Eintracht Frankfurt: STürmer vor Abgang
Omar Marmoush und Manchester City - warum das für beide Seiten Sinn ergeben würde - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Christian Stüweran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 05:16 Min
Der ägyptische Torjäger steht offenbar vor einem Wechsel zu Manchester City. Für die Fans von Eintracht Frankfurt wäre ein Abgang Marmoushs schmerzhaft. Allerdings könnte ein Transfer für alle Seiten Sinn machen.
Von Christian Stüwe
Ende August lehnte Omar Marmoush ein Angebot von Nottingham Forrest ab. Er habe die Liebe der Fans in Frankfurt gespürt, begründete der Torjäger seine Entscheidung. Nun sieht es so aus als könnten selbst die größten Liebesbekundungen der Eintracht-Fans den 25-Jährigen nicht am Main halten.
Manchester City lockt und übereinstimmenden Berichten zufolge sind die Verhandlungen weit fortgeschritten. In Frankfurt und bei allen, die der Eintracht die Daumen drücken, würde das für gebrochene Herzen sorgen.
Der sympathische Ägypter ist eines der Gesichter des Traditionsvereins, seine Tore und Vorlagen waren in dieser und der schwierigen letzten Saison unglaublich wichtig. Mit Aktionen wie seinem Maskenjubel an Halloween machte sich Marmoush noch beliebter.
Schiebt man aber die Gefühle beiseite und wirft einen nüchternen Blick auf die Personalie, könnte ein Wechsel im Winter für alle beteiligten Seiten Sinn machen.
Zuallererst natürlich für Marmoush selbst. Der Stürmer hat nie verheimlicht, dass die Premier League sein großes Ziel ist, dass er in die Fußstapfen von Landsmann Mo Salah treten und zu einem der besten Stürmer der Welt werden möchte.
Das Wichtigste in Kürze
Frankfurt verlangt offenbar Mega-Ablöse für Marmoush
Marmoush könnte neben Haaland stürmen
Bei Manchester City wäre ihm offenbar eine Rolle als hängende Spitze neben Erling Haaland zugedacht. Er könnte einem der weltbesten Mittelstürmer zuarbeiten und von dem Zusammenspiel mit Haaland profitieren.
Gleichzeitig würde er mit Pep Guardiola, einem fast schon legendären Trainer, zusammenarbeiten. Dass sich Marmoushs Gehalt in Manchester vervielfachen würde, versteht sich von selbst.
ManCity selbst steht unter Zugzwang, die Mannschaft steckt in einer tiefen Krise. Guardiola muss Lösungen präsentieren. Ein Problem war zuletzt die deutlich gesunkene Torquote Haalands, Marmoush könnte Druck von dem Norweger nehmen.
Einen Spieler zu präsentieren, der in der Torschützenliste der Bundesliga nur einen Treffer hinter England-Kapitän Harry Kane liegt, dürfte zudem die Stimmung der City-Fans aufhellen.
Sogar für die Eintracht könnte ein Transfer Sinn machen
Und auch wenn es sich vielleicht seltsam anhören mag, aber sogar aus Sicht von Eintracht Frankfurt könnte ein Transfer Sinn machen. Marmoush kam im Sommer 2023 ablösefrei vom VfL Wolfsburg, er hat seitdem seinen Marktwert vervielfacht. Einer sehr guten letzten Saison ließ er eine sensationelle Hinrunde folgen.
Allerdings muss der Tempo-Dribbler erst noch beweisen, dauerhaft auf diesem Niveau spielen zu können. Gegen Ende des vergangenen Jahres zeigte die Formkurve bereits leicht nach unten.
Laut "Sky"-Reporter Florian Plettenberg fordert die Eintracht eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro. Manchester City wäre finanzkräftig genug, diese Summe zu bezahlen und in der aktuell angespannten Lage vielleicht auch bereit dazu.
Wäre Marmoush eine heißgelaufene Aktie - der Vergleich drängt sich in der Bankenmetropole Frankfurt förmlich auf - wäre vielleicht gerade jetzt der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen.
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Eintracht Frankfurt konnte noch jeden Stürmer ersetzen
Dazu kommt, dass es den Frankfurtern um Sportchef Markus Krösche in den vergangenen Jahren gelungen ist, jeden für viel Geld verkauften Stürmer zu ersetzen - Sébastien Haller, Luka Jovic, Ante Rebic, Andre Silva und Randal Kolo Muani (wenn auch mit Verzögerung) seien hier genannt.
Schon jetzt werden mit dem Mainzer Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo von Stade Rennes mögliche Nachfolger gehandelt, die das Format hätten, in Marmoushs Fußstapfen zu treten.
Sollte der Marmoush-Transfer im Winter über die Bühne gehen, würde auf jeden Fall genug Zeit bleiben, um Ersatz zu verpflichten. Mit Hugo Ekitike und Igor Matanovic hat die Eintracht - anders als beim Kolo Muani-Abgang - zwar noch zwei Stürmer in den eigenen Reihen, aber für die eigenen Ansprüche wäre ein weiterer Angreifer notwendig.
Mit einer Millionen-Einnahme aus einem Marmoush-Transfer wäre eine solche Verpflichtung sicherlich auch jetzt im Winter realisierbar.
Weshalb ein Transfer von Omar Marmoush unter dem Strich für alle Sinn machen könnte. Auch wenn in Frankfurt einige Herzen brechen würden.
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