American Football
NFL: Derek Carr liebäugelt mit einem Comeback - mögliche Landing Spots für den Quarterback
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von Chris LugertDerek Carr hält sich eine NFL-Rückkehr offen.
Bild: Imagn Images
Derek Carr erklärt sich offen bereit für ein NFL-Comeback. Doch müssen dafür die Umstände passen. ran blickt auf Teams, die für ein Engagement infrage kommen könnten.
Von Chris Lugert
Derek Carr kann sich ganz offiziell eine Rückkehr in die NFL vorstellen. In seinem eigenen Podcast "Home Grown with David & Derek Carr" erklärte er sich unter bestimmten Umständen zu einem Comeback bereit.
Da wäre zum einen natürlich der Zustand seiner Schulter, die ihn im vergangenen Jahr bei den New Orleans Saints zum Rücktritt zwang. Inzwischen hat sich sein Gesundheitszustand aber offenbar deutlich verbessert.
Zum anderen, so stellte es der 34-Jährige klar, müssten die Umstände passen, um ihn aus der Rente zu holen. "Würde ich es tun? Ja. Würde ich es für jeden tun? Absolut nicht", sagte er deutlich.
Konkret wolle er die "Chance, einen Super Bowl zu gewinnen", er wisse jedoch, dass so ein Team "nicht einfach" zu finden sei. Denn Super-Bowl-Anwärter haben meist kein Quarterback-Problem.
Zudem müssten sich interessierte Teams zunächst mit den Saints einigen, denn trotz seines Rücktritts steht Carr noch immer in New Orleans unter Vertrag. Zumindest eine kleine Kompensation wäre wohl fällig.
Welche Teams könnten vor diesem Hintergrund für ihn dennoch infrage kommen? ran schaut sich mögliche Landing Spots an, die mit einem fitten Carr auf Quarterback zumindest Playoff-Ambitionen haben könnten.
Pittsburgh Steelers
Bei den Pittsburgh Steelers dreht sich in dieser Offseason wieder alles um Aaron Rodgers und die Frage, ob der 42-Jährige noch ein Jahr dranhängt. Was ist aber, wenn Rodgers aufhört? Dann haben die Steelers ein Quarterback-Problem.
Mason Rudolph und der 2025er-Rookie Will Howard stehen in Pittsburgh unter Vertrag, beide sind jedoch keine Spieler, mit denen sich im kommenden Jahr viel wird gewinnen lassen. Im Draft ist die Chance, einen sofortigen Impact-Spieler zu finden, sehr gering. Bliebe die Free Agency.
Malik Willis oder Marcus Mariota wären hier die wohl spannendsten Namen, doch sind beide als Starter in der NFL nicht annähernd so erfahren wie Carr. Und der neue Head Coach Mike McCarthy dürfte in seinem ersten Jahr in Pittsburgh wohl besonders auf einen erfahrenen Quarterback setzen, um das Team auf anderen Positionen umbauen zu können.
Die Steelers waren unter Mike Tomlin stets ein Playoff-Kandidat und auch 2025 wieder Teil der Postseason. Mit ein paar Verstärkungen, besseren Playmakern und einer kreativeren Offense könnte Pittsburgh ein Team sein, das für Carr interessant ist - und das im Gegenzug selbst erheblich von Carr profitieren könnte.
Atlanta Falcons
Drake London, Bijan Robinson, womöglich auch weiterhin Kyle Pitts - welcher Quarterback würde nicht gerne mit solchen Waffen hantieren? Bei den Atlanta Falcons wurde in der Offseason bereits der Reset-Knopf gedrückt, Kevin Stefanski ist der neue Head Coach. Doch wer Quarterback spielen wird, ist derzeit offen.
Bei Kirk Cousins gab es zuletzt Berichte, dass der Routinier entlassen werden soll - vor allem aufgrund seines gewaltigen Vertrages. Michael Penix konnte bislang in Atlanta nicht vollends überzeugen, verletzte sich zudem schwer und muss sich einem Regime beweisen, das ihn nicht gedraftet hat.
Carr könnte der Offense der Falcons eine gewisse Basis und Verlässlichkeit bescheren, keine Schwankungen und offensichtlichen Limitierungen, wie es bei Penix der Fall war. Da Atlanta im kommenden Draft keinen First-Round-Pick hat, stellt sich die Frage nach einem Quarterback via Draft ohnehin nicht.
Doch ein großes Problem bleibt: Wären die Saints bereit, Carr für einen Division-Rivalen freizugeben? Zwar ist New Orleans aktuell deutlich weiter von den Playoffs entfernt als Atlanta, doch unnötig einen Rivalen stärken will eigentlich niemand. Der Preis in Form von Kompensationen könnte entsprechend hoch ausfallen.
Indianapolis Colts
Die Indianapolis Colts sahen bereits in der vergangenen Saison lange wie ein sicherer Playoff-Teilnehmer und möglicher Super-Bowl-Anwärter aus. Sogar ein All-In-Trade für Cornerback Sauce Gardner wurde vollzogen. Dann aber verletzte sich Quarterback Daniel Jones schwer - und die Saison ging regelrecht den Bach runter.
Wie also geht es für die Colts weiter? Jones wird Free Agent, wird nach seinem Kreuzbandriss aber noch lange brauchen, ehe er wieder auf dem Feld stehen kann. Soll Indianapolis das Risiko eingehen und ihm einen hoch dotierten Vertrag geben? Und wenn nicht - welche Alternativen hätten die Colts überhaupt?
Der Durchbruch von Anthony Richardson lässt immer noch auf sich warten und es erscheint fraglich, ob Head Coach Shane Steichen dem ehemaligen Erstrundenpick wirklich noch eine Chance geben würde. Riley Leonard zeigte kleine Ansätze, musste sich dann aber doch hinter Rückkehrer Philip Rivers einreihen.
Apropos Rivers: Die Colts wissen also, wie man Quarterbacks aus der Rente zurückholt, auch wenn es bei dem Altstar mehrere Umstände gab, die zusammenspielten und diese Sensation erst ermöglichten. Carr wäre dennoch definitiv eine interessante Übergangslösung für Indianapolis, um auch 2026 kompetitiv zu sein.
Und umgekehrt? Die Colts verfügen - wenn komplett fit - über eine der besten Offensive Lines der Liga, was gerade weniger mobilen Quarterbacks wie Carr das Leben deutlich vereinfacht. Und Anspielstationen hätte er auch einige, wie etwa Michael Pittmann, Josh Downs oder Tyler Warren.
Minnesota Vikings
Die Minnesota Vikings hatten Sam Darnold, sie ließen Darnold gehen und setzten alles auf die Karte J.J. McCarthy. Das Ende dieser Geschichte ist bestens bekannt. General Manager Kwesi Adofo-Mansah hat sie sogar seinen Job gekostet, die Vikings stehen auf Quarterback vor einem Scherbenhaufen.
Star-Receiver Justin Jefferson sagte öffentlich, dass die Vikings mit Darnold statt McCarthy eine deutlich bessere Saison gespielt hätten, womit er seinen häufig verletzten Spielmacher komplett unter den Bus geworfen hat. Ob McCarthy unter diesen Voraussetzungen überhaupt nochmal für Minnesota spielt, ist daher sehr fraglich.
NFL Cap Space aller 32 NFL-Teams für 2026: Titans an der Spitze, Bills im Minus

NFL: Cap Space aller 32 Teams
Für die Saison 2026 liegt der Salary Cap der NFL bei etwa 301,2 Millionen US-Dollar. Aber wie viel Kohle können die Teams überhaupt ausgeben? ran gibt einen Überblick. (Quelle: Spotrac, Stand: 15. März 2026, 22:00 Uhr)Getty Images

Platz 32: Buffalo Bills
Cap Space: -5.173.625 US-DollarUSA TODAY Network

Platz 31: Tampa Bay Buccaneers
Cap Space: 972.385 US-DollarIcon Sportswire

Platz 30: Chicago Bears
Cap Space: 2.152.485 US-DollarGetty Images

Platz 29: Cleveland Browns
Cap Space: 8.492.430 US-DollarUPI Photo

Platz 28: Jacksonville Jaguars
Cap Space: 10.156.632 US-DollarIMAGO/Icon Sportswire

Platz 27: Minnesota Vikings
Cap Space: 10.742.654 US-Dollarimago

Platz 26: Miami Dolphins
Cap Space: 11.655.650 US-DollarIMAGO/ZUMA Press Wire

Platz 25: Carolina Panthers
Cap Space: 17.092.548 US-DollarUSA TODAY Network

Platz 24: Cincinnati Bengals
Cap Space: 18.981.724 US-DollarUSA TODAY Network

Platz 23: Dallas Cowboys
Cap Space: 18.990.064 US-DollarZUMA Press Wire

Platz 22: Atlanta Falcons
Cap Space: 20.369.157 US-DollarIMAGO/Icon Sportswire

Platz 21: Kansas City Chiefs
Cap Space: 20.611.171 US-DollarZUMA Press Wire

Platz 20: Denver Broncos
Cap Space: 23.050.890 DollarIMAGO/Imagn Images

Platz 19: New Orleans Saints
Cap Space: 17.486.572 US-DollarIcon Sportswire

Platz 18: Las Vegas Raiders
Cap Space: 25.440.604 US-DollarImagn Images

Platz 17: Los Angeles Rams
Cap Space: 26.325.122 US-Dollargetty

Platz 16: New York Giants
Cap Space: 26.587.039 US-DollarGetty Images

Platz 15: Pittsburgh Steelers
Cap Space: 27.094.857 US-DollarAFP/GETTY IMAGES /SID/Nic Antaya

Platz 14: Houston Texans
Cap Space: 29.252.800 US-DollarZUMA Wire

Platz 13: Green Bay Packers
Cap Space: 31.451.647 US-DollarUSA TODAY Network

Platz 12: Detroit Lions
Cap Space: 32.634.019 US-Dollar2024 Getty Images

Platz 11: Philadelphia Eagles
Cap Space: 35.714.562 US-Dollar2023 Getty Images

Platz 10: New York Jets
Cap Space: 36.722.779 US-DollarIMAGO/Newscom World

Platz 9: Indianapolis Colts
Cap Space: 43.461.488 US-DollarIMAGO/Imagn Images

Platz 8: Seattle Seahawks
Cap Space: 44.430.194 US-DollarImagn Images

Platz 7: New England Patriots
Cap Space: 45.847.728 US-DollarIcon Sportswire

Platz 6: San Francisco 49ers
Cap Space: 46.081.847 US-DollarImagn Images

Platz 5: Baltimore Ravens
Cap Space: 47.208.212 US-Dollar2024 Getty Images

Platz 4: Arizona Cardinals
Cap Space: 53.988.036 US-DollarIcon Sportswire

Platz 3: Los Angeles Chargers
Cap Space: 60.596.698 US-DollarUSA TODAY Network

Platz 2: Washington Commanders
Cap Space: 63.860.824 US-DollarGetty Images

Platz 1: Tennessee Titans
Cap Space: 75.700.696 US-DollarIMAGO/Imagn Images
Ein ganz ähnlicher Spielertyp wie Darnold wäre Carr. Beide sind keine mobilen Quarterbacks, aber können unter den richtigen Umständen sehr zuverlässig den Ball verteilen. Vor allem was tiefe Bälle angeht, konnte Carr in der Saison 2024 unter dem damaligen Saints-Offensive-Coordinator Klint Kubiak glänzen.
In Kevin O'Connell hätte Carr zudem einen offensiv orientierten Head Coach, der schon bewiesen hat, aus Quarterbacks das Maximum herausholen zu können - auch hier dient Darnold als Beispiel. Und für O'Connell selbst könnte 2026 ein kritisches Jahr werden - das er womöglich lieber mit Carr bestreiten will.
Dass die Vikings mit dem richtigen Quarterback Großes leisten können, bewies ihre starke Saison 2024. Die Defense mit Brian Flores dürfte wieder eine Bank sein. Und in Jefferson, Jordan Addison, T.J. Hockenson und Co. gibt es genug Playmaker, die Carr für ein mögliches Comeback als hilfreich einschätzen könnte.
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