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WM 2026: Iran verbietet allen Sportteams die Reise in "feindliche Länder"

Veröffentlicht:

von Anne Malin

ran Fußball

Offizieller WM-Song - Fans sauer: "Meine Ohren bluten!"

Videoclip • 01:13 Min


Hinter der WM-Teilnahme des Iran steht trotz der sportlichen Qualifikation ein großes Fragezeichen. Nun macht die Politik eine Ansage, die nicht nur die Nationalmannschaft betrifft.

In rund elf Wochen startet die Weltmeisterschaft in Amerika. Doch ab sofort sollen iranische Sportmannschaften nicht mehr in "feindliche Länder" reisen, berichtete das iranische Staatsfernsehen am Donnerstag.

"Die Anwesenheit von National- und Vereinsmannschaften in Ländern, die als feindlich gelten und die Sicherheit iranischer Athleten und Teammitglieder nicht gewährleisten können, ist bis auf Weiteres verboten", teilte das iranische Sportministerium in Teheran mit.

Das Verbot bezieht sich primär auf das geplante Achtelfinalspiel der Asian Champions League. Der FC Traktor Sazi sollte im April gegen Shabab Al Ahli aus Dubai antreten. Das Playoff-Spiel ist als Ergebnis der Auslosung der Asian Football Confederation am Mittwoch in Saudi-Arabien angesetzt worden.

Das iranische Ministerium erklärte daraufhin, dass der Fußballverband und die Vereine "dafür verantwortlich sein werden, die Asiatische Fußballkonföderation über diese Angelegenheit zu informieren, um die Spiele an einen anderen Ort zu verlegen".

Iran bei der Weltmeisterschaft 2026 dabei?

Die anstehende Weltmeisterschaft in Amerika ab dem 11. Juni sorgt im Iran schon länger für Spannungen. Aufgrund des anhaltenden Konflikts in Nahost, an dem auch die Vereinigten Staaten von Amerika beteiligt sind, hatte der Iran gefordert, alle seine WM-Spiele in Mexiko austragen zu dürfen.

Dies wurde von FIFA-Präsident Gianni Infantino allerdings abgelehnt. Das Turnier solle wie geplant stattfinden.

Die iranische Regierung erklärte weiter, dass sie keine Absichten hätte, die WM zu boykottieren, was das Land teuer zu stehen kommen würde, sie allerdings nicht in die USA reisen wollen würde, solange diese den Iran noch bombardierten.

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Irans Frauenmannschaft: Nachbeben des Protestes?

Das Verbot für Auslandsreisen kommt zudem kurz nach der Rückkehr des Großteils der iranischen Frauennationalmannschaft. Diese war noch vor Beginn des Konfliktes für die Asienmeisterschaft nach Australien gereist.

Bei ihrem Eröffnungsspiel verweigerten die Frauen in einem stillen Protest, die Nationalhymne zu singen. Im iranischen Staatsfernsehen wurden sie daraufhin als "Kriegsverbrecherinnen" deklariert. Nach dem Gruppenphasen-Aus hatte die australische Regierung mehreren Frauen Asyl angeboten, da zu befürchten ist, dass die Fußballerinnen Repressionen in ihrer Heimat erfahren würden.

Während zu Beginn sechs Spielerinnen und eine Betreuerin Asyl beantragt hatten, reisten schlussendlich alle Spielerinnen und Offiziellen, bis auf Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanizadeh, zurück in den Iran. Menschenrechtsorganisationen vermuten, dass das Regime den zurückgebliebenen Familien der Spielerinnen gedroht hatte.

Wie oder ob der Iran im Sommer an der WM teilnehmen wird, bleibt weiterhin ungeklärt. In dem neu veröffentlichten Verbot wird die Weltmeisterschaft immerhin mit keinem Wort erwähnt.

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