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Formel 1: Wie Max Verstappen die Zukunft von 15 Fahrern entscheidet
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von Anne Malinran Mehr Sport
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Ob Max Verstappen bei Red Bull bleibt oder überhaupt in der Formel 1 bleibt, ist seit Anfang der Saison so unklar wie noch nie. Ein Wechsel des viermaligen Weltmeisters würde aber nicht nur den Sport verändern, sondern auch die Zukunft der 15 Fahrer, die für nächstes Jahr noch keinen Sitz haben.
"Silly Season" ist der Ausdruck für die Phase des Jahres, in der über Fahrerwechsel und Team-Neuzugänge für die kommende Saison spekuliert wird. In der Formel 1 fängt die Gerüchteküche normalerweise erst Mitte August, in der Sommerpause, das Brodeln an.
Aber dieses Jahr kommt so einiges zusammen: Das neue Regelwerk, welches manche Fahrer aus der Königsklasse zu vertreiben scheint, die Neugründung eines Teams und der Fakt, dass sechs Teams gegenwärtig noch keinen Fahrer für das nächste Jahr haben.
Max Verstappen: Stellschraube für die Transferpolitik
Ironischerweise ist Max Verstappen keiner der 15 Piloten, deren Verträge am Ende von 2026 auslaufen. Zwar bindet ihn sein Arbeitspapier bei Red Bull offiziell noch bis Ende 2028, doch der Niederländer betonte in jüngster Vergangenheit selbst: "Ich kann den Sport ohne Probleme morgen verlassen."
Und der viermalige Weltmeister macht kein Geheimnis aus seinem Desinteresse an der Formel 1 unter den neuen Regularien. Dazu kommt, dass Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase den Rennstall Ende 2027 verlassen und bei McLaren "Chief Racing Officer" werden wird. Der Weltmeister spielte bereits mehrmals öffentlich mit dem Gedanken, die Formel 1 am Ende der Saison Richtung Langstreckenrennen zu verlassen.
Wenn der vergangene Sommer etwas gezeigt hat, dann, dass Verstappens Entscheidungen monumentalen Einfluss auf den Rest der Fahrer und Teams haben werden. Sollte er den Rennstall wechseln, könnte ein ähnlicher Dominoeffekt wie nach Lewis Hamiltons Ferrari-Deal bevorstehen. Aber alleine Spekulationen, wohin es den Weltmeister treibt, scheinen alle anderen Verhandlungen zu beeinflussen.
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Mercedes noch ohne Fahrer für 2027
Bereits letzten Sommer wurde gemunkelt, dass Mercedes-Chef Toto Wolff es auf Verstappen abgesehen hat. Dementsprechend lange ließ George Russells Vertragsverlängerung auf sich warten. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist das Arbeitspapier des Engländers auch nur bis zum Ende der Saison gültig, scheinbar, um die Möglichkeit eines Verstappen-Deals offenzuhalten.
Zwar läuft auch Kimi Antonellis Vertrag aus, doch die Aussagen Wolffs nach dem ersten Sieg des 19-Jährigen lassen vermuten, dass der Italiener nicht um seinen Sitz bangen muss.
"Er ist zu jung. Wir sollten ihn nicht in einen Mercedes setzen. Gebt ihm ein kleineres Team. Er braucht Erfahrung. Seht euch seine Fehler an'", gratulierte Wolff ihm kurz nach dem Sieg und verteilte damit einen Seitenhieb an alle Kritiker. Nicht unbedingt die Worte eines Chefs, der plant, sein Langzeitprojekt aufzugeben. Antonelli ist bereits seit seinem 12. Lebensjahr Teil der Mercedes-Familie. Russell wird wohl hoffen müssen, dass Verstappen mehr Spaß auf dem Nürburgring hat.
Formel 1: Weltmeister im Sonderangebot
Neben Verstappen sind auch zwei weitere Formel-1-Weltmeister zu haben. Lewis Hamilton und Fernando Alonso sind beide nur bis Ende 2026 an Ferrari und Aston Martin gebunden. Während ein Ferrari-Verbleib für Hamilton eher wahrscheinlich ist, wird wohl jeder verstehen, sollte Alonso sich gegen Aston Martin entscheiden.
"Im Moment habe ich noch keine klare Vorstellung davon. Wenn das Auto gut läuft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es mein letztes Jahr wird", sagte Alonso vor der Saison. Aber von einem guten Auto kann wohl kaum die Rede sein. Das Team unter der Leitung von Adrian Newey, zumindest noch, bis sie einen Nachfolger gefunden haben, hat einen absoluten Horror-Start in die Saison erlebt.
Aufgrund von starken Vibrationen konnten beide Fahrer die ersten zwei Rennen nicht beenden, da Newey "permanente Nervenschäden" befürchtete. In Japan überquerte Alonso zwar die Ziellinie, aber mit Platz 18 hat er genauso viele Punkte wie Lance Stroll, der nach 31 Runden aufgab, eingefahren.
Apropos Stroll: Auch sein Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Aber solange Papa Stroll noch der Aston-Martin-Besitzer ist, sollte sich der 27-Jährige nicht allzu viele Gedanken machen müssen.
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McLaren und Cadillac sind Sonderfälle
Neben Mercedes und Aston Martin sind noch vier weitere Teams komplett ohne feste Fahrer für die kommende Saison. Die einzigen zwei Rennställe, die mit der Silly Season nichts zu tun haben sollten, sind McLaren und Cadillac. Der amtierende Weltmeister Lando Norris ist noch bis Ende 2027 verpflichtet, Oscar Piastri sogar bis 2028. Und auch Sergio Pérez und Valtteri Bottas sind noch für ein weiteres Jahr bei dem neugegründeten Team unter Vertrag.
Bei Alpine läuft es diese Saison bereits jetzt hervorragend. Nach 22 Rennen hatte das französische Team im vergangenen Jahr 22 Zähler. Nach drei Rennen 2026 sind es bereits 16. Pierre Gaslys Arbeitspapier ist noch zwei weitere Jahre gültig, doch Franco Colapinto, der diese Saison erst einen Punkt holte, aber somit einen Punkt mehr als letzte Saison, muss um seinen Platz kämpfen.
Der wahre Wilde Westen herrscht allerdings anderswo. Williams, Audi, Haas und Racing Bulls haben noch gar keine feste Fahrerpaarung für die kommende Saison.
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Sechs Teams noch komplett ohne Lineup
Alex Albon, Carlos Sainz, Liam Lawson, Arvid Lindblad, Esteban Ocon, Oliver Bearman, Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto. Die Auswahl an Fahrern, die noch auf dem Markt sind, ist wahrlich nicht zu klein.
Wer wann wohin wechseln will, wird stark davon abhängig sein, wie sich die Teams und Autos in der neuen Ära der Formel 1 entwickeln. Das neue Regelwerk hat die bekannten Machtgefälle ordentlich aufgewirbelt. Williams und Aston Martin verlieren im Vergleich zum Endstand der abgelaufenen Saison vier Ränge in der Konstrukteurswertung, Alpine springt vom Tabellenschlusslicht auf Platz fünf vor Red Bull und Haas klettert vier Ränge nach oben.
Ob sich Esteban Ocon, der im Vergleich zum unerfahreneren Bearman oft eher langsam aussieht, bei einem Top-vier-Team halten kann und in welche Richtung sich das Red-Bull-Drehkreuz wohl drehen wird, werden einige der vielen Fragen sein, die spätestens ab dem Großen Preis von Ungarn durch die Medien wirbeln werden.
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