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Historisches ist möglich

Steht die Bundesliga vor einem historischen Erfolg mit europäischem Triple?

Veröffentlicht:

von Malte Ahrens

ran Fußball

Begeisterung über internationale Auftritte von Freiburg und Mainz

Videoclip • 01:08 Min


Die Bundesliga steht vor entscheidenden Wochen. Allerdings nicht nur im Kampf um die Plätze innerhalb der Liga, sondern vor allem auch um Entscheidungen in den internationalen Wettbewerben. Historisches scheint möglich.

Der FC Bayern haben als erste deutsche Mannschaft seit elf Jahren im ehrwürdigen Santiago Bernabeu von Real Madrid gewonnen. In der Champions League gehören sie seit dem Saisonbeginn zum erweiterten Favoritenkreis.

Doch auch andere Bundesliga-Vertreter melden sich an, in diesem Jahr international ein Wörtchen mitzureden. Der SC Freiburg und Mainz 05 haben beide mit souveränen Vorstellungen das Hinspiel ihres Viertelfinals in der Europa und Conference League gewonnen.

Schaut man sich die möglichen Turnierverläufe der Teams an, könnte die Bundesliga vor einem historischen Erfolg stehen, wenn sich alle drei Teams am Ende einen europäischen Pokal schnappen.

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Europapokal-Siege: Revier-Mannschaften machen es 1997 vor

Das gelang seit der Einführung der Conference League zur Saison 2021/2022 noch keiner Nation. 2023 und 2025 konnte die Premier League jeweils zwei Wettbewerbe gewinnen und damit nahezu das Maximum rausholen.

Bisher hat es jedoch keine Nation geschafft, einen Vertreter in allen drei Finals zu stellen. Immer hat mindestens ein Wettbewerb gefehlt.

Zuletzt doppelt erfolgreich war die Bundesliga 1997. Die Rivalen aus dem Pott erlebten durch den Champions-League-Sieg von Borussia Dortmund und den Sieg im UEFA-Cup (Vorgänger der Europa League) des FC Schalke 04 einen erfolgreichen Sommer.

ran zeigt, wie wahrscheinlich ein historischer Bundesliga-Erfolg in den internationalen Wettbewerben tatsächlich ist.

FSV Mainz 05 - Conference League

Die Mainzer waren in der Bundesliga bis zum Dezember mit desaströsen Auftritten aufgefallen. Vor der Winterpause stand man mit 8 Punkten auf dem letzten Platz der Bundesliga.

International war das anders. Der FSV beendete die Ligaphase souverän auf dem Siebten von 36 Tabellenplätzen. Genauso schwungvoll ging es in der Conference League nach der Winterpause weiter.

Im Achtelfinale setzten sich die Mainzer ohne Gegentor gegen Sigma Olmütz aus Tschechien durch. Das Hinspiel im Viertelfinale gewann die Mannschaft von Urs Fischer souverän mit 2:0 gegen Racing Straßburg.

Sollte Mainz im Rückspiel nicht unerwartet einbrechen, wartet im Halbfinale voraussichtlich Rayo Vallecano. Die Spanier setzten sich in ihrem Hinspiel mit 3:0 gegen AEK Athen durch.

Auch wenn die Griechen ein Wunder vollbringen sollten, scheint die Aufgabe für Fischers Mainzer im Halbfinale durchaus machbar. Auf der anderen Seite des Turnierbaums warten dann Schwergewichte wie Crystal Palace oder Schachtar Donezk.

Doch in einem Finale sind die Chancen gegeben, jeden zu schlagen. Zumal Mainz aktuell auf Platz vier der Rückrundentabelle der Bundesliga steht, sie sind also prima in Form.

Paul Nebel schaut ähnlich optimistisch auf den weiteren Verlauf der Saison: "Wenn man da steht, wo wir jetzt stehen, wäre es schlecht, wenn man nicht von etwas Großem träumt."

SC Freiburg - Europa League

Die Freiburger haben sich klammheimlich angeschlichen und in eine ähnliche, wenn nicht noch bessere Situation gespielt.

Der positiven Bilanz unter Christian Streich folgte Julian Schuster nahtlos. Neben einer stabilen Bundesligasaison konnte der SCF auch international ein Zeichen setzen.

Gegen Celta Vigo gewann der Sport-Club vor heimischem Publikum mit 3:0 und öffnete damit die Tür für das Halbfinale. Rechtsverteidiger Phillip Treu sprach anschließend von einem "perfekten Abend."

Doch Trainer Schuster warnte vor zu viel Euphorie: "Wir haben 90 Minuten gespielt. Der Fußball hat schon oft gezeigt, was passieren kann." Im Halbfinale würde entweder Betis Sevilla oder der SC Braga warten.

Für die disziplinierten Freiburger durchaus machbar. Auch in der Europa League scheint der deutsche Vertreter den vermeintlich einfacheren Weg ins Finale ausgelost bekommen zu haben.

Im Finale könnten dann Mannschaften wie der FC Porto oder Aston Villa warten. Sollte sich Freiburg international weiterhin so souverän und abgeklärt präsentieren, könnte der zweite deutsche Titelträger 2026 gefunden sein.

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FC Bayern München - Champions League

Für den historischen Erfolg der Bundesliga fehlt dann "nur" noch die Champions-League-Krone. Der atemberaubende Fußball, den Vincent Kompany und seine Mannschaft bisher präsentieren, lässt in dieser Hinsicht definitiv Raum zum Träumen.

Nach dem Hinspielsieg gegen Real Madrid stehen auch in der Königsklasse die Zeichen für einen deutschen Halbfinalisten sehr gut.

Der Rekordmeister musste sich international bislang nur dem FC Arsenal geschlagen geben, der im Frühjahr der Saison national und international nahezu alles gewann.

Inzwischen haben die Londoner auch etwas Kräfte liegen lassen und es scheint in der Liga, aber auch bei Auftritten in Europa, dass nicht mehr alles so leicht von der Hand geht, wie es noch zu Saisonbeginn war.

Sollte Bayern die Madrilenen nun schlagen können, wird vermutlich PSG im Halbfinale warten. Die Pariser sehen seit Jahresbeginn wieder frischer aus und haben sich nach dem ersten CL-Sieg der Vereinshistorie 2025 zurück in die Spur gebracht.

Für Trainer Kompany scheint jedoch nichts unmöglich zu sein: "Wenn man hier in Madrid gewinnt, zeigt das, dass man alles schaffen kann."

Im anderen Turnierzweig spielen die bereits erwähnten Gunners, Sporting Lissabon sowie Barcelona und Atletico Madrid. In der aktuellen Form scheinen die Bayern alle der aufgezählten Teams schlagen zu können.

Historischer Bundesliga-Erfolg scheint möglich

Bis zu den Finals im Mai ist noch Zeit. Insgesamt würden jeder Mannschaft drei weitere Spiele bevorstehen. Das Rückspiel im Viertelfinale, sowie beide Halbfinal-Partien.

Doch nach dem Blick auf die Turnierbäume scheinen die Chancen auf den historischen Erfolg der Bundesliga groß wie nie zu sein.

Mainz 05, Freiburg und der FC Bayern können deutsche Fans träumen lassen. Die oftmals belächelte "Ausbildungsliga" aus Deutschland scheint sich international zu beweisen. Nicht nur in Form des Rekordmeisters.

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