Fußball
Friedenspreis für Donald Trump sorgt wohl für großen Unmut bei der FIFA: "Tiefe Beschämung"
Aktualisiert:
von SIDran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 02:18 Min
Der an US-Präsident Donald Trump verliehene Friedenspreis sorgt innerhalb der FIFA inzwischen offenbar für "tiefe Beschämung".
In Teilen des Fußball-Weltverbandes FIFA wächst angeblich das Unbehagen nach der Verleihung eines sogenannten Friedenspreises an den US-Präsidenten Donald Trump.
Das berichtet der "Guardian". Aufgrund der mangelnden Transparenz habe es bereits rund um die Vergabe Bedenken gegeben, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine hochrangige FIFA-Quelle, inzwischen sei dies im Kreise "mittelrangiger und hochrangiger" Funktionäre aber in "tiefe Beschämung" umgeschlagen.
FIFA-Chef Gianni Infantino hatte den Friedenspreis kurz vor der WM-Auslosung im Dezember ins Leben gerufen. Offiziell ist nicht bekannt, nach welchen Kriterien und durch wen die Entscheidung für den Preisträger getroffen wird. Menschenrechtsgruppen übten scharfe Kritik.
Zuvor hatte Infantino Trump vergeblich für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Der "Guardian"-Bericht folgt auf die US-Angriffe auf Venezuela, die Gefangennahme des Machthabers Nicolás Maduro sowie Trumps Übernahmepläne für Grönland.
FIFA-Sprecher verteidigt Preisvergabe an Trump
Infantino pflegt im Vorfeld der WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) eine enge Beziehung zu Trump. Die Vorbereitung und das Turnier seien eine "sehr heikle" und "schwierige" Angelegenheit, sagte dem Bericht zufolge ein hochrangiger, nicht namentlich genannter FIFA-Mitarbeiter.
In einer Stellungnahme verweigerte ein FIFA-Sprecher einen Kommentar zu den anonymen Aussagen, verteidigte aber die Preisvergabe an Trump. "Die FIFA unterstützt ihren jährlichen Friedenspreis nachdrücklich, eine Auszeichnung zur Würdigung außergewöhnlicher Beiträge für Frieden und Einheit", hieß es.
Die FIFA wies daraufhin, dass die venezolanische Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado Trump bei ihrem Besuch in Washington am Donnerstag (Ortszeit) in einem höchst ungewöhnlichen und rein symbolischen Schritt ihre Medaille übergeben hatte. Das Nobelkomitee in Oslo stellte klar, dass der Preis nach den seit rund 125 Jahren gültigen Regeln nicht weitergegeben werden kann.
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