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Olympia 2026: Snoop Dogg, ein Speerfischer & Jamaikas neue Bob‑Magie - exotische Teams bereichern die Winterspiele! Ein Kommentar
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von Philipp Kubießaran Olympia
Olympia: Nach "Abriss"-Ansage! Wilde Party im Deutschen Haus
Videoclip • 52 Sek
Deutschland dominiert im Eiskanal vor allem in den Bobs. Doch die große Aufmerksamkeit vor Ort geht vor allem an die Exoten des Sports - und das ist gut so! Ein Kommentar.
Von Philipp Kubießa
Ja, wir freuen uns über drei deutsche Zweierbobs nach zwei von vier Läufen an der Spitze – das ist stark, das ist verdient, das ist Wintersport auf Topniveau. Aber fast noch wichtiger für den Bobsport sind jene Teams, die den Eiskanal vielfältiger und internationaler machen: Brasilien, Trinidad & Tobago – und ganz vorne Jamaika.
Shane Pitter, ein Speerfischer aus Spanish Town, ist das beste Beispiel. Er wusste vor ein paar Jahren nicht einmal, was ein Bob ist – und heute ist er einer der auffälligsten Piloten dieser Spiele.
An seiner Seite: Junior Harris, ein schneller Mann aus der Leichtathletik. Seine Bestzeit aus Juniorenzeiten liegt bei 10,96 Sekunden über 100 Meter - Harris wäre damit in fast jeder Nicht-Sprinter-Nation bei Olympischen Spielen in der Staffel gesetzt. In Jamaika nicht. Seinen Olympia-Traum erfüllt er sich dann halt im Bob.
Erste Goldmedaille für Jamaikas Bobfahrer
Zusammen mit Andrae Dacres und Tyquendo Tracey schrieben sie im vergangenen November jamaikanische Bobgeschichte. Sie gewannen den North American Cup (NAC) in Whistler, Kanada. Es ist zwar "nur" die zweite Liga im Bobsport - dafür aber Jamaikas erste internationale Bob‑Goldmedaille.
Dazu kommt in Cortina ein Moment, der weltweit viral geht: Rapper Snoop Dogg, "NBC"-Olympia‑Botschafter, trifft das Team und schenkt ihnen goldene Death‑Row‑Records‑Ketten – ein ungewöhnliches, aber wirkungsvolles Zeichen der Anerkennung. Seitdem brennt das olympische Feuer in ihm nochmal so richtig, sagt Pitter.
Und die Jungs genießen die Popularität. In der Woche vor den Wettkämpfen sind sie es, die in der Fußgängerzone von Cortina die Blicke auf sich ziehen. Fans bleiben stehen, wollen Fotos. Internationale Fernsehteams scharen sich um Jamaikas Bob-Aushängeschilder. Während ein Großteil der Konkurrenz wahrscheinlich unbehelligt durch die kleine Olympiastadt flanieren könnte.
Exoten im Olympia-Eiskanal: Das jamaikanische Team ist auch in Cortina d'Ampezzo dabei
Bild: IMAGO/Independent Photo Agency Int.
Medaillen sind wichtig, aber nicht alles!
Entlang der Olympia‑Bobbahn im Cortina Sliding Center zeigt sich schnell, welchen Effekt solche Geschichten haben: Pitter und Harris sind in den ersten beiden Läufen im Zweierbob die klaren Publikumslieblinge.
Ja, deutsche Medaillen sind wichtig - vor allem bei dem derzeitigen Blick auf den Medaillenspiegel. Aber der Bobsport profitiert genauso von Athleten, die aus völlig anderen Hintergründen kommen, andere Perspektiven mitbringen und neue Zielgruppen begeistern.
Ohne Bobs aus Trinidad & Tobago, Brasilien und Jamaika wäre der doch eher alte und eingestaubte Sport weniger vielfältig – und damit auch weniger attraktiv für eine weltweite Bühne.
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