Bundesliga
FC Bayern und BVB fast gar nicht mehr am Samstagnachmittag? Neue TV-Pläne der DFL
Veröffentlicht:
von Justin Kraft10.02.2024, Fussball 1. Bundesliga 2023 2024, 21. Spieltag, Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern München, in der BayArena Leverkusen. Thomas Müller (FC Bayern München) nachdenklich ***DFL and DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi-video.*** *** 10 02 2024, Soccer 1 Bundesliga 2023 2024, Matchday 21, Bayer 04 Leverkusen FC Bayern München, in der BayArena Leverkusen Thomas Müller FC Bayern München nachdenklich DFL and DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video
Bild: MIS
Der FC Bayern München und Borussia Dortmund werden in Zukunft sehr wahrscheinlich noch seltener am Samstagnachmittag in der Bundesliga zu sehen sein. Grund dafür ist ein neues Modell der DFL, das den Pay-TV-Partnern mehr Mitspracherecht ermöglicht.
Ab der Saison 2025/26 werden der FC Bayern München und Borussia Dortmund mit großer Wahrscheinlichkeit nur noch selten zur bei Fans beliebten Anstoßzeit am Samstag um 15:30 Uhr auflaufen. Zwar ist noch nicht klar, welche Sender dann übertragen werden, doch die DFL hat bereits veröffentlicht, wie ihre Pakete genau aussehen werden.
Das neue Ausschreibungsmodell wird zur Folge haben, dass die Pay-TV-Sender mehr Mitspracherecht bei der Terminierung der Spieltage haben werden. So wird es ein erweitertes Picking-Recht geben. Der "First Pick" für das attraktivste Spiel eines Wochenendes wird weiterhin auf Samstag um 18:30 Uhr entfallen. Jedes Team darf dort in der neuen Rechteperiode zehnmal antreten, was einer Erhöhung um zwei Partien entspricht.
Der "Second Pick" betrifft einen der Spieltermine am Sonntag (15:30 Uhr, 17:30 Uhr oder 19:30 Uhr). Jedes Team darf hier acht mal Pro Saison antreten. Eine Neuerung ist der "Third Pick" für Rechteinhaber des umfangreichsten Einzelspielpakets, das die Partien am Samstagnachmittag sowie am Freitagabend umfasst. Jedes Team darf dort zehnmal ausgewählt werden.
Die gesamte Struktur wird dazu führen, dass die Rechteinhaber reichweitenstarke Teams auf die Einzelspielslots setzen werden – und das möglichst oft. Der FC Bayern und der BVB sind hier seit Jahren Spitzenreiter bei den Quoten. Es wäre theoretisch möglich, dass die beiden deutschen Top-Klubs in Zukunft an 25 der 33 Bundesliga-Wochenende (eine englische Woche ist geplant) nicht am Samstagnachmittag spielen.
Das Wichtigste zur Bundesliga in Kürze
In der aktuellen Saison werden der FC Bayern und der BVB bis zum 30. Spieltag bei zwölf beziehungsweise elf Spielen am Samstag um 15:30 Uhr stehen – beim FCB ist da allerdings das abgesagte Heimspiel gegen Union Berlin mit eingerechnet.
Ein großer Verlierer der Änderungen könnte die "Sportschau" werden, die im frei empfangbaren Paket weniger Top-Mannschaften wird zeigen können. Dafür plant die DFL aber, dass Pay-TV-Anbieter in Zukunft erweiterte Möglichkeiten erhalten sollen, Spiele an Free-TV-Partner zu sublizenzieren. Das soll ausschließlich beim Sonntagsspiel-Paket möglich sein. Noch ist nicht bekannt, wie viele Spiele das sein werden. Laut "DWDL" werde über maximal ein Spiel pro Spieltag diskutiert.
Noch vor der Europameisterschaft im Sommer wird wohl bekannt gegeben, welche Anbieter zukünftig die Bundesliga übertragen werden.
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