Finale der Champions League
Champions League - Paris St. Germain deklassiert Inter Mailand: Verheerendes Ende für die "Rentnertruppe"
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von Martin VolkmarBild: 2025 Getty Images
Nie zuvor war eine Mannschaft in einem Champions-League-Finale so chancenlos wie Inter Mailand gegen Paris St. Germain. Das hat mehrere Gründe. Eine kommentierende Analyse.
Vom Champions-League-Finale berichtet Martin Volkmar
Der letzte Eindruck bleibt - und der fällt für Inter Mailand verheerend aus.
Die Nerazzurri wurden im Champions-League-Finale von Paris St. Germain nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und kassierten beim 0:5 die höchste Endspielniederlage in der Geschichte des Wettbewerbs.
Ein peinliches Debakel, das Inters herausragende Leistungen zuvor, allen voran der spektakuläre Triumph über den FC Barcelona im Halbfinale, komplett verdrängte.
"Inter rettet weder die Würde noch die Ehre", lautete der vernichtende Kommentar der "Tuttosport" und auch die anderen italienischen Medien schrieben unisono von einer "historischen Demütigung".
Das Wichtigste in Kürze
Inter Mailand verspielt vier Titel auf der Zielgeraden
Tatsächlich haben die Mailänder auf der Zielgeraden alles verspielt und gleich vier mögliche Titel aus der Hand gegeben, vor einer Woche erst die Titelverteidigung in der Serie A in praktisch letzter Sekunde gegen Napoli.
Offensichtlich kann auch die "Rentnertruppe" von Simone Inzaghi nicht die Zeit anhalten - elf Spieler im Kader sind über 30, fünf sogar über 35 Jahre.
Im Gegensatz zu den vorherigen Partien wie im dramatischen Viertelfinale gegen den FC Bayern sah man das am Samstagabend in der Allianz Arena überdeutlich.
Inter: Trainer Inzaghi ratlos und überfordert
Am fittesten wirkte noch Inzaghi, der 90 Minuten lang an der Seitenlinie tobte – aber damit auch nur seine Überforderung und Ratlosigkeit kaschierte.
Einen sinnvollen Matchplan konnte der Trainer, der den Klub nun vielleicht nicht ganz freiwillig verlassen wird, seiner Mannschaft ebenso wenig mitgeben wie eine Antwort auf die frühen Gegentreffer.
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Vielmehr hatte Inter gegen den Pariser Tempo-Fußball von Anpfiff an keine Chance und lief die gesamte Spielzeit über Ball und Gegner vergeblich hinterher – wie am Ende der Saison, so ging den "alten Herren" auch im Finale am Ende die Luft aus.
Das galt unter anderem auch für Yann Sommer, der vor dem Spiel noch als einer der besten Torhüter Europas bewertet und unter anderem von Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in höchsten Tönen gelobt worden war.
CL-Finale: Rückkehrer Sommer erlebt rabenschwarzen Abend
Doch bei der Rückkehr konnte der Schweizer nicht beweisen, dass er im Vorjahr zu Unrecht aus München vertrieben wurde.
Im Gegenteil: Der 36-Jährige erlebte wie seine Teamkollegen einen rabenschwarzen Abend und musste beinahe tatenlos dem Desaster zusehen.
"Am Schluss fehlen uns die Titel, da müssen wir ehrlich sein. Wir haben viel investiert und das tut weh, dass wir uns weder in der Meisterschaft noch in der Champions League belohnen konnten", gab der frustrierte Sommer nach der Partie am ran-Mikro zu: "In vielen Punkten waren wir einfach zu schlecht für ein Finale."
Champions League: Inter braucht einen Großumbau des überalterten Kaders
Viel treffender hätte man es nicht analysieren können.
Und es bleibt die große Frage, ob die Lombarden nicht einen Großumbau des überalterten Kaders brauchen, um nochmal nach dem Henkelpott greifen zu können.
Aktuell spricht mehr dafür, dass die zweite Endspielniederlage in drei Jahren das Ende einer großen Inter-Mannschaft war, der schmerzlich die Grenzen aufgezeigt wurden.
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