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Bundesliga

Bundesliga: Der 1. FC Köln muss Lukas Kwasniok entlassen - Kommentar

Veröffentlicht:

von Christian Stüwe

ran Fußball Bundesliga

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Videoclip • 03:57 Min


Kölns Sportchef Thomas Kessler verweigert ein Bekenntnis zu Trainer Lukas Kwasniok und muss diesen nun entlassen, um im Abstiegskampf keine "Lame Duck" auf der Trainerbank sitzen zu haben. Gleichzeitig würde eine Entlassung ein Schlaglicht auf die fehlende Konstanz beim "Effzeh" werfen. Ein Kommentar.

Von Christian Stüwe

Wenn ein Verantwortlicher aus der Bundesliga ankündigt, "in Ruhe eine Nacht drüber schlafen zu wollen", kann man ziemlich sicher sein, dass eine unruhige Nacht bevorsteht. Am Samstagabend bemühte Thomas Kessler, Sportgeschäftsführer des 1. FC Köln, diese Phrase.

"Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, jetzt irgendetwas zu erzählen, was am Osterwochenende ist. Jetzt geht es erstmal darum, dass wir uns ein bisschen zurückziehen, sehr rational Dinge bewerten. Wir können alle die Tabelle lesen", antwortete Kessler nach dem 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach bei "Sky" auf die Frage, ob Lukas Kwasniok nach der Länderspielpause noch auf der Trainerbank sitzen wird.

Über allem stehe, "dass der 1. FC Köln dieses Jahr in der Bundesliga bleibt", erklärte Kessler. Und: "Wir haben lange schon kein Spiel gewonnen. Wir müssen Stellschrauben drehen, damit wir erfolgreich sein können. Wie die dann aussehen? Wir sind ergebnisoffen."

Seinem Trainer das Vertrauen auszusprechen, vermied er. Dem 1. FC Köln bleibt nun gar nichts anderes mehr übrig, als Kwasniok zu entlassen. Durch das fehlende Bekenntnis ist der 44-Jährige so angezählt, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich erscheint – er wird zur "Lame Duck".

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Die Tendenz spricht klar gegen Lukas Kwasniok

Bei der von Kessler angekündigten Bewertung der Lage dürfte wenig bis gar nichts für Kwasniok sprechen. Seit sieben Spielen wartet der "Effzeh" auf einen Sieg, bei einem Erfolg des FC St. Pauli am Sonntag gegen den SC Freiburg (ab 17:30 Uhr im Liveticker) könnten die Kölner schon auf den Relegationsplatz abrutschen.

Der "Express" berichtete schon länger, dass Kwasniok von den Verantwortlichen eine klare Punktevorgabe bekommen habe. Mindestens vier Punkte sollte Kwasniok demnach aus den jüngsten drei Spielen holen. Lediglich zwei wurden es, im Derby reichten drei geschossene Tore nicht zum Sieg.

Die Kölner Zeitung nennt mit U19-Trainer Stefan Ruthenbeck und Kwasnioks Co-Trainer Rene Wagner zwei Kandidaten, die sofort übernehmen und in der Länderspielpause versuchen könnten, das Ruder herumzureißen.

Dem FC fehlt die Kontinuität: Jedes Jahr wird ein Trainer entlassen

Auch wenn eine Entlassung Kwasnioks unvermeidbar erscheint, wäre es aus Sicht der Kölner eine Niederlage. Als Typ schien der selbstbewusste Trainer sehr gut in die Domstadt zu passen, auf seinen vorherigen Stationen arbeitete er äußerst erfolgreich und ließ attraktiven Fußball spielen.

Auch der Start war verheißungsvoll, im Herbst schien Köln Kurs auf einen gesicherten Mittelfeldplatz zu nehmen. Nun scheint das Projekt schon wieder gescheitert. Ein Muster, das sich in Köln zu wiederholen scheint.

Eine Entlassung Kwasnioks würde ein Schlaglicht auf die fehlende Kontinuität in der Domstadt werfen. Im vergangenen Jahr wurde Gerhard Struber im Saisonendspurt entlassen, ein Jahr davor Timo Schultz. Steffen Baumgart musste seinen Hut (oder besser seine Schiebermütze) im Winter 2023 nehmen.

Es droht also das vierte Jahr in Folge mit einer Trainerentlassung in Köln. Vielleicht steht auch deswegen den Verantwortlichen eine unruhige Nacht mit wenig Schlaf bevor.

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