Sperre auf Bewährung
WM 2026 - Cristiano Ronaldo: Begnadigung nach Roter Karte und Tätlichkeit wirkt lächerlich - Kommentar
Aktualisiert:
von Daniel Kugler
Bild: imago
Die FIFA verhängt gegen Cristiano Ronaldo nach seiner Tätlichkeit nur eine Sperre auf Bewährung. Eine Entscheidung, die einen faden Beigeschmack hinterlässt. Ein Kommentar.
von Daniel Kugler
Durchatmen bei Cristiano Ronaldo. Der Portugiese kann wider Erwarten beim WM-Auftakt doch dabei sein.
Für seinen Ellbogenschlag im WM-Qualifikationsspiel gegen Irland (0:2) in der vergangenen Länderspielpause hatte Ronaldo Rot gesehen, von der FIFA wurde nun aber nach einem Einspruch durch den portugiesischen Verband eine überraschende Strafe verhängt.
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Statt der erwarteten drei Spiele Sperre, die auch den WM-Auftakt eingeschlossen hätten, wurde die Strafe überraschend auf ein Spiel (das 9:1 gegen Armenien) und zwei weitere auf Bewährung verkürzt.
Die Entscheidung wirft kein gutes Licht auf die Entscheidungsträger des Weltverbandes.
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Ronaldo: FIFA führt eigene Regularien ad absurdum
Eigentlich ist der Sachverhalt nach den FIFA-Regeln eindeutig.
Gemäß Kapitel 2, Artikel 14(i) des Disziplinarreglements werden Spieler "für mindestens drei Spiele oder einen angemessenen Zeitraum wegen Aggression, einschließlich Ellbogenstößen, Schlägen, Tritten, Bissen, Spucken oder [anderweitigem] Schlagen eines Gegners" gesperrt.
Der Platzverweis nach der Tätlichkeit gegen den Iren Dara O'Shea lässt eigentlich keinen Raum für Interpretationen zu. Entsprechend bricht der Weltverband im Fall des Superstars mit seinen eigenen Regularien.
Eine Extrawurst für einen der größten Namen der Branche, der mit dann 41 Jahren in seine letzte WM gehen wird. Für andere Stars - geschweige denn "normale" Spieler - wäre das wohl nicht so abgelaufen.
Eine kontroverse Entscheidung, die auch mit Blick auf Ronaldos Besuch eines von US-Präsident Donald Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman ausgerichteten Banketts im Weißen Haus vor wenigen Tagen in einem anderen Licht erscheint.
Trump eine Einflussnahme auf die FIFA-Entscheidung zu unterstellen, wäre zwar reine Spekulation. Die Verkürzung der Ronaldo-Sperre ist aber auch im Interesse des US-Präsidenten - der will schießlich die besten Spieler bei "seiner" WM sehen, bringen die doch das meiste Geld.
Es bleibt ein fader Beigeschmack.
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