Bundesliga
FC Bayern München: Luis Diaz könnte der Schlüssel zum Champions-League-Titel werden - ein Kommentar
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von Chris Lugertran Fußball Bundesliga
FC Bayern München: Harry Kane zu gut? Fans fordern "Bundesliga-Verbot"
Videoclip • 02:04 Min
Bayern-Star Luis Diaz zaubert im Auswärtsspiel in Frankfurt seine erste Gala auf den Rasen. Der Kolumbianer erinnert immer mehr an Franck Ribery - und könnte zum X-Faktor in der Champions League werden. Ein Kommentar.
Von Chris Lugert
Als der FC Bayern München vor wenigen Monaten rund 70 Millionen Euro auf den Tisch legte, um Luis Diaz vom FC Liverpool loszueisen, waren es wohl Auftritte wie am Samstagabend, die Max Eberl und Co. vor ihrem geistigen Auge gesehen haben.
Der ungefährdete und wieder einmal in fast schon unverschämter Dominanz vorgetragene 3:0 (2:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt war eine einzige Luis-Diaz-Show.
Der 28 Jahre alte Kolumbianer erzielte nicht nur nach 14 Sekunden das drittschnellste Bayern-Tor der Bundesliga-Geschichte.
Sein gesamter Auftritt glich einer Gala. Das 2:0 von Harry Kane bereitete er vor, das 3:0 erzielte Diaz dann wieder selbst - mit einem trockenen Hammer ins kurze Eck.
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Doch nicht nur bei den Toren glänzte der Neuzugang. Auch sonst sprühte er vor spielerischem Glanz und vor Kreativität. Wie er es kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit mit der halben Frankfurter Abwehr aufnahm und dann noch einen perfekten Pass in die Schnittstelle zu Serge Gnabry spielte, war außergewöhnlich.
Es waren Szenen, die bei Bayern-Fans Erinnerungen an einen anderen Dribbelkünstler weckten. Franck Ribery beackerte mehr als ein Jahrzehnt den linken Flügel, er erzielte Tore, gab Vorlagen und sorgte in beeindruckender Häufigkeit für ein Raunen im Stadion.
Diaz und Olise wie einst Ribery und Robben
Gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Arjen Robben bildete Ribery in den Hochzeiten der Bayern-Dominanz in den 2010er-Jahren das wohl beste Flügel-Duo Europas, was ein Schlüssel dafür war, um die Champions League 2013 zu gewinnen und in den Jahren danach fast immer wenigstens ins Halbfinale vorzustoßen.
Seit dem Ende dieser Ära suchten die Bayern ihre neuen Flügel-Duos, wurden jedoch nie so richtig glücklich. Kingsley Coman schoss zwar 2020 den entscheidenden Treffer im Königsklassen-Finale von Lissabon, schwankte aber zu oft zwischen Weltklasse und Durchschnitt. Noch wankelmütiger präsentierte sich Leroy Sane.
Serge Gnabry beweist inzwischen, dass er vielleicht schon früher im Zentrum besser aufgehoben gewesen wäre. Das Experiment mit Sadio Mane scheiterte krachend. Die Flügel waren eine einzige Baustelle. Und es ist kein Zufall, dass der große Erfolg in der Champions League in genau dieser Zeit ausblieb. Jetzt aber sieht es anders aus.
Schon im Vorjahr kam Michael Olise zu den Bayern und hob die Qualität auf Rechtsaußen sofort auf ein neues Level, nun bildet Diaz das langersehnte Gegenstück auf links. Auch beim Kolumbianer gab es zunächst Fragezeichen nach seinen ersten Wochen, schließlich vergab er zahlreiche Großchancen.
Doch Trainer Vincent Kompany misst ihn ohnehin nicht nur an Toren. "Lucho ist seit Tag eins immer dabei, in jedem Moment, wo wir eine Chance haben, ist er dabei, selbst, wenn es mal nicht ein Tor ist. Du brauchst Spieler wie Lucho, die das jede Woche bringen", betonte er bei "Sky".
Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

Minjae Kim (FC Bayern)
Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...RHR-Foto

Minjae Kim (FC Bayern)
...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.Marco Canoniero

Yan Diomande (RB Leipzig)
Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.AFP/SID/RONNY HARTMANN

Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.IMAGO/Buzzi

Luka Vuskovic (Hamburger SV)
Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.IMAGO/HMB-Media

Said El Mala (1. FC Köln)
Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.IMAGO/Revierfoto

Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...2025 Getty Images

Jeremy Monga (Leicester City)
... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.2025 Getty Images

Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.2025 Getty Images
Diaz: Schon neun Scorerpunkte in der Liga
Tatsächlich ist es dieses konstante Kreieren von Gefahr in jedem Spiel, das Diaz auszeichnet. Etwas, das Sane nie so richtig gelang. In der Bundesliga steht er nach sechs Spieltagen bereits bei neun Scorerpunkten. Und auch in der Champions League war er zweimal maximal auffällig, wenn auch ohne Torbeteiligung.
Diaz kreiert Momente, leitet Situationen ein, die andere dann vollenden. Er bindet Gegenspieler und setzt die gegnerische Abwehr mit seiner Qualität ständig unter Druck. Was ebenfalls herausragt: seine Arbeit gegen den Ball, wie er konsequent im Gegenpressing auch in der eigenen Hälfte unterstützt.
Auch das war etwas, das die Bayern 2013 ausgezeichnet hat. Nämlich, dass die Offensivspieler sich bedingungslos in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Kompany fordert genau das ein und die Spieler liefern. Allen voran Diaz und auch Olise, die in diesem Punkt ebenfalls an Ribery und Robben erinnern.
Geht es so weiter, könnte der Kolumbianer schlussendlich tatsächlich das Puzzleteil zum Champions-League-Triumph sein, das den Bayern in den Vorjahren gefehlt hat. Und das dafür sorgt, dass Ende Mai in Budapest der Henkelpott in die Hände der Münchner gereicht wird.
Auch das haben sich die Bayern-Verantwortlichen beim Transfer von Diaz vermutlich erträumt.
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