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FIFA Weltmeisterschaft

FIFA plant Verkauf von WM-Anteilen - Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung" - News im Ticker

Aktualisiert:

von ran.de

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FIFA will Rechte an WM verkaufen

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


Die FIFA plant, Anteile der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. FIFA-Präsident Gianni Infantino bekommt dafür viel Kritik ab. ran informiert über die aktuellen Entwicklungen.

+++ Infantino verteidigt sich: "Eine Chance, keine Verpflichtung" +++

FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigt sein Vorhaben, Anteile an der Fußball-WM an private Investoren zu veräußern. "Es ist ein Vorschlag, ein Angebot, Teil eines demokratischen Beratungsprozesses", sagte Infantino in einem Video, das der Weltverband am Mittwochabend veröffentlichte. "Es ist eine Gelegenheit, aber keine Verpflichtung."

Nur mit der Zustimmung der Mehrheit der 211 Nationalverbände und des FIFA-Councils werde das geplante Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) eine vom Weltverband kontrollierte Gesellschaft, die "alle FIFA-Wettbewerbe verwalten und vermarkten würde". Er verspreche sich davon die "Erschließung bisher nicht realisierter Werte". Die kommerzielle Seite des Fußballs zu stärken, sei "der logische nächste Schritt".

Infantino betonte, es kämen bisher zu geringe Tranchen der gestiegenen FIFA-Einnahmen an der Basis an. "Höhere Zahlungen an die Mitgliedsverbände bedeuten höhere Investitionen in bessere Fußballplätze, stärkere Nationalmannschaften und ebnen den Weg für Jungen und Mädchen überall auf der Welt", sagte er, und er versprach: "Wir kümmern uns um alle." Die FIFA wolle "das nächste Kap Verde schaffen" - die zentralatlantische Inselgruppe hatte es erstmals zur WM geschafft.

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Bild: STEINSIEK.CH


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+++ "Fatales Zeichen": DFB-Präsident Neuendorf kritisiert FIFA-Pläne +++

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Investorenpläne des Fußball-Weltverbands FIFA scharf kritisiert. Es sei "ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen“. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen", sagte Neuendorf in einem Interview mit der Sportschau und dem ZDF.

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) fürchtet deshalb große Konsequenzen. "Die Akzeptanz der Fans dürfen wir nicht verlieren, aber wir sind auf dem besten Wege, diese Akzeptanz zunichte zu machen. Das halte ich für überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig."

Auch interessant: WM-Finale 2026: Eklat um Argentinien vs. Spanien – FIFA macht Forderung öffentlich

+++ Sammer über FIFA-Pläne: "Es ist ein schmaler Grat" +++

Matthias Sammer, Berater beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, äußerte sich am Mittwoch beim Internationalen Trainerkongress in Mainz differenziert zu der Thematik: "Gianni Infantino muss es erstmal schaffen, allen gerecht zu werden. Das ist seine Aufgabe und die der FIFA. Es ist immer ein schmaler Grat", sagte Sammer. Jedoch sehe er eine "Gefahr, wenn in die Integrität des Spiels eingegriffen wird." Wenn man "die emotionale Glaubwürdigkeit des Fußballs aufs Spiel" setze, rühre dies an den "Grundmauern des Fußballs", betonte der 58-Jährige.

Die nächsten Livestreams auf Joyn

+++ Vereinbarungen bereits unterzeichnet? FIFA setzt Verbände unter Druck +++

Laut Berichten von "Times", "Telegraph" und "Financial Times" sollen schon vorläufige Vereinbarungen über die Bedingungen eines Deals unterzeichnet worden sein, der einen Wert von umgerechnet mehr als 17 Milliarden Euro haben könnte. Es heißt, die Regierung von US-Präsident Donald Trump sei bezüglich des Plans bereits konsultiert worden.

Nach der Bestätigung der Privatisierungspläne durch die FIFA vermeldete zunächst "Sky News", dass FIFA-Boss Gianni Infantino den Fußballverbänden ein Ultimatum gestellt habe. Demnach haben diese offenbar bis zum 19. September Zeit, um zu entscheiden, ob sie die Pläne unterstützen.

Pikant: Sollte ihm die Mehrheit der Verbände zustimmen, werden die ablehnenden Verbände dem Bericht zufolge angeblich leer ausgehen und auf die versprochenen 40 Millionen US-Dollar verzichten müssen. Die Summe wurde dabei von Infantino wohl sogar noch einmal verdoppelt.

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+++ Bayern-Sportvorstand Max Eberl schämt sich für FIFA-Pläne: "Ekelt mich an" +++

Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl bezeichnete die Vorgänge am Mittwoch als "beschämend": "Ich schäme mich dafür, dass wir im Fußball über solche Gedanken reden. Der Fußball gehört uns nicht", betonte der 52-Jährige.

Er habe das Gefühl, die FIFA sei dafür da, "nur Profit zu machen. Mich ekelt das an", sagte Eberl. Dass die Europäische Fußball-Union (UEFA) in einer Krisensitzung über einen möglichen WM-Boykott beraten könnte, befürworte er: "Ich bin immer ein Freund von Dialog. Aber wenn es so weit kommt, dann wäre ich tatsächlich dafür, dass wir als Europa eine starke Stirn bieten und sagen, nein, da machen wir nicht mit."

Fußball: FIFA plant WM-Verkauf - darum geht's

Die FIFA und ihr Chef Gianni Infantino haben die Fußballwelt mit ihrem Plan zum Verkauf von WM-Anteilen an private Investoren in Aufruhr versetzt. Der Weltverband plant die Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE), die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln soll. Die UEFA übte scharfe Kritik und warnte vor einem Verkauf der "Seele" des Fußballs. Laut Infantino geht es dagegen um "die Demokratisierung des Fußballs weltweit".

Die FIFA will nach eigenen Angaben "das volle wirtschaftliche Potenzial der Übertragungsrechte und Sponsoringverträge über das gesamte Turnierportfolio im Männer-, Frauen- und Jugendfußball" ausschöpfen. "Sorgfältig" ausgewählte Investoren sollten "Minderheitsbeteiligungen ohne Kontrollrechte an der FFE" erwerben, hieß es in einer Stellungnahme. Basierend auf einer Unternehmensbewertung von 20 Milliarden US-Dollar werde die FFE dieses Jahr bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar aufbringen. Laut Berichten sollen bis zu 20 Prozent der Anteile verkauft werden.

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