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Doppelfunktion sorgt für ärger

NFL - Tom Brady bei den Las Vegas Raiders: Der "Spion" mit zwei Hüten

Veröffentlicht:

von SID

NFL

NFL: Tom Brady kündigt Comeback an - Fans im Zwiespalt

Videoclip • 02:13 Min


Der ehemalige NFL-Superstar Tom Brady füllt seit seinem Rücktritt mehrere Rollen aus. Und das sorgt zunehmend für Unmut.

Als Tom Brady noch in der NFL spielte, hat er nur wenig falsch gemacht. Siebenmal gewann er den Super Bowl, fünfmal war er dabei der MVP. Brady ist der GOAT, der Greatest of All Time. Dass es der ehemalige Star-Quarterback in seiner einzigartigen Karriere mit der ein oder anderen Regel nicht immer genau nahm - fast vergessen. Neuerdings aber häuft sich wieder die Kritik an ihm.

Trotz seines Rücktritts vor zwei Jahren ist Brady nach wie vor allgegenwärtig. Vor allem, weil er inzwischen für den Sender "Fox" NFL-Spiele kommentiert: Er befindet sich in der zweiten Saison eines Vertrags über zehn Jahre, für den er insgesamt 375 Millionen Dollar erhält. Was er dabei ins Mikrofon spricht, kommt nicht immer gut an.

Zunehmend kritisch wird Bradys Rolle als TV-Experte innerhalb der Liga gesehen. In der NFL ist es üblich, dass die Kommentatoren vor einem Spiel Hintergrundgespräche mit den Coaches der beiden Teams führen - dabei wird nicht zuletzt über Match-Pläne und Strategien geredet. Dadurch haben die Männer und Frauen am TV-Mikrofron einen Wissensvorsprung gegenüber dem Publikum. Im Normalfall.

Tom Brady: Rolle als TV-Experte und bei den Las Vegas Raiders fragwürdig?

Brady darf virtuell an diesen "production meetings" teilnehmen - aber: Er hat noch einen zweiten Hut auf. Brady ist Miteigentümer der Las Vegas Raiders, und als solcher dürfte er dieses TV-Insider-Wissen nicht haben. Kein Wunder also, dass der Unmut über den Spion zunimmt, denn Brady scheint seine Einblicke als TV-Experte auch für die Raiders zu nutzen.

Brady weist die Kritik in seinem wöchentlichen Newsletter zurück. Er fühle sich dem Sport, der ihm so viel gegeben habe, "moralisch und ethisch" verpflichtet, schrieb er: "Deshalb ist der Punkt, an dem sich meine Rollen überschneiden, kein Konfliktpunkt, auch wenn Paranoiker und Misstrauische das vielleicht glauben mögen." Es gebe "kein Dilemma" durch seine beiden Rollen.

Man kann das auch anders sehen: Am ersten Spieltag der neuen Saison kommentierte Brady das Spiel der New York Giants gegen die Washington Commanders, die nun in der dritten Woche im Montagspiel bei ESPN auf die Raiders trafen. Brady war selbstverständlich auch vor Ort - allerdings: er saß mit Kopfhörern im "Coaches' Booth" der Raiders.

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NFL: Quarterbacks mit den meisten Touchdown-Pässen - Aaron Rodgers zieht an Brett Favre vorbei

  • Quarterbacks mit den meisten Touchdown-Pässen
    Von 2005 bis 2007 war Aaron Rodgers Brett Favres Backup bei den Green Bay Packers. Nun hat der 41-Jährige seinen einstigen Lehrer überholt. ran zeigt die Quarterbacks, die in der Regular Season und den Playoffs zusammengerechnet die meisten Touchdowns warfen.

    IMAGO/USA TODAY Network

  • Platz 10: Matt Ryan
    381 Touchdown-Pässe (in 234 Spielen)
    Teams: Atlanta Falcons und Indianapolis Colts

    Imago

  • Platz 9: Matthew Stafford
    382 Touchdown-Pässe (in 225 Spielen)
    Teams: Detroit Lions und Los Angeles Rams

    Imagn Images

  • Platz 8: Ben Roethlisberger
    418 Touchdown-Pässe(in 249 Spielen)
    Team: Pittsburgh Steelers

    getty

  • Platz 7: Dan Marino
    420 Touchdown-Pässe (in 242 Spielen)
    Team: Miami Dolphins

    getty

  • Platz 6: Philip Rivers
    421 Touchdown-Pässe (in 244 Spielen)
    Teams: San Diego/Los Angeles Chargers und Indianapolis Colts

    2020 Getty Images

  • Platz 5: Brett Favre
    508 Touchdown-Pässe (in 302 Spielen)
    Teams: Green Bay Packers, New York Jets und Minnesota Vikings

    getty

  • Platz 4: Aaron Rodgers
    510 Touchdown-Pässe (in 251 Spielen)
    Teams: Green Bay Packers, New York Jets und Pittsburgh Steelers

    UPI Photo

  • Platz 3: Peyton Manning
    539 Touchdown-Pässe (in 266 Spielen)
    Teams: Indianapolis Colts und Denver Broncos

    getty

  • Platz 2: Drew Brees
    571 Touchdown-Pässe (in 287 Spielen)
    Teams: San Diego Chargers und New Orleans Saints

    imago

  • Platz 1: Tom Brady
    649 Touchdown-Pässe (in 335 Spielen)
    Teams: New England Patriots und Tampa Bay Buccaneers

    2020 Getty Images


Tom Brady kritisiert "Misstrauen"

Immerhin: Der mutmaßliche Wettbewerbsvorteil war keiner, die Raiders verloren. Doch der nächste Streitfall steht schon bevor: Am vergangenen Sonntag war Brady der sogenannte "Analyst" beim Spiel der Chicago Bears gegen die Dallas Cowboys - und am kommenden Sonntag treffen die Raiders auf die Bears. Die Besitzer anderer Teams sprechen mittlerweile anonym von einem "unfairem Vorteil". Brady hält die Kritiker für "geblendet von Misstrauen".

Die NFL sieht an Bradys Verhalten nichts Verwerfliches. "Es gibt keine Richtlinien, die es einem Besitzer verbieten, während eines Spiels in der Trainerkabine zu sitzen oder ein Headset zu tragen", teilte sie zu Wochenbeginn mit und betonte: Es bleibe am Ende jedem Klub, Trainer oder Spieler selbst überlassen, was er Brady in den TV-Hintergrundgesprächen sage - oder eben nicht.

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