Frankreich
Paris Saint Germain: Steigt Katar bei PSG aus? Ermittlungen gegen Nasser Al-Khelaifi könnten zum Rückzug führen
Veröffentlicht:
von Chris LugertNasser Al-Khelaifi
Bild: imago sportfotodienst
Dank der Unterstützung des Emirats Katar ist Paris Saint-Germain zu einer Supermacht im Fußball geworden. Jetzt aber droht der Kollaps, Katar denkt angeblich ernsthaft über einen Rückzug nach.
Dem fürstlich alimentierten französischen Fußballklub Paris Saint-Germain droht womöglich das Ende in seiner aktuellen Form. Denn wie "RMC Sport" berichtet, denkt das Emirat Katar darüber nach, sein Engagement bei PSG zu beenden.
Grund dafür sei eine laufende Klage gegen PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi. Der 51-Jährige ist nicht nur Präsident des Klubs, sondern auch Verwalter des 230 Milliarden Euro schweren katarischen Staatsfonds.
In dieser Funktion soll er bereits 2018 beteiligt gewesen sein, im Lagardere-Konzern, an dem eine Tochtergesellschaft des katarischen Fonds beteiligt war, Stimmen zu kaufen. Damit wollte Katar mehr Einfluss auf die Unternehmensführung ausüben.
Al-Khelaifi wird vorgeworfen, seine Position ausgenutzt zu haben, um die Abstimmung im Vorstand zu beeinflussen. Konkret geht es um Beihilfe zum Stimmenkauf und zum Missbrauch von Befugnissen sowie Beeinträchtigung der Wahlfreiheit.
Al-Khelaifi selbst bestreitet die Vorwürfe deutlich und erklärte, "keinerlei Verbindungen" zu diesem Fall zu haben. Dennoch wurde am 5. Februar seitens der Justiz offiziell Klage gegen ihn erhoben.
Katar reagiert verstimmt auf Klage gegen Al-Khelaifi
Diese Entscheidung sorgte in Katar für Ärger und Unverständnis. Die Verstimmungen seien so gewaltig, dass Katars Präsident Tamim bin Hamad Al-Thani erwäge, seine Investitionen in Frankreich zu beenden. Dies würde nicht nur PSG, sondern auch den TV-Sender "beIN Sports" betreffen.
Eine regierungsnahe Quelle berichtete "RMC Sport", Katar habe "genug von all diesem Missbrauch". Man sprach von falschen Anklagen, Erpressungen, täglicher Kritik und "Schuldzuweisungen".
Nicht zum ersten Mal befindet sich Al-Khelaifi im Visier der französischen Justiz. Bezüglich der Bewerbungen Katars um die Ausrichtung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 und 2019 wurde er bereits wegen Korruption angeklagt, diese Klage wurde 2023 aber zurückgenommen.
Für PSG wäre der Ausstieg Katars wohl gleichbedeutend mit einem sportlichen Absturz bis hin zu einem möglichen Bankrott. Seit der Übernahme des Klubs durch den katarischen Staatsfonds im Jahr 2011 pumpte das Emirat Milliarden in den Klub.
Damit wurde PSG unter traditionell eingestellten Fans zum Feindbild und zum Inbegriff der Fehlentwicklungen im Fußball, zumal Katar seit jeher wegen schwerer Menschenrechtsverstöße in der Kritik steht.
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