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Champions League: Real Madrid verhält sich nach Niederlage beim FC Bayern eines großen Klubs unwürdig - Kommentar

Aktualisiert:

von Kai Esser

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FC Bayern: Harry Kane über ein "Crazy Game" gegen Real

Videoclip • 03:08 Min


In einem packenden Spiel unterlag Real Madrid dem FC Bayern München mit 3:4 und schied aus der Champions League aus. Danach benahmen sich die "Königlichen" jedoch wie schlechte Verlierer. Das ist eines solchen Klubs nicht würdig. Ein Kommentar.

Die Spieler hatten den Platz noch nicht verlassen, da war eigentlich schon klar, was das vorherrschende Thema nach dem geschichtsträchtigen Viertelfinale in der Champions League zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid sein würde.

Der Schiedsrichter.

Und während Slavko Vincic wahrlich nicht seinen besten Abend hatte - als Weltklub die Schuld einzig und allein beim Unparteiischen zu suchen, der das Spiel laut Noch-Real-Trainer Alvaro Arbeloa "entschieden" habe, ist Unsinn. Und eines Klubs wie Real nicht würdig.

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Bayern vs. Real: Fehlentscheidungen auf beiden Seiten

Vor allem, da sich die Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns relativ gleichmäßig auf beide Seiten verteilten.

Ja, Eduardo Camavinga die Gelb-Rote Karte zu zeigen, weil Vincic offensichtlich vergessen hatte, dass der Franzose bereits gelb-verwarnt war, wirft ein schlechtes Licht auf ihn. Die Madrilenen, inklusive heimischer Presse, wurden nicht müde, das im Nachgang zu betonen.

Dass der Spielleiter allerdings eine astreine Schwalbe von Brahim Diaz gegen Konrad Laimer in der 1. Hälfte mit einem Freistoß ahndete, aus dem Arda Güler das zwischenzeitliche 1:2 erzielte, wird im spanischen Debattierclub von München-Fröttmanning wohl bewusst außer Acht gelassen.

Auch, dass Camavinga bereits vorher mehrfach mit Spielverzögerungen aufgefallen war, für die eine Gelbe Karte durchaus als Bestrafung im Regelbuch steht.

Genau so wie eine strittige Situation vor dem 2:3, als Josip Stanisic womöglich gefoult wurde. Freilich, keine Szene, die zwingend abzupfeifen ist, allerdings hätten sich die Madrilenen über einen Freistoßpfiff nicht beschweren können.

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Doch anstatt darüber zu sprechen, dass sie in beiden Spielen zehn Gegentore hätten schlucken können und defensiv viel zu fahrig und nachlässig waren, geben sie dem Schiedsrichter die Schuld. Das ist schließlich einfacher, als sich mit eigenem Fehlverhalten auseinanderzusetzen.

Das Real Madrid, das die 2010er-Jahre so dominiert hat, ist nicht mehr da. Lange nicht mehr.

Den Spaniern ist völlig abhandengekommen, mit Niederlagen angemessen umzugehen. Spieler wie Toni Kroos oder Luka Modric fehlen nicht nur spielerisch, sie fehlen diesem Klub auch als Persönlichkeiten. Die, die nach dem Spiel nicht den Unparteiischen, sondern zuerst sich selbst hinterfragt hätten.

Mit Ausnahme von Federico Valverde, der immerhin Kroos' Rückennummer geerbt hat, kann man diese Eigenschaften höchstens noch Thibaut Courtois zuschreiben, der jedoch verletzt zuschauen musste.

Es scheint ein vornehmlich spanisches Phänomen zu sein, bereitet der FC Barcelona offenbar die zweite offizielle Beschwerde über Schiedsrichter bei der UEFA innerhalb von zehn Tagen vor.

Schade ist einzig, dass nach einem solch fantastischen und atemberaubenden Fußball-Abend beinahe ausschließlich über Schiedsrichter gesprochen wird. Das hat diese Partie nicht verdient.

Und ein Klub wie Real Madrid erst recht nicht nötig.

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