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Clasico: Der Tiefpunkt, den Real Madrid sich selbst eingebrockt hat - Kommentar

Aktualisiert:

von Martin Jahns

ran Fußball

El Clasico: Real-Bus von Barcelona-Fans attackiert

Videoclip • 01:05 Min


Der FC Barcelona kürt sich erstmals in einem Clasico zum spanischen Meister. Real Madrid schaut zu und steht vor den Trümmern einer Saison, die längst aus dem Ruder gelaufen ist. Die Demütigung ist der Tiefpunkt einer Spielzeit, die viel zu oft von Chaos statt Kontrolle geprägt war – ein Kommentar.

Das gab es noch nie.

Mit einem überlegenen Sieg im Clasico hat sich der FC Barcelona die Meisterschaft gesichert. Real Madrid musste nach dem verdienten 0:2 zuschauen, wie der Erzrivale nach dem Schlusspfiff seinen zweiten Ligatitel in Serie feierte.

Nach den vergangenen Chaos-Wochen in Madrid muss die Schmach der Startschuss für einen Neuanfang sein.

Reals Probleme zeigten sich schon bei der Aufstellung: Aurelien Tchouameni stand ungeachtet seines Eklats mit Teamkollege Fede Valverde in der Startelf.

Der Klub hat derzeit weder die Stabilität noch die Kadertiefe, um konsequent zu reagieren. Real wirkt nicht wie ein Team mit klarer Hierarchie, sondern wie ein Kader, der seine Spannungen eher verwaltet als löst.

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Entfremdung zwischen Superstar und Weltverein

Dazu passt, dass der aktuell angeschlagene Kylian Mbappe nicht einmal mitgereist ist. Dabei brodelt es um ihn ohnehin schon, nachdem zuletzt Fotos viral gingen, die ihn mit Freundin auf Kurzurlaub auf Sardinien zeigten.

Die abermalige Abwesenheit kann als weiteres Zeichen der Entfremdung zwischen Superstar und Weltverein gesehen werden.

In einer Online-Petition fordern inzwischen Millionen von Real-Fans die Trennung von Mbappe.

Hansi Flicks Barcelona ist enteilt

Während Real mit sich selbst kämpft, zeigt Barcas Machtdemonstration, wie weit Hansi Flicks Team nicht nur tabellarisch mit 14 Punkten Vorsprung, sondern auch fußballerisch enteilt ist.

Das Experiment mit Trainer Alvaro Arbeloa darf angesichts des Schnitts von 1,88 Punkten pro Spiel als gescheitert betrachtet werden. Zum Vergleich: Der geschasste Xabi Alonso kam auf 2,24 Punkte pro Partie.

Für Alonso wurde ein Clasico zum Schicksalsspiel. Bei Reals 2:1-Sieg in der Hinrunde mischten die Madrilenen noch im Titelkampf mit. Doch der bei der Auswechslung motzende Vinicius Jr.  wurde für den Trainer zum Anfang vom Ende.

Nun ist es wieder ein Clasico, der Real schmerzhaft offenbart: Von einer Einheit aus Stars und Trainer, von einem funktionierenden Team ist Madrid meilenweit entfernt.

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