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NBA Finals - Game 7 heute: Warum die Indiana Pacers der unwahrscheinlichste Meister der Historie werden könnten
Aktualisiert:
von Ole FrerksINDIANAPOLIS, INDIANA - JUNE 19: Myles Turner #33 and Tyrese Haliburton #0 of the Indiana Pacers react during the third quarter against the Oklahoma City Thunder in Game Six of the 2025 NBA Finals at Gainbridge Fieldhouse on June 19, 2025 in Indianapolis, Indiana. NOTE TO USER: User expressly acknowledges and agrees that, by downloading and or using this photograph, User is consenting to the terms and conditions of the Getty Images License Agreement. (Photo by Dylan Buell/Getty Images)
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Die Indiana Pacers haben tatsächlich die Chance, mit einem weiteren Sieg Meister zu werden - womit sie automatisch zum unwahrscheinlichsten Champion der NBA-Geschichte avancieren würden. Warum ihr magischer Run historisch beispiellos ist.
Von Ole Frerks
Vielleicht hätte man es ahnen sollen. Der beste Spieler angeschlagen, der Gegner im vorigen Spiel scheinbar übermächtig, der Rücken zur Wand, wenige Leute, die noch an sie glaubten – eigentlich ist das die Komfortzone der Pacers. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, vor Game 6 oder gleich vor dieser Finalserie auf Indiana zu setzen.
Tatsächlich könnte längst ein steinreicher Mensch sein, wer von Anfang an oder zwischendurch immer mal wieder an die Pacers geglaubt hätte. Vor der Saison etwa: Die Meisterquote der Pacers in Las Vegas lag da bei 66, auf Augenhöhe mit "Top-Teams" wie Sacramento, allein im Osten galten sechs Teams als wahrscheinlichere Meister, obwohl die Pacers im Vorjahr ja immerhin die Conference Finals erreicht hatten.
Montag, 23. Juni, 1:50 Uhr: Indiana Pacers @ Oklahoma City Thunder, Spiel 7 - live auf Joyn - live auf ProSieben MAXX und Joyn
Oder natürlich auch während den Playoffs. Indy war (klarer) Underdog gegen Cleveland in Runde zwei, in Runde drei waren die Knicks favorisiert, vor den Finals gaben ihnen die Buchmacher keine Chance gegen Oklahoma City, das Überteam dieser Saison. Heimvorteil hatte Indiana in keiner dieser Serien. Es schien und scheint alles keine Rolle zu spielen.
Ein Sieg fehlt den Pacers nun noch, um (noch mehr) Geschichte zu schreiben. Sie ist zum Greifen nah, die Chance, der unwahrscheinlichste Champion der Liga-Historie zu werden.
Das Wichtigste in Kürze
NBA: Indiana Pacers haben kein Vorbild
Auf den ersten Blick mag das ambitioniert klingen, Überraschungen gab es schließlich schon einige. Die Pacers sind jedoch absolut qualifiziert für diesen Status. Durch ihren Tabellenplatz (4) in der Regular Season etwa – unter allen bisherigen Liga-Champions waren lediglich zwei Teams, die nicht wenigstens einen Top-3-Seed erreicht hatten.
Boston im Jahr 1969 hatte da allerdings schon zehn Meisterschaften geholt, unter anderem im Vorjahr, genau wie Houston im Jahr 1995 – den Status dieser Teams, die jeweils von früheren Liga-MVPs angeführt wurden, hat Indiana trotz der Conference-Finals-Teilnahme 2024 nicht im Geringsten, zumal viele diesen Run ohnehin nicht sonderlich ernst nahmen.
Die Regular Season war gut, nicht überragend. 50 Siege holten die Pacers, das (oder mehr) schafften auch noch sieben andere NBA-Teams in dieser Spielzeit. Drei von ihnen schafften gar 60 oder mehr, eins davon (Cleveland) hat Indiana nun aber bereits eliminiert und dem Team mit den meisten Saisonsiegen (68) droht in Spiel 7 das gleiche Schicksal.
Noch nie hat ein Team zwei 64+-Siege-Teams innerhalb einer Postseason geschlagen. Eine so große negative Differenz bei den Saisonsiegen (-18 aus Pacers-Sicht) wie in diesen Finals hat es bei einem Champion im Vergleich zum Vize ebenfalls noch nie gegeben.
Saison mit Anlaufschwierigkeiten
Und ja – der schwache Saisonstart (10-15) hat die Differenz größer aussehen lassen, als sie war. Tyrese Haliburton war zu Beginn der Saison nicht er selbst, Andrew Nembhard und Aaron Nesmith fehlten beide für mehrere Wochen. Mit der vollen Kapelle (und Defense) war Indiana dann doch ziemlich gut.
Ab der Jahreswende gewannen die Pacers 34 ihrer 48 Spiele, mit einem Net-Rating von +5,5 – sie waren in diesem Zeitraum ein Top-Team. Auf Augenhöhe mit den großen Drei der Regular Season, also Cleveland (+7,8), Boston (+8,3) und vor allem OKC (41-9 – mit einem Net-Rating von +14,7!) waren sie auch dann aber eigentlich nicht.
Mit Wohlwollen ließ sich Indiana als Dark-Horse-Contender bezeichnen, als ein Team, das einen "echten" Contender womöglich würde fordern können. Auf dem Papier sprach dennoch kaum jemals etwas dafür, dass ihr derzeitiger Run so möglich sein würde. Gut für sie, dass sie das selbst stets anders eingeschätzt haben.
Was bei den Pacers unterschätzt wurde
Längst sprechen die Playoffs eine deutliche Sprache – und zeigen auf, dass Indiana eine ganze Reihe von Vorteilen einbrachte, die (zu) leicht zu unterschätzen waren. Die ihnen eigene Spielweise etwa, das frenetische Tempo, das Spieler- und Ball-Movement, das konstante Rennen auch nach gegnerischen Körben – eine Spielweise, die sie nun all ihren Gegnern wieder und wieder zumindest phasenweise aufdrücken konnten.
Die Tiefe an Two-Way-Playern zählt ebenfalls dazu, und zählt auf die Spielweise ein: Indiana kann das Tempo hochhalten, weil es schnell wechseln kann und auch seinen Bankspielern vertraut, das Heft nicht aus der Hand zu geben. Nur OKC und ein gesundes Boston können da mithalten, und auch für diese talentierteren Teams ist es mitnichten einfach.
Die teuersten Franchise-Verkäufe im US-Sport: Rekord-Deal für die Los Angeles Lakers

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Die teuersten Franchise-Verkäufe im US-Sport
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Indiana bringt überdies eine Selbstverständlichkeit mit, eine Unbeirrbarkeit, die einigen ihrer Konkurrenten abging und es ihnen in jeder Serie einmal ermöglichte, ein eigentlich schon verlorenes Spiel auf irgendeinem magischen Weg trotzdem noch zu gewinnen. Sie machen stets einfach weiter, bis einem von ihnen (meistens Haliburton) ein Hufeisen aus der Hose fällt.
Und dann haben sie natürlich noch Rick Carlisle.
Rick Carlisle: Das Genie am Seitenrand
Für fast alle in dieser Serie – Alex Caruso, Thomas Bryant (spielte 29 Sekunden in den 2023er Finals) und Pascal Siakam ausgenommen – sind diese Finals das erste Rodeo, das Debüt auf dieser Bühne. Nicht aber für Carlisle, der als Spieler Meister wurde, als Assistant Coach 2000 mit Indiana die Finals erreichte und natürlich 2011 die Meisterschaft mit Dallas gewann.
Die Messlatte liegt seit 2011 hoch – ein Titel in dieser Spielzeit wäre dennoch auch für den 65-Jährigen das Meisterstück, zumal die Pacers anders als die damaligen Mavs kein mit allen Wässern gewaschenes Team aus Veteranen mit einem transzendenten Superstar namens Dirk Nowitzki sind, sondern selbst – wie OKC – überwiegend jung und unbewiesen.
Carlisle weiß wie kaum ein anderer Coach, worauf es ankommt, wie er Gegner durch subtil veränderte defensive Coverages temporär verwirren kann, wie er Vorteile für sein Team kreiert. Anders als Mark Daigneault (selbst ein Top-Coach) auf der Gegenseite scheint er stets recht genau zu wissen, wie seine Rotation aussehen soll, was in den drei Pacers-Siegen dieser Serie schon mehrfach den Unterschied machte.
Einmal noch?!
Natürlich kann ein Coach ein Spiel nicht an sich reißen wie ein Superstar, zumal sein Team alle Anweisungen ja auch umsetzen muss. Dennoch sind Carlisles Fingerabdrücke überall bei diesem Playoff-Run zu finden, immer wieder schaffte es Indiana irgendwie, seine Gegner auf dem falschen Fuß zu erwischen.
Nun müssen sie das nur noch einmal tun. Haliburton muss bis Sonntag mit seiner Wade in die Eistonne, Carlisle muss zurück ins Labor, dann geht es um alles – 48 Minuten trennen die Pacers bloß noch von einem weiteren Stück NBA-Geschichte. Von einem Titel, den ihnen noch vor wenigen Wochen kein Mensch zugetraut hätte.
Sicher werden auch jetzt wieder viele gegen die Pacers setzen. Sie dürften sich dann im Nachhinein aber nicht beschweren, dass sie niemand gewarnt hätte. Dieses Pacers-Team sprengt alle Konventionen.
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