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Union Berlin - VfL Bochum - Feuerzeugwurf gegen Drewes: DFB muss hart durchgreifen - Kommentar

Veröffentlicht:

von Carolin Blüchel

14.12.2024, xtgx, Fussball 1. Bundesliga, 1. FC Union Berlin - VfL Bochum emspor, v.l. Patrick Drewes (Bochum, 27) von Feuerzeug getroffen (DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI-VIDEO) Berlin *** 14 12 2024, xtgx, Soccer 1 Bundesliga, 1 FC Union Berlin VfL Bochum emspor, v l Patrick Drewes Bochum, 27 hit by lighter DFL DFB REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO Berlin

Bild: Jan Huebner


Nach dem Feuerzeugwurf gegen VfL-Torwart Patrick Drewes beim Remis bei Union Berlin, fordert Bochum den Sieg am grünen Tisch. Es wäre das richtige Signal in Richtung aller Chaoten. Ein Kommentar.

Von Carolin Blüchel

Ein Feuerzeug trifft Bochum-Keeper Patrick Drewes am Kopf – geworfen von einem Union-Ultra auf der Tribüne. Der Torhüter geht zu Boden, verlässt sichtlich benommen den Platz und muss später im Krankenhaus behandelt werden.

Es ist eine abscheuliche Szene, die im Fußball absolut nichts zu suchen hat. Immerhin wurde der Übeltäter noch während des Spiels ermittelt und der Polizei übergeben.

Doch wie soll jetzt mit der Wertung des Spiels umgegangen werden? Schiri Petersen hatte die Partei nach dem Vorfall in der 95. Minute beim Stand von 1:1 unterbrochen. Nach einer knappen halben Stunde kehrten beide Teams für drei Minuten zurück.

Weil Bochum sein Wechselkontingent ausgeschöpft hatte, musste Stürmer Philipp Hofmann ins Tor, weshalb sich beide Teams aus Fairnessgründen auf einen Nicht-Angriffspakt einigten.

Nach Abpfiff kündigte Bochum-Geschäftsführer Ilja Kaenzig an, gegen die Wertung Einspruch zu erheben. "Wir sind der Meinung, dass das Spiel nach Regelwerk hätte abgebrochen werden müssen", sagte er bei "Sky". Wenn man das Regelwerk auslege, sei von einer Umwertung in einen VfL-Sieg auszugehen.

Rein emotional würden viele Fans Kaenzig sicherlich Recht geben. Der gastgebende Verein trägt die Verantwortung für den Ordnungsdienst und damit auch für Fans, die Gegenstände auf Spieler werfen.

In diesem Fall war es auch nicht, wie von Union-Sportdirektor Horst Heldt behauptet, ein einzelner Chaot. Nach Aussage von Bochums Philipp Hofmann flogen mehrere Feuerzeuge aus der Union-Kurve, als die Spieler Drewes zu Hilfe eilten.

Das Wichtigste in Kürze

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Regelwerk ist nicht eindeutig

Und doch gibt es ein großes Aber: Kaenzig begründet seine Forderung damit, dass durch den Vorfall "ein sportlicher Nachteil gegeben" war. Dies ist gemäß Regelwerk notwendig, um die Wertung des Spiels anzufechten.

So eindeutig, wie Kaenzig es darstellt, gestaltet sich der Sachverhalt allerdings nicht. Hätte der Schiedsrichter die Partie abgebrochen, hätte Bochum sicherlich bessere Karten gehabt, den ersten Auswärtsdreier der Saison einzufahren.

Petersen hatte sich aber, wie es sein Recht ist, nur zu einer Unterbrechung entschieden. Das kann man ihm moralisch ankreiden, falsch war es aber nicht.

Deshalb kommt ein möglicher sportlicher Nachteil zum Tragen. In der Spielordnung der DFL heißt es in Paragraf 14, Absatz 2b: Einsprüche gegen die Spielwertung können erhoben werden bei "Schwächung der eigenen Mannschaft durch einen während des Spiels eingetretenen Umstand, der unabwendbar war und nicht mit dem Spiel und einer dabei erlittenen Verletzung im Zusammenhang steht."

Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...

    RHR-Foto

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    ...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.

    Marco Canoniero

  • Yan Diomande (RB Leipzig)
    Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.

    AFP/SID/RONNY HARTMANN

  • Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
    Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.

    IMAGO/Buzzi

  • Luka Vuskovic (Hamburger SV)
    Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

    IMAGO/HMB-Media

  • Said El Mala (1. FC Köln)
    Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

    IMAGO/Revierfoto

  • Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
    Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    ... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

    2025 Getty Images

  • Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
    Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

    2025 Getty Images


Sportgericht braucht Fingerspitzengefühl

Das ist zumindest Auslegungssache: Kaenzig sieht durch die VfL-Brille eine deutliche Schwächung.

Aber hätte der VfL Bochum in den wenigen Minuten der Nachspielzeit ohne den Feuerzeugwurf noch das Siegtor erzielt? Das ist mindestens zweifelhaft.

Immerhin spielte Bochum schon seit einem Platzverweis von Miyoshi in der 13. Minute in Unterzahl. Unmittelbar vor dem Eklat hatte Keeper Drewes wegen Zeitspiels Gelb gesehen. Die Kräfte schwanden zusehends.

Das Sportgericht braucht jetzt Fingerspitzengefühl. Vermutich ist es aber auch Zeit für einen Präzedenzfall, um derartige Vorfälle künftig zu verhindern.

Wenn man jetzt mit eiserner Hand durchgreift und Bochum die drei Punkte gibt, würde man den Chaoten auf der Tribüne in aller Deutlichkeit zeigen, dass sie ihrem eigenen Team einen Bärendienst erwiesen haben.

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