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NFL: Cincinnati Bengals traden für Dexter Lawrence - X-Faktor für runderneuerte Defense

Veröffentlicht:

von Daniel Kugler

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NFL: Bengals mit Blockbuster-Trade! Burrow und Chase feiern verrückt

Videoclip • 01:25 Min


Die Bengals sorgen kurz vor dem Draft 2026 für einen Schocker und schnappen sich Defense-Star Dexter Lawrence per Trade. Cincinnati erhofft sich damit einen neuen Leader für die runderneuerte Defense.

Trade-Hammer wenige Tage vor dem Draft 2026!

Die Cincinnati Bengals schnappen sich Defensive Tackle Dexter Lawrence von den New York Giants und schicken dafür ihren 10. Pick in der ersten Runde in den "Big Apple".

Ein Paukenschlag, nachdem der Star-Spieler zuletzt öffentlich einen Trade gefordert hatte und den Offseason-Aktivitäten der Giants unter dem neuen Head Coach John Harbaugh ferngeblieben war.

Ex-Ravens-Coach Harbaugh hatte zuvor öffentlich betont, dass er hoffe, die Unstimmigkeiten mit Lawrence ausmerzen zu können, und man ihn vom Bleiben überzeugen würde. Gespräche über einen neuen Vertrag waren zum wiederholten Male ohne Ergebnis geblieben.

Damit verlieren die New Yorker ihren Eckpfeiler, der nun die Defense der Bengals auf ein neues Niveau heben soll - was auch dringend nötig ist.

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Cincinnati Bengals: Defense in Saison 2025 historisch schwach

Denn: Die Bengals-Defense war 2025 eine der schwächsten der Liga.

Laut "CBS" belegte die Unit den 31. Platz in der Kategorie Total Defense mit 380,9 zugelassenen Yards pro Spiel und den 30. Platz bei der Scoring Defense mit 28,9 zugelassenen Punkten pro Spiel.

Cincinnati kassierte dabei in acht Spielen in Folge mindestens 27 Punkte und 350 Yards, was laut "CBS Sports Research" zuvor noch nie in der NFL-Geschichte passiert ist.

Entsprechend viel Erwartungsdruck liegt auf Defensive Coordinator Al Golden, der den Posten im Januar 2025 angetreten hatte - und nun liefern muss.

Mit dem Mega-Deal für Lawrence geht man ins Risiko und hofft nun auf den Turnaround. Der dreimalige Pro Bowler soll das neue Gesicht der Unit werden, ihr dominanter Anführer.

Und dürfte dafür auch ordentlich entschädigt werden. Der Vertrag des 28-Jährigen lief noch zwei Jahre, 2026 würden ihm 20 Millionen Dollar zustehen. Zu wenig für einen Spieler seiner Klasse. Was ihm die Giants nicht zu zahlen bereit waren, fixierten die Bengals dann bereits wenige Stunden nach Bekanntgabe des Trades. Wie NFL-Insider Ian Rapoport berichtet, hat sich die Franchise mit Lawrence auf eine einjährige Vertragsverlängerung über 28 Millionen Dollar geeinigt.

Damit reiht er sich direkt hinter dem Top-Verdiener der Liga unter den Interior Defensive Linemen ein. Chris Jones von den Kansas City Chiefs verdient mit durchschnittlich 31,75 Millionen Dollar pro Saison am meisten. Lawrence überflügelt dadurch Lawrence Milton Williams von den New England Patriots und Jordan Davis von den Philadelphia Eagles, die jeweils 26 Millionen Dollar pro Spielzeit kassieren.

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Cincinnati Bengals krönen Defense-Umbau mit Lawrence-Trade

Der Lawrence-Deal ist die Kirsche auf der Offseason der Bengals, in der reichlich Budget in die Defense investiert wurde und zahlreiche neue Stars geholt werden konnten.

In der Free Agency verpflichtete Cincinnati zuvor bereits Edge Rusher Boye Mafe und stattete den Ex-Spieler des amtierenden Champions Seattle Seahawks mit einem Dreijahresvertrag über 60 Millionen Dollar aus. Zudem holte man Defensive Lineman Jonathan Allen und gab dem Ex-Minnesota-Viking einen Zweijahresvertrag über 25 Millionen Dollar. Neben den Verstärkungen für die Line of Scrimmage erhielt der ehemalige Kansas City Chiefs Safety Bryan Cook einen Dreijahresvertrag über 40,25 Millionen Dollar.

Diese Investitionen sowie der teure Move für Lawrence zeigen, dass man bei den Bengals nicht glaubte, im Draft an dieser Position einen vergleichbaren Spieler zu bekommen, der die Franchise auf Anhieb nach vorne bringen kann.

Das Vorgehen der Franchise passt zu den Analysen zahlreicher US-Experten, die die diesjährige Draft-Klasse auf seiner Position nicht gerade als stark eingeschätzt hatten. Für die Entwicklung eines Rookie-Projekts hat die Franchise schlicht und ergreifend nicht die nötige Zeit und Muße - sowie seit Ewigkeiten auch ein sehr kaltes Händchen bei der Talentewahl.

Eigens hervorgebrachte Pro Bowler aus der Defense sucht man seit langer Zeit vergebens. Seit 2011 haben die Bengals insgesamt 62 Defense-Spieler gedraftet, in den Pro Bowl hat es davon aber kein einziger geschafft. Laut "CBS" ist dies die längste anhaltende Durststrecke eines NFL-Teams. Die letzten selbst gedrafteten Defense-Pro-Bowler der Franchise waren Geno Atkins und Carlos Dunlap im Jahr 2010.

Cincinnati Bengals: Lawrence als Reaktion auf Playoff-Dürre

Dass die Bengals ihren Fokus derart auf die Defense legen, verdeutlicht einen Richtungswechsel innerhalb der Franchise.

Nach Jahren zuvor, in denen vor allem Kohle für Zugänge und teure Vertragsverlängerungen in der Offense rund um Star-Quarterback Joe Burrow gesteckt wurde, denkt die Führung um Duke Tobin, den Director of Player Personnel, sowie Eigentümer und General Manager Mike Brown nun um.

Zu tief sind die Wunden nach drei Spielzeiten ohne Playoff-Teilnahme, nachdem Cincy davor zwei Mal einen tiefen Postseason-Run hingelegt hatte. Vom Contender-Status waren die Bengals vergangene Saison meilenweit entfernt, lagen mit einer 6-11-Bilanz nur auf Platz drei der AFC North.

Das aggressive Vorgehen ist für Cincinnati derweil ein Novum. Laut "ESPN Research" ist es das erste Mal, dass die Bengals in der Common Draft Era (seit 1966) einen Top-10-Pick gegen einen Spieler eingetauscht haben.

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Cincinnati Bengals: Kann Lawrence der Gamechanger sein?

Dass die Giants einen Erstrunden-Pick im Gegenzug für Lawrence verlangen würden, war nicht gerade unerwartet. Dass es aber sogar ein Top-10-Pick wurde, kam für viele Experten dann aber doch etwas überraschend.

Vor allem, da der Defense-Star das schlechteste Jahr seiner NFL-Karriere hinter sich hat. Nach einer Karrierebestleistung von neun Sacks in der Saison 2024 für "Big Blue" brachte es der D-Liner in der vergangenen Spielzeit in siebzehn Einsätzen auf gerade einmal 31 Tackles und magere 0,5 Sacks.

Zugegenermaßen kamen diese Zahlen aber eben auch bei den 4-13-Giants zustande, die krachend auf dem letzten Platz der NFC East landeten und sich weiterhin im Umbruch befinden. Bei den Bengals erwartet man ganz andere Zahlen.

Denn statistisch ist der Defense-Anker seit Jahren eine Dauergefahr für den Gegner und bindet häufig gleich mehrere Blocker auf einmal an sich. Laut "NFL Research" wurde er seit 2021 in 53,2 Prozent der Fällen gedoppelt - der höchste Wert in der NFL in diesem Zeitraum bei mindestens 750 Snaps. Dies entspricht satten 1.103 Double-Teams in den letzten fünf Spielzeiten. Kein anderer Spieler der Liga kann in diesem Zeitraum eine vierstellige Zahl vorweisen.

Cincinnati Bengals: Hoffnung auf Jubel-Tänze mit "Sexy Dexy"

Dieser Top-Wert verdeutlicht, was Lawrence im Stande ist zu leisten, wenn er die nötige Unterstützung bekommt. Defensive End B.J. Hill hat das Zeug dazu, mit ihm ein dominantes Duo zu bilden. Hill liegt im gleichen Zeitraum mit 980 Double-Teams auf Platz drei der Liga, beide zusammen könnten für gegnerische Offenses in Zukunft zum Albtraum werden.

Die Vorfreude bei seinen neuen Teamkollegen ist derweil bereits groß. "LETS GOOOOOO!!! Ich habe jetzt offiziell einen neuen Touchdown-Tanz, den ich üben kann", schrieb Tight End Mike Gesicki auf "X".

Lawrence soll die Bengals sportlich wieder in die Erfolgsspur führen und die Franchise darüber hinaus auch mit seinem als "Sexy Dexy" bekannten viralen Jubeltanz in Extase versetzen.

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