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Bundesliga - Spannendstes Abstiegsfinale jemals? "Wird ein harter Kampf"
17:30 SAT.1 Bayern
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Im Abstiegskampf der Bundesliga geht es heiß her. Drei Teams kämpfen punktgleich um den Relegationsplatz – die besten Karten hat der VfL Wolfsburg. Dzenan Pejcinovic nimmt sich im exklusiven Gespräch mit ran selbst in die Pflicht.
Im Mai gibt es im Fußball so einige Endspiele, auf die viele Fußballer das ganze Jahr über hinarbeiten. Eines, auf das die Spieler des VfL Wolfsburg, des FC St. Pauli und des 1. FC Heidenheim hingegen gerne verzichten würden, ist das Finale um den 16. Platz der Bundesliga.
Natürlich sind die Ausgangssituationen unterschiedlich. In Heidenheim ist man zufrieden, überhaupt dieses Finale am 34. Spieltag erreicht zu haben. Der VfL Wolfsburg hingegen spielt weit unter seinen Möglichkeiten und steht massiv unter Druck.
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Eine tragende Rolle könnte Dzenan Pejcinovic bei den Wölfen einnehmen. Der 21-Jährige ist einer der wenigen Gewinner in einem Klub, der in dieser Saison kaum positive Schlagzeilen schreiben konnte. Ein Lichtblick in der ansonsten düsteren Autostadt.
Sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 bei Union Berlin leitete am 30. Spieltag die mögliche Wende ein. Am Ende stand ein 2:1-Sieg, mit dem der VfL die Schlussoffensive in der Liga startete. "Wir haben seit drei, vier Spielen eine gewisse Stabilität in die Mannschaft bekommen", erklärt der Mittelstürmer im exklusiven Gespräch mit ran und nimmt sich für den letzten Schritt zum Klassenerhalt selbst in die Pflicht: "Wir kassieren viel weniger Tore. Jetzt geht es darum, dass wir Offensivspieler unseren Job machen und noch konsequenter vorm Tor sind."
Am vergangenen Wochenende wurde ihnen genau das gegen den FC Bayern zum Verhängnis. In einer starken ersten Halbzeit belohnte sich Wolfsburg nicht selbst. Kurz vor Schluss vergab Mattias Svanberg die Riesenchance zum 1:1, traf nur den Pfosten.
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VfL Wolfsburg: Die beste Ausgangslage im Tabellenkeller
Für Pejcinovic war das Duell mit den Bayern "etwas Besonderes". Der gebürtige Münchner kickte einst in der Jugend des FC Bayern, wechselte über den FC Augsburg dann nach Wolfsburg. Mittlerweile ist er U21-Nationalstürmer, traf für die höchste Juniorenklasse des DFB in sieben Partien zweimal. Für Wolfsburg erzielte er zehn Tore in 31 Einsätzen und bereitete ein weiteres vor.
"Wir hatten gute Chancen und wenn das Glück auf unserer Seite ist, gewinnen wir das Spiel wahrscheinlich", blickt er optimistisch auf die Niederlage gegen die Bayern zurück. Entsprechend habe man in Wolfsburg auch keine Angst vor der Ausgangssituation am letzten Spieltag. Alle drei Teams im Tabellenkeller haben 26 Punkte. Die Tordifferenz des VfL ist aber um drei Treffer besser als die von Heidenheim und St. Pauli (jeweils -29).
Schon ein Remis würde reichen, wenn Heidenheim gegen Mainz nicht gewinnt. "Wir spielen nie auf Unentschieden", stellt Pejcinovic allerdings klar: "Es wird kein leichtes Spiel, es wird ein harter Kampf. Aber wir sind bereit, wir werden alles geben und dann werden wir am Ende sehen, was rauskommt."
An die Relegation denke er aber noch nicht: "Der Fokus liegt nur auf St. Pauli und wenn wir da drei Punkte geholt haben, dann können wir uns auf die Relegationsspiele konzentrieren." Das Selbstvertrauen ist bei den Grün-Weißen wieder gewachsen. Die guten Leistungen zuletzt und die Ausgangslage in der Tabelle sind ein klarer Vorteil.
Allerdings scheiterte man sowohl in Freiburg als auch zuletzt gegen Gladbach und Bayern an der eigenen Offensive. Laut "SofaScore" hätte Wolfsburg anhand der eigenen Chancenqualität in diesen drei Spielen fünf bis sechs Tore schießen müssen. Getroffen haben sie nur ein einziges Mal. Rund drei der "Expected Goals" (xG) sammelten sie gegen den FC Bayern.
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FC St. Pauli: Die Form ist schlecht, die Tabellensituation ebenfalls
Wolfsburgs Mission ist also klar: Offensiv die Chancen effizienter nutzen, defensiv stabil bleiben. Aber mit dem FC St. Pauli treffen sie auf die beste Defensive im Tabellenkeller. Nur zehn Teams haben in der Bundesliga weniger Gegentore kassiert als sie (57). Und auch 53,7 zugelassene xG sind im Keller ein starker Wert, mit dem sie Mainz, den HSV, Augsburg, Wolfsburg und Heidenheim hinter sich lassen.
St. Pauli ist schwer zu knacken, stellt selbst aber mit 28 Toren die schlechteste Offensive der Liga und hat noch ganz andere Probleme: Ein Magen-Darm-Virus hat die Mannschaft erwischt. Mit Eric Smith, Hauke Wahl, David Nemeth und Louis Oppie wurden vier Spieler am Dienstagvormittag aus dem Training genommen. Hinzu kommen weitere Ausfälle, die den Kader an seine Grenzen bringen.
Die Form der Kiezkicker ist entsprechend bescheiden: Aus den vergangenen zehn Partien holten sie nur drei Unentschieden und einen Sieg. Vier der letzten fünf Spiele wurden verloren.
1. FC Heidenheim kann die Sensation packen
Darüber hinaus hat der FC St. Pauli die schlechteste Ausgangslage aller Teams. Selbst bei einem Sieg gegen den VfL Wolfsburg müssen sie hoffen, dass Heidenheim entweder nicht gewinnt oder mit mindestens einem Tor weniger Unterschied siegt als sie selbst. Die Heidenheimer haben unter Frank Schmidt zuletzt einen unglaublichen Schlussspurt hingelegt.
In den letzten sieben Partien verlor der FCH nur einmal. Drei Siege stehen seitdem auf dem Konto und drei Unentschieden – darunter jeweils 3:3 gegen Bayer Leverkusen und den FC Bayern. Vor dem letzten Spiel vor eigenem Publikum könnte gegen den FSV Mainz 05 die kleine Sensation gelingen.
Dabei müssen sie aber mit großer Wahrscheinlichkeit darauf hoffen, dass der VfL Wolfsburg in der Offensive weiterhin blass bleibt. Bei einem Sieg des VfL muss Heidenheim eine Differenz von drei Toren aufholen. Die Form spricht für sie, aber aufgrund des direkten Duells und der Ausgangslage in der Tabelle werden sich alle Augen zunächst auf das Millerntor-Stadion richten.
Bevor Pejcinovic sein Team in Berlin-Köpenick vor einigen Wochen auf die Siegerstraße brachte, war ebenfalls ein 2:1-Sieg der Wölfe der letzte Sieg in der Bundesliga. Mitte Januar schlugen sie ausgerechnet den Gegner im Bundesliga-Endspiel: St. Pauli. Den späten Siegtreffer erzielte damals ebenfalls Pejcinovic. Am kommenden Samstag könnte er erneut in den Mittelpunkt rücken – und seine positive Geschichte im Gesamtchaos des VfL Wolfsburg fortsetzen.
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