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Formel 1: Kurs auf die Weltmeisterschaft? Kimi Antonelli schwingt sich zum Favoriten auf
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von Anne Malinran Mehr Sport
Formel 1: Fans unzufrieden bei Antonelli-Sieg in Suzuka
Videoclip • 02:01 Min
Mercedes-Pilot Kimi Antonelli scheint wie beflügelt. Beim Großen Preis von Japan feiert er seinen zweiten Formel-1-Sieg in Folge und schwingt sich zum WM-Favoriten auf.
Zwei Siege, zweimal Pole-Position, ein weiteres Podest: Nach drei Rennen kann sich Kimi Antonellis Statistik in dieser Formel-1-Saison durchaus sehen lassen. Und das ist noch untertrieben.
Es ist erst das zweite Jahr des 19-Jährigen in der Königsklasse des Motorsports, doch spätestens nach seinem zweiten Triumph in Suzuka wird er schon als möglicher Titelkandidat gehandelt.
Jenson Button: "Ein anderer Kimi"
Diese Entwicklung blieb natürlich nicht unbemerkt. Ex-Weltmeister und TV-Experte Jenson Button erklärte bereits nach dem Qualifying, das Antonelli als Schnellster beendete: "Wir sehen an diesem Wochenende einen anderen Kimi."
Der Italiener sei schon immer schnell gefahren, doch jetzt sei er zudem konstant und wirke kontrollierter. "Die Art, wie er sich durch das Qualifying gearbeitet hat, war wirklich beeindruckend", resümierte Button.
Auch Mercedes-Chef Toto Wolff lobte seinen Fahrer: "Er ist unglaublich ruhig und setzt sich nicht selbst unter Druck." Wolff freue sich sehr über die gesamte bisherige Entwicklung von Antonelli.
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Antonelli zufrieden - trotz kleinen Fehlers
Auch der Fahrer selbst war zufrieden mit seinen Runden: "Ich wurde immer schneller." Zwar verbremste er sich in Kurve elf, doch daran wollte sich der seit zwei Wochen jüngste Pole-Setter der F1-Geschichte nicht aufhalten. "Ich bin sehr zufrieden und konzentriere mich jetzt auf morgen", erklärte der 19-Jährige.
Würde Antonelli dieses Jahr wirklich die Fahrer-Weltmeisterschaft gewinnen, wäre er der jüngste Sieger der Historie – und zwar mit Abstand. Gegenwärtig hat Sebastian Vettel diesen Titel inne. Als er 2010 gewann, war er 23 Jahre und 134 Tage alt.
Interner Titelkampf bei Mercedes?
Im Internet prophezeien die ersten User bereits den Weltmeistertitel für den Mercedes-Fahrer. "George sollte sich in Acht nehmen", schrieb ein User auf der Kurznachrichtenplattform "X" in Richtung Teamkollege und WM-Spitzenreiter George Russell, der im Rennen in Japan Pech mit einer Safety-Car-Phase hatte.
"Antonelli ist derjenige, für den die Leute Piastri gehalten haben", schrieb ein anderer mit Verweis auf McLaren-Fahrer Oscar Piastri, der im vergangenen Jahr lange auf Titelkurs unterwegs war.
Durch seinen Triumph in Suzuka übernahm Antonelli bereits die WM-Führung von Russell - als ebenfalls jüngster Fahrer der Geschichte. Er löste Lewis Hamiltons Bestmarke aus dem Jahr 2007 ab. Antonelli scheint in diesem Jahr mehr als nur eine starke Nummer 2 zu sein.
Sollte der Mercedes-Bolide weiterhin signifikant schneller als die Autos der anderen Teams bleiben, könnte sich allerdings eine ähnliche Situation wie bei McLaren im vergangenen Jahr zusammenbrauen.
Das Team bestand 2025, ähnlich wie Mercedes, darauf, keine klare Nummer 1 zu definieren und seinen Piloten den Kampf um den Titel zu erlauben.
Nachdem Lando Norris in Kanada beim Versuch eines Überholmanövers in Piastri hineinfuhr, äußerte sich Wolff: "Es ist schwierig, denn darauf sind die Fahrer ihr ganzes Leben lang ausgerichtet und konditioniert worden: Meisterschaften zu gewinnen – und das gilt ganz besonders, wenn man in die Formel 1 kommt."
"Es macht die Sache natürlich komplizierter, wenn der Konstrukteurstitel in deinen Händen liegt", fügte der Mercedes-Chef im Nachgang von Kanada hinzu.
Wie also ein interner Titelkampf bei Mercedes aussehen würde, bleibt abzuwarten. Doch Wolff wird sich sicherlich noch gut an 2016 und den unritterlichen Kampf zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton erinnern. Mit dem besseren Ende für den Deutschen.
Formel 1: Mit Audi und Cadillac - das sind die Fahrer-Paare 2026

McLaren: Lando Norris
In der Formel 1 seit: 2019
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026IMAGO/Every Second Media

McLaren: Oscar Piastri
In der Formel 1 seit: 2022
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2028IMAGO/NurPhoto

Mercedes: George Russell
In der Formel 1 seit: 2019
Vertragslaufzeit: Bis 2026IPA Sport

Mercedes: Kimi Antonelli
In der Formel 1 seit: 2025
Vertragslaufzeit: Bis 2026ABACAPRESS

Red Bull: Max Verstappen
In der Formel 1 seit: 2016
Vertragslaufzeit: Bis 2028IMAGO/Eibner

Red Bull: Isack Hadjar
In der Formel 1 seit: 2025
Vertragslaufzeit: Bis 2026PsnewZ

Ferrari: Lewis Hamilton
In der Formel 1 seit: 2007
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026IMAGO/NurPhoto

Ferrari: Charles Leclerc
In der Formel 1 seit: 2018
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026Alessio de Marco

Williams: Alexander Albon
In der Formel 1 seit: 2019
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026PsnewZ

Williams: Carlos Sainz
In der Formel 1 seit: 2015
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2026Every Second Media

Racing Bulls: Liam Lawson
In der Formel 1 seit: 2024
Vertragslaufzeit: Bis 2026Every Second Media

Racing Bulls: Arvid Lindblad
In der Formel 1 seit: 2026
Vertragslaufzeit: Bis 2026NurPhoto

Aston Martin: Fernando Alonso
In der Formel 1 seit: 2001
Vertragslaufzeit: Bis 2026IPA Sport

Aston Martin: Lance Stroll
In der Formel 1 seit: 2017
Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026Anadolu Agency

Haas: Oliver Bearman
In der Formel 1 seit: 2025
Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026HochZwei

Haas: Esteban Ocon
In der Formel 1 seit: 2016
Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026PsnewZ

Audi: Nico Hülkenberg
In der Formel 1 seit: 2008
Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026Alessio de Marco

Audi: Gabriel Bortoleto
In der Formel 1 seit: 2025
Vertragslaufzeit: Bis mindestens 2026Eibner

Alpine: Pierre Gasly
In der Formel 1 seit: 2017
Vertragslaufzeit: Bis 2028Eibner

Alpine: Franco Colapinto
In der Formel 1 seit: 2025
Vertragslaufzeit: Bis 2026Alessio de Marco

Cadillac: Sergio Perez
In der Formel 1 seit: 2011
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2027PsnewZ

Cadillac: Valtteri Bottas
In der Formel 1 seit: 2010
Vertragslaufzeit: Mindestens bis 2027Every Second Media
Antonelli: Echte Chance oder Euphorie?
Bekanntlich wurde aber noch keine Weltmeisterschaft in drei Rennen gewonnen. Nach Japan verabschiedet sich die Formel 1 in eine Zwangspause, da durch den Konflikt in Nahost die nächsten beiden Rennen - im April sollte ursprünglich in Saudi-Arabien und in Bahrain gefahren werden - ausfallen.
Dies gibt auch anderen Teams die Chance, aufzuholen. Wie das Grid beim Rennen in Miami Anfang Mai aussehen wird, ist also schwer vorherzusagen. Doch Antonelli wird mit reichlich Rückenwind nach Florida reisen.
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