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WM-Qualifikation

Italien: Nach WM-Blamage fordert Inter-Ikone Auslands-Wechsel von Nationalspieler - "Jetzt reicht es"

Veröffentlicht:

von ran.de

ran Fußball

WM-Quali: Italien "hat Fußball verlernt" - Netzreaktionen zum WM-Aus

Videoclip • 01:34 Min


Italiens WM-Aus hat rund um die Mannschaft schon einige Rücktritte gefordert. Nun rät eine Ikone der "Squadra Azzurra" einem Nationalspieler, ebenfalls Konsequenzen zu ziehen.

Das dritte Scheitern in der WM-Qualifikation hatte rund um die italienische Fußball-Nationalmannschaft bereits einige personelle Konsequenzen. Verbandspräsident Gabriele Gravina trat auf öffentlichen Druck hin zurück, auch Sportchef Gianluigi Buffon und Nationaltrainer Gennaro Gattuso gaben ihre Posten auf.

Geht es nach einer Legende der "Squadra Azzurra", sollte die Playoff-Pleite in Bosnien-Herzegowina auch für einen der Führungsspieler Folgen haben - auf Vereinsebene. Giuseppe Bergomi, der an vier Weltmeisterschaften teilnahm und bei seiner Premiere 1982 den Titel gewann, rät Alessandro Bastoni dazu, die Serie A zu verlassen.

Im auf die Geschehnisse rund um Inter Mailand fokussierten Webradio "Radio Nerazzurra" sagte die Vereins-Ikone: "Er muss jetzt, zu seinem eigenen Wohl, Italien verlassen, und wir verlieren ein außergewöhnliches Talent, einen der besten Verteidiger im modernen Fußball."

Bastoni hatte in Bosnien-Herzegowina bereits nach 41 Minuten wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen. Zu jenem Zeitpunkt führte Italien mit 1:0, die Gastgeber hatten aber bereits Oberwasser. In Unterzahl geriet der viermalige Weltmeister dann umso mehr unter Druck, kassierte den Ausgleich und verlor schließlich das Elfmeterschießen mit 1:4.

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Bergomi über Bastoni: "Was hat er die vergangenen anderthalb Monate durchgemacht?"

Bergomi nennt Bastoni einen "Freund, ich sehe ihn ab und zu bei Basketballspielen, ich mag ihn sehr." Zugleich betont er: "Der Fehler war absehbar, was hat er die vergangenen anderthalb Monate durchgemacht?" Damit spielte der 62-Jährige offenbar auf die heftigen Fan-Reaktionen an, die Bastoni entgegenschlagen, seit er Mitte Februar eine Gelb-Rote Karte gegen Pierre Kalulu von Juventus Turin provozierte. Inter gewann das Spiel letztlich mit 3:2 und machte einen weiteren Schritt in Richtung Scudetto.

Für Bastoni, der 2021 zum Europameister-Team der Italiener zählte, wäre es die dritte Meisterschaft mit den "Nerazzurri". Mit zwei Leihunterbrechungen steht er seit 2017 bei Inter unter Vertrag, ist noch bis 2028 gebunden.

Dennoch ist Bergomi, der seine gesamte Karriere bei den Mailändern verbrachte, überzeugt: "Ich verstehe, dass er einen Fehler gemacht hat, aber jetzt reicht es. Es tut mir wirklich leid, auch für Inter, aber ich denke, zu seinem eigenen Wohl muss er sich im Ausland etwas suchen. Versteht ihr, was ich meine?"

Zuletzt war über einen Transfer Bastonis zum FC Barcelona spekuliert worden. Allerdings soll es unterschiedliche Vorstellungen über die Ablöse für den 26-Jährigen geben. Laut "Sportmediaset" fordert Inter 60 Millionen Euro, die Katalanen wollen aber nur 45 Millionen Euro zahlen. Bastoni winken demnach inklusive Boni sieben Millionen Euro pro Jahr, aktuell liege sein Gehalt bei maximal fünf Millionen Euro.

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