagt, musste die Partie in Denver bereits mit einer Knöchelverletzung verlassen. Seit der Ankunft des Teams in San Francisco hat der Kapitän der Defense noch nicht einmal trainiert.ZUMA Press Wire

Josh Allen (Buffalo Bills)
Josh Allen hat fast zwei Wochen nach der knappen 33:30-Niederlage seiner Buffalo Bills gegen die Denver Broncos verraten, dass er mit einem gebrochenen Knochen im Fuß auf dem Feld gestanden habe: "Es war keine optimale Situation und schmerzhaft während der letzten Wochen." Der Quarterback fügte hinzu, dass es eine alte Verletzung sei, die in Woche 16 gegen die Browns wieder aufgebrochen sei. Nun konnte er operiert werden und wird voraussichtlich zum Saisonstart bereit stehen.2026 Getty Images

Zach Charbonnet (Seattle Seahawks)
Schlimme Nachricht für die Seattle Seahawks: Running Back Zach Charbonnet hat sich entgegen erster optimistischer Prognosen doch schwer verletzt. Der 25-Jährige zog sich beim Blowout-Sieg gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round einen Kreuzbandriss zu und wird nicht nur die restlichen Playoffs, sondern wohl auch einen erheblichen Teil der kommenden Saison verpassen.Imagn Images
Es kam, wie es kommen musste: Im nächsten Spielzug warf Winston einen perfekten Ball auf Cedric Tillman zum Touchdown, der am Ende den Sieg bedeutete. Eine Niederlage, die den Ravens im Kampf um die Setzliste in der AFC sehr weh tut.
Verlierer: Davante Adams (New York Jets)
Davante Adams dachte sich mit seinem Abgang von den Las Vegas Raiders wahrscheinlich, dass er nun wieder mit seinem Kumpel Aaron Rodgers Spaß haben kann. Weit gefehlt jedoch.
Denn mit Spaß hatte das 22:25 bei den New England Patriots herzlich wenig zu tun. Adams verlor die meisten Duelle gegen Cornerback Christian Gonzalez und blieb mit vier Catches erneut unauffällig. Ob sich Adams damit einen Gefallen getan hat?
Verlierer: Anthony Richardson (Indianapolis Colts)
Anstatt für Highlights zu sorgen, sorgt Anthony Richardson derzeit eher für Kopfschütteln in der NFL-Welt. Überworfene Bälle hier, Interceptions da, schlechte Entscheidungen dort. Beim Spiel gegen die Houston Texans (20:23) warf er nicht nur eine Interception in Punkte-Distanz, er wechselte sich wegen Müdigkeit selbst aus. Das lässt zumindest Fragen zurück.
Head Coach Shane Steichen vermied in dieser Woche ein klares Bekenntnis gegenüber seinem Quarterback. Joe Flacco stünde bereit...
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