Bundesliga
Feuerzeugwurf bei Union Berlin vs. VfL Bochum: Manuel Gräfe kritisiert Torhüter Patrick Drewes - "Schmierentheater!"
Aktualisiert:
von Andreas Reinersran Fußball Bundesliga
Bundesliga-Skandal: Feuerzeug sorgt für Spielunterbrechung
Videoclip • 01:09 Min
Nach dem Feuerzeugwurf von Berlin wurde Bochums Keeper Patrick Drewes ins Krankenhaus gebracht. Ex-Schiri Manuel Gräfe wirft ihm ein "Schmierentheater" vor.
von Andreas Reiners
Der Feuerzeugwurf von Berlin sorgt für emotionale Diskussionen. Und dazu gehören auch verschiedene Meinungen.
Wie zum Beispiel die, dass Bochums Keeper Patrick Drewes von dem Feuerzeug nicht so schwer getroffen wurde, wie es seine Reaktion auf dem Rasen vermuten lässt.
So kritisierte zum Beispiel Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe Drewes' Verhalten als "Schmierentheater". Auf "X" schrieb der 51-Jährige in gewohnt deutlichen Worten: "Feuerzeugwurf ist inakzeptabel!! Aber das Schmierentheater von Drewes auch!"
Eklat bei Union Berlin - VfL Bochum: Bochum rechnet mit drei Punkten
Union vs. Bochum wird unterbrochen: Das Skandal-Spiel im Video
Bereits während des Bundesliga-Spiels hatte Union Berlins Trainer Bo Svensson in Richtung VfL-Trainer Dieter Hecking gebrüllt: "Das ist nicht in Ordnung." Hecking reagierte auf die Aussage allerdings nicht. Beide Mannschaften hatten sich nach der Auswechslung von Drewes und der Unterbrechung beim Stand von 1:1 auf einen Nichtangriffspakt geeinigt.
Drewes klagte nach dem Vorfall über Übelkeit und Kopfschmerzen, eine Gehirnerschütterung bestätigte sich später im Krankenhaus aber nicht.
Das Wichtigste in Kürze
Patrick Drewes getroffen: Das sagt Oliver Kahn
Gräfe schrieb dazu "aus gut informierten Kreisen hier in Berlin: Untersuchung UKB: weitere Diagnostik bei fehlenden Zeichen einer Verletzung abgelehnt! Kein Hämatom, keine Hautverletzung, keine Schramme."
Auch Oliver Kahn meldete sich zu Wort, er ist während seiner Karriere von einer Kastanie und einem Golfball getroffen worden.
"Ich hätte es besser gefunden, wenn der Torwart versucht hätte, weiterzuspielen. Und sich erst dann hätte auswechseln lassen, wenn es nicht mehr gegangen wäre", sagte Kahn der "Bild".
Kahn hatte in beiden Fällen 1993 beim Pokalspiel in Gladbach als KSC-Keeper und 2000 in Freiburg als Bayern-Torhüter weitergespielt: "In Freiburg schüttete mein Körper so viel Adrenalin aus, dass ich zunächst gar keine Schmerzen gespürt habe. Der Treffer hätte auch lebensgefährlich sein können."
Wie auch andere Vorfälle, an die sich Kahn erinnert. "Sepp Maier ist in Essen mit einem Messer beworfen worden, das ihn knapp verfehlte. In Mailand landete nur einen Meter neben mir eine volle Ein-Liter-Glasflasche. Da wird Fußball zum Risiko-Sport."
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