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Basketball

NBA - Orlando Magic ohne Franz Wagner: Was noch Hoffnung bereiten könnte

Aktualisiert:

von Ole Frerks

NEW YORK, NEW YORK - DECEMBER 07: Paolo Banchero #5 of the Orlando Magic in action during the game against the New York Knicks at Madison Square Garden on December 07, 2025 in New York City. The Knicks won 106-100. NOTE TO USER: User expressly acknowledges and agrees that, by downloading and or using this photograph, User is consenting to the terms and conditions of the Getty Images License Agreement. (Photo by Ishika Samant/Getty Images)

Bild: Getty Images


Wie schon in der vergangenen Saison werden die Orlando Magic von Verletzungen ihrer wichtigsten Spieler heimgesucht. Nach dem Ausfall von Franz Wagner rückt nun wieder umso mehr Paolo Banchero in den Fokus. Funktioniert das diesmal besser als in der Vergangenheit?

Von Ole Frerks

Man könnte das Scheitern im Cup-Halbfinale als gutes Omen interpretieren. Historische Parallelen lassen sich schließlich problemlos finden: 2023 verloren die Indiana Pacers im Cup-Finale, anderthalb Jahre später standen sie in Game 7 der NBA Finals. 2024 verloren die Oklahoma City Thunder das Pokalendspiel, ein halbes Jahr später waren sie Meister.

Das sind die Sphären, in die die Orlando Magic kurz- oder mittelfristig ebenfalls vorstoßen wollen. Ist das Halbfinal-Scheitern eine nötige Prüfung auf dem Weg dorthin? Unklar. Ohnehin scheint die Lage beim Team wieder einmal etwas komplizierter zu sein – die aktuelle Phase ließe sich schließlich ebenso gut als potenziellen Wendepunkt für sie interpretieren.

Die Niederlage gegen die New York Knicks, einen legitimen Finals-Contender, ließ die eigentlich starke Magic-Defense ziemlich verletzlich aussehen, was für sich genommen ärgerlich war. "Das ist motivierend", kommentierte Paolo Banchero. "Es zeigt uns einfach, woran wir arbeiten müssen, damit wir im Frühling ein besseres Team sein können."

Das größere Problem dabei jedoch war, dass dieses Spiel die nächste Verletzung eines Schlüsselspielers mit sich brachte - nun auch Jalen Suggs. In gewisser Weise droht die Saison der Magic, die vor kurzem erst so richtig ins Rollen gekommen schien, wieder einen ähnlich krummen Weg einzuschlagen wie die vorherige.

Orlando Magic: Wieder die gleiche Seuche?

Schon im Vorjahr war Banchero der erste Spieler, der lange ausfiel, was sich zunächst aber nicht negativ auswirkte. Auch diesmal nicht: Von Franz Wagner und Suggs geführt legten die Magic einen Run hin, fanden mehr ihren offensiven Rhythmus, spielten geradliniger und gewannen sieben von zehn Spielen (nach einem 6-6-Start).

Vergangene Saison verletzte sich Wagner selbst, ehe Banchero zurückkehrte. Diesmal gab es immerhin zwei gemeinsame Starts, im zweiten Spiel verletzte sich Wagner jedoch nach sieben Minuten am Sprunggelenk. Und nun hat sich im Halbfinale auch noch Suggs an der Hüfte verletzt, wobei seine Ausfallzeit davon abhängen wird, wie er auf die Behandlung anspricht.

Die vergangene Saison hatte für den Point Guard im Januar geendet, woraufhin Orlando – auch mit Banchero und Wagner – auf dem Weg zu einer 41-41-Bilanz lange Zeit nach seiner Identität suchen musste. Es könnte sein, dass dies nun wieder passieren wird; in jedem Fall müssen die Magic nun vorerst ohne mindestens einen, vielleicht sogar ohne beide ihrer wichtigsten Pace-Maker auskommen. Anders gesagt: Ohne seine beiden vielleicht wichtigsten Spieler.

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Paolo Banchero bei Orlando Magic: Etwas fehlt

Banchero sollte eigentlich einer davon sein. Nach Ansicht vieler ist er es auch – immerhin ist der einstige Nummer-eins-Pick der bisher einzige All-Star des aktuellen Magic-Teams, und zweifellos ein immens talentierter Spieler. Er ist jedoch auch einer, der polarisiert, und der bisher nicht den Einfluss auf das Spiel hatte, den ein Star üblicherweise ausüben sollte.

Zumindest nicht im positiven Sinn. Im Lauf seiner vierjährigen Karriere waren die Magic noch nie erfolgreicher in den Minuten, in denen Banchero auf dem Court stand, im Vergleich zu den Minuten ohne ihn. Darin unterscheidet er sich drastisch von Suggs, insbesondere aber auch von Wagner, wie die Daten seit 2024 (via databallr) zeigen.

Bild: Wowytable


Das sind alarmierende Werte, die nach einigen Jahren eigentlich auch kein Zufall mehr sein können. Und die den Magic überdies Sorgen bereiten können, was die nächsten Wochen angeht, die mindestens Wagner ja aussetzen wird. Zumal neun der nächsten zwölf Spiele auswärts stattfinden, der Spielplan wird nach der kurzen Cup-Pause also nicht gerade angenehmer.

Orlando Magic: Großer Unterschied zwischen Franz Wagner und Paolo Banchero

Auf dem Papier sind Banchero und Wagner als große, scorende Forwards mit guten Passfähigkeiten relativ ähnlich, was den Kontrast bei den Zahlen umso auffälliger macht. Es liegt zum Teil an der Spielanlage; Wagner liest das Spiel schneller und intuitiver, bewegt den Ball und sich selbst schneller, nicht zuletzt wohl dadurch bedingt, dass er es in Berlin und auch am College lernen musste, als Off-Ball-Spieler effektiv zu sein.

Erst in der NBA wurden ihm immer mehr On-Ball-Pflichten zuteil; Wagner ist zu einem starken Pick'n'Roll-Playmaker gereift, kann effizient für sich und andere kreieren, verliert dabei fast nie den Ball. Gleichzeitig hat er das gute Off-Ball-Game aber nicht verloren, sondern kann auch als Cutter oder Zielspieler in Transition glänzen.

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Es ist kein Zufall, dass die Offense oft dann am flüssigsten wirkt, wenn Wagner als primärer Creator von vier Spielern umgeben wird, die Gefahr von draußen ausstrahlen – und die, was insbesondere für Suggs und Desmond Bane gilt, selbst auch mit Tempo etwas kreieren können.

Banchero verarbeitet das Geschehen langsamer. Noch stoppt er den Ball zu oft, überlegt erst, ehe er seine Aktionen startet. Das individuelle Talent sorgt trotzdem für "laute" Zahlen (vergangene Saison 26 Punkte und 5 Assists, sogar 29 und 4 in den Playoffs), aber eben nicht für Flow, oder für gute Team-Offense. Zumindest war das bisher nicht häufig der Fall.

Orlando Magic: Was optimistisch stimmt

Zwei Faktoren könnten die Magic für die kommenden Aufgaben dennoch einigermaßen optimistisch stimmen. Die Präsenz von Bane einerseits – der Großteil der "schlechten" Banchero-Minuten über die letzten Jahre kam ja ohne den Neuzugang zustande, der sich über die letzten Wochen immer besser zurechtzufinden schien und das Cup-Viertelfinale gegen die Miami Heat mit 37 Zählern fast im Alleingang entschied.

Orlando ist noch immer weit davon entfernt, ein elitäres Spacing-Team zu sein, der Kader bietet jedoch eher als in der Vergangenheit die Möglichkeit, auch Banchero Platz zu schaffen. Gerade dann, wenn Coach Jamahl Mosley auch den Rookies Jase Richardson und Noah Penda etwas mehr Minuten überträgt - und wenn der zuletzt kriselnde Tristan da Silva seinen Touch wiederfindet.

Und dann ist da noch Banchero selbst. Bei aller Kritik ist dem 23-Jährigen durchaus anzumerken, dass er gesehen hat, was ohne ihn funktionierte. Dass er versucht, sich etwas mehr anzupassen, etwas weniger balldominant aufzutreten. Das ist auch nicht nur dem Rost nach seiner Verletzungspause zuzuschreiben.

Schon vor seiner Verletzung tendierte seine Wurfauswahl zu mehr Abschlüssen am Ring, weniger langen Zweiern als je zuvor in seiner Karriere. Zudem hielt er den Ball deutlich weniger in der Hand als in der vergangenen Saison (4 statt 5,3 Minuten pro Spiel). Eine Entwicklung in kleinen, aber wichtigen Schritten.

Orlando Magic: Vielleicht nur ein Stolperstein

Auf der anderen Seite macht dies die Tatsache nur bitterer, dass nun erst einmal erneut eine gewisse Umstellung erfolgen muss. Die Magic können nicht einfach daran arbeiten, ihren All-Star in das zuletzt funktionierende Kollektiv - und einen mehr von Wagner geführten Angriff - zu integrieren. Sie müssen wieder umschweifen.

Denn eigentlich ist das die Hauptaufgabe der Magic, eine ihrer letzten Hürden; Talent haben sie, Tiefe (wenn alle mal fit sind) und defensive Identität ebenfalls. Die offensive Rollenverteilung und der Rhythmus, daran müssen sie noch arbeiten, zumindest in der Version des Teams, bei der Banchero zur Verfügung steht.

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So kamen die NBA-Teams zu ihren Namen

  • So kamen die NBA-Teams zu ihren Namen

    So kamen die NBA-Teams zu ihren Namen
    30 Teams, 30 Geschichten – wo bitte schön sind in Los Angeles Seen? Was sind Knickerbockers und was hat Toronto mit Dinosauriern zu tun? ran erklärt, wie die NBA-Teams zu ihrem Namen kamen.

    2023 Getty Images

  • Atlanta Hawks

    Atlanta Hawks
    Wie die Atlanta Falcons (NFL) hat auch das NBA-Team den Raubvogel im Namen. Allerdings basiert "Hawks" auf den Franchise-Anfängen in den Tri-Cities in Illinois und Iowa. Damals firmierte das Team unter dem Namen Tri-Cities Blackhawks – in Anlehnung an den Häuptling Black Hawk, der mit den Stämmen der Sauk und Fox in der Region lebte. Über Milwaukee und St. Louis kamen die Hawks 1968 nach Atlanta.

    2015 Getty Images

  • Boston Celtics

    Boston Celtics
    Fast wären die Celtics die Unicorns geworden. Team-Gründer Walter Brown musste sich 1946 für einen Namen entscheiden, und hatte laut eigenen Aussagen Unicorns, Whirlwinds und Olympians auf dem Zettel. Am Ende entschied er sich als Verneigung vor der irischstämmigen Community in Boston für Celtics. Der Name geht zurück auf die Kelten, die in der Antike unter anderem in Irland beheimatet waren.

    USA TODAY Network

  • Brooklyn Nets

    Brooklyn Nets
    Die Nets haben sich nach dem Erzeuger des wohl schönsten Basketball-Geräuschs benannt: dem Korbnetz. Seit die Franchise 1968 nach New York zog, trägt sie den Namen Nets, der sich praktischerweise auf die anderen New Yorker Sport-Franchises Mets (MLB) und Jets (NFL) reimt. 1967 wurden sie noch als New Jersey Americans gegründet. Nach einer Zwischenstation in New Jersey (1977 - 2012) zogen sie nach Brooklyn.

    2012 Getty Images

  • Charlotte Hornets

    Charlotte Hornets
    Als die Franchise 1988 gegründet wurde, ergab ein öffentlicher Namens-Wettbewerb die Hornets. Hintergrund: Der britische General Cornwallis soll die Stadt im US-Unabhängigkeitskrieg als "Hornissennest der Rebellion" bezeichnet haben. Ab 2002 wurde es kompliziert: Die Hornets zogen nach New Orleans. Charlotte bekam 2004  ein neues NBA-Team, das den Namen Bobcats erhielt. Erst nachdem sich das Team in New Orleans 2013 in Pelicans umbenannte, konnte Charlotte aus den Bobcats wieder die Hornets machen.

    2021 Getty Images

  • Chicago Bulls

    Chicago Bulls
    Als Besitzer Richard Klein sein Team 1966 in die NBA brachte, wollte er der boomenden Fleischverarbeitungs-Industrie Tribut zollen. "Wir waren die Fleischhauptstadt der Welt", so Klein, der erst Matadors oder Toreadors im Sinn hatte. Sein Sohn bezeichnete diese als "a bunch of bull" („einen Haufen Blödsinn“) – und wurde der Legende nach damit der Namensgeber. Der Bulle steht für Stärke und Kraft und führt die Tradition Chicago-Teams mit einer Silbe (Bears, Cubs, Socks, Hawks) fort.

    2008 Getty Images

  • Cleveland Cavaliers

    Cleveland Cavaliers
    1970 hielt Cleveland einen Wettbewerb ab, um den Teamnamen zu bestimmen. Neben den Cavaliers schafften es auch die Jays, Foresters, Towers und Presidents in die Endauswahl. Am Ende gewann die Idee von Jerry Tomko, der seinen Vorschlag so erklärte: Kavaliere "repräsentieren eine Gruppe wagemutiger, furchtloser Männer, deren Lebensschwur es war, niemals aufzugeben, egal wie schlecht die Chancen stehen".

    USA TODAY Network

  • Dallas Mavericks

    Dallas Mavericks
    Auch die Dallas Mavericks gingen aus einen Namenswettbewerb hervor. 1980 standen die Vorschläge Mavericks, Wranglers und Express im Finale. Teambesitzer Donald Carter entschied sich schließlich für Mavericks. Der Name bedeutet übersetzt "Einzelkämpfer" und lehnt sich an die US-Western-TV-Serie Maverick aus den 50ern und 60ern an.

    USA TODAY Network

  • Denver Nuggets

    Denver Nuggets
    Als Denver noch in der ABA spielte, waren die Denver Rockets das Basketball-Team der Stadt. Doch weil es bei der Zusammenlegung von ABA und NBA 1976 schon Rockets in der NBA gab, musste Denver einen neuen Namen finden. Die Teambesitzer hatten das bereits 1974 auf dem Schirm und entschieden sich nach einem Wettbewerb für Nuggets, basierend auf dem Goldrausch des 19. Jahrhunderts, als Abertausende auf der Suche nach Goldnuggets nach Colorado kamen.

    USA TODAY Network

  • Detroit Pistons

    Detroit Pistons
    Pistons, zu Deutsch "Kolben", war der Name des einstigen NBL-Teams Fort Wayne Zollner Pistons, das 1941 gegründet wurde. Der damalige Teambesitzer Frank Zoller leitete eine Fabrik, die Kolben für Motoren herstellte. 1957 zog die Franchise nach Detroit. Und wohl nie war ein Teamname auch nach einem Umzug passender als hier in der "Motor City", dem Zentrum der amerikanischen Automobilindustrie.

    USA TODAY Network

  • Golden State Warriors

    Golden State Warriors
    Die Geschichte der Warriors, zu Deutsch "Kämpfer", begann 1946 in Philadelphia. Benannt wurden sie nach einem vorherigen Basketball-Team der Stadt. 1962 zog das Team nach San Francisco und firmierte dort als San Francisco Warriors. Als es 1971 nur wenige Kilometer weiter nach Oakland zog, wurde der Name in Golden State Warriors geändert, um den ganzen "Golden State" genannten Bundesstaat Kalifornien zu repräsentieren.

    USA TODAY Network

  • Houston Rockets

    Houston Rockets
    Ursprünglich wurden die Rockets 1967 in San Diego in Anlehnung an die damals in der Stadt ansässige Raumfahrtindustrie gegründet. 1971 ging es dann nach Houston – der Heimat des NASA Space Centers. Eine Namensänderung? Unnötig. Den Astronauten-Ausspruch "Houston, wir haben ein Problem" kennt heute jeder. San Diegos seit den 1990ern schrumpfende Raum- und Luftfahrtindustrie dürfte dagegen nur Branchen-Insidern ein Begriff sein.

    USA TODAY Network

  • Indiana Pacers

    Indiana Pacers
    Indianapolis ist als Heimat des legendären Motorsport-Events Indianapolis 500 und eine Hochburg des Trabrennsports bekannt. In Anlehnung an die "Pace Cars", die beim Indy 500 zum Rennstart die Geschwindigkeit diktieren, hat die damalige Investorengruppe bei der Gründung der Basketball-Franchise 1967 den Namen bestimmt.

    2014 Getty Images

  • Los Angeles Clippers

    Los Angeles Clippers
    Clipper, zu Deutsch "Klipper", waren in den USA weit verbreitete Fracht-Segelschiffe. Nach denen wurde die 1978 noch in San Diego gegründete Franchise durch einem Namenswettbewerb benannt, weil eben solche Klipper das Bild der Küste vor San Diego bestimmten. Beim Umzug nach Los Angeles behielt das Team den Namen. Ganz unpassend ist er nicht, schließlich ist auch L.A. eine Küstenstadt.

    ZUMA Wire

  • Los Angeles Lakers

    Los Angeles Lakers
    Ziemlich unpassend ist dagegen der Name der deutlich berühmteren Franchise in Los Angeles: Denn als Seenparadies ist die Stadt nun wirklich nicht bekannt. Den Namen haben die Lakers aus Minnesota, dem "Land der 10.000 Seen", übernommen, von wo das Team 1960 nach Kalifornien zog. Weil der Name bereits seit 1946 NBA-Tradition hatte, wurde er nach der Relocation beibehalten.

    2016 Getty Images

  • Memphis Grizzlies

    Memphis Grizzlies
    Noch ein Name, dessen Sinnhaftigkeit bei einem Umzug verloren ging, denn echte Grizzly-Bären sieht man in Memphis maximal im Zoo. Im kälteren Kanada erhielt die damals gegründete NBA-Franchise nach einem öffentlichen Wettbewerb 1994 den Namen Vancouver Grizzlies. 2002 ging es dann nach Memphis, wo nach anfänglichen Überlegungen eine Namensänderung letztlich verworfen wurde.

    2020 Getty Images

  • Miami Heat

    Miami Heat
    Heat, zu Deutsch „Hitze”, passt bestens zum karibischen Klima in Miami. Das dachten sich auch die Teilnehmer an einem Namenswettbewerb bei der Franchise-Gründung 1988 und verhalfen dem Teamnamen zum Sieg. Auf der Strecke blieben dagegen Vorschläge wie Beaches, Floridians und Suntan.

    2013 Getty Images

  • Milwaukee Bucks

    Milwaukee Bucks
    Bucks (zu Deutsch "Böcke”) sind „temperamentvoll, gut im Springen, schnell und agil". Damit begründete ein Fan seinen Vorschlag im Namenswettbewerb für die 1968 neu gegründete NBA-Franchise. Als Belohnung bekam er ein neues Auto – und die Franchise den Namen. Dabei war unter den mehr als 40.000 Einsendungen der Name Robins (Rotkehlchen, Wisconsins Bundesstaats-Vogel) ganz vorne. Die Jury entschied sich stattdessen für die Böcke, immerhin Wisconsins offizielle Bundesstaats-Wildtiere.

    USA TODAY Network

  • Minnesota Timberwolves

    Minnesota Timberwolves
    Timberwölfe sind eine Unterart des Wolfes, die vor allem im Norden der USA und in Kanada verbreitet sind. Das perfekte Tier also für ein Team aus dem frostigen Minnesota, neben Alaska dem einzigen US-Bundesstaat, in dem Timberwölfe in freier Wildbahn leben. Und auch hier fiel die Entscheidung bei der Gründung 1986 in einem Wettbewerb. Zwar hatte dort der Name Polars die Nase vorn, doch letztlich entschied sich der Stadtrat von Minneapolis für die Timberwolves.

    USA TODAY Network

  • New Orleans Pelicans

    New Orleans Pelicans
    Pelikane gelten nicht gerade als majestätische Vögel, warum also sollte man ein Sport-Team nach den Stolperern der Tierwelt benennen? Zum einen, weil der Pelikan in der Küstenregion Louisianas heimisch und das Wappentier des Bundesstaates ist. Laut Franchise-Owner Gayle Benson aber auch, weil Pelikane für "Widerstandsfähigkeit und die Entschlossenheit, zurückzukommen" stehen. So wie die Bevölkerung von New Orleans, die nach dem zerstörerischen Hurricane Katrina 2005 wieder aufgestanden ist.

    USA TODAY Network

  • New York Knicks

    New York Knicks
    Teamgründer Ned Irish wollte für sein neues New Yorker Team 1946 einen Namen, der in der Geschichte der Stadt verankert ist. Er entschied sich für den Mitarbeiter-Vorschlag Knickerbockers, kurz Knicks. So wurden in den USA die niederländischen Einwanderer genannt, die das heutige New York unter dem Namen "Niew Amsterdam" im 17. Jahrhundert gründeten. Den Spitznamen erhielten Einwohner Manhattans in Anlehnung an den fiktionalen Romancharakter Diedrich Knickerbocker aus Washington Irvings Roman "A History of New-York".

    ZUMA Wire

  • Oklahoma City Thunder

    Oklahoma City Thunder
    Gewitterstürme und gar Hurricanes sind in Oklahoma City keine Seltenheit. Vielleicht auch deswegen haben sich die Fans der Franchise 2008 aus einer Liste von Namensvorschlägen (darunter auch Bison, Wind, Energy, Marshalls, Barons) letztlich für Thunder (zu Deutsch: „Donner“) entschieden. Davor firmierte die Franchise an anderer Stelle noch unter dem Namen Seattle Supersonics und war unter anderem das Team des Deutschen Detlef Schrempf. Seattle steht seit dem Umzug ohne eigene NBA-Franchise da.

    USA TODAY Network

  • Orlando Magic

    Orlando Magic
    Seit 1989 spielen die Orlando Magic in der NBA, aber schon 1986 suchte eine örtliche Zeitung in einem Wettbewerb nach dem Teamnamen. Insgesamt elf Leser reichten den Vorschlag Orlando Magic ein – und wurden damit zu Namensgebern. Denn eine Jury entschied sich gegen die anderen Vorschläge Heat, Tropics und Juice. Der Name könnte mit einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zusammenhängen: dem Magic Kingdom in der Walt Disney World.

    USA TODAY Network

  • Philadelphia 76ers

    Philadelphia 76ers
    Der Name der Philadelphia 76ers hat nichts mit dem Gründungsjahr der Franchise zu tun. Die gab es unter dem Namen Syracuse Nationals schon seit 1946, und der Umzug nach Philadelphia fand bereits 1963 statt. Stattdessen bezieht sich die 76 auf die Unterzeichnung der US-Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776, die in Philadelphia stattfand. Der Name wurde nach einem Wettbewerb ausgewählt. Über die Jahre hat sich Sixers als Kurzform durchgesetzt.

    USA TODAY Network

  • Phoenix Suns

    Phoenix Suns
    Bei der Teamgründung 1968 stand der Name Phoenix Suns in der Endauswahl eines Wettbewerbs - neben Vorschlägen wie Scorpions, Rattlers und Thunderbirds. Der damals 28 Jahre alte General Manager Jerry Colangelo entschied sich für die Suns. Kein Wunder: Phoenix liegt im Tal "Valley of the Sun" der Sonora-Wüste.

    2021 Getty Images

  • Portland Trail Blazers

    Portland Trail Blazers
    Eigentlich sollte das Team Pioneers heißen. Doch ein College-Team hieß schon so. Deshalb fiel die Wahl auf Trail Blazers (Deutsch: "Vorreiter"). Teamgründer Harry Glickman begründete dies mit den Abenteurern und Entdeckern, die die dichten Wälder des US-Nordwestens durchquerten, um eine neue Heimat zu finden. Der Spitzname "RIP City" hat seinen Ursprung in einem ekstatischen Ausruf des Team-Kommentators Bill Shonely in einem Spiel 1971 gegen die Lakers. Heute sind die zusammenhanglosen Worte legendär.

    USA TODAY Network

  • Sacramento Kings

    Sacramento Kings
    Das älteste Team der NBA wurde 1923 noch als Rochester Seagrams gegründet. Seagram war ein Getränkekonzern, der als namensgebender Sponsor fungierte. 1945 wurden daraus die Rochester Royals, später die Cincinnati Royals und seit dem Umzug nach Kansas City im Jahr 1972 die Kansas City Kings, da in der Stadt schon ein Baseball-Team den Namen Royals beheimatete. 1985 zog das Team nach Sacramento und behielt den Beinamen.

    2012 Getty Images

  • San Antonio Spurs

    San Antonio Spurs
    Was heute die Spurs (zu Deutsch: „Sporen“) sind, firmierte einst unter Dallas Chaparrals, benannt nach dem Chaparral Club, in dem die Teamgründung beschlossen wurde. Nach dem Umzug nach San Antonio 1973 benannten die neuen Teambesitzer die Franchise in San Antonio Gunslingers (Deutsch: „Revolverhelden“) um. Doch noch bevor das Team sein erstes Spiel absolvierte, wurde es erneut umbenannt – auf den heutigen Namen.

    Icon Sportswire

  • Toronto Raptors

    Toronto Raptors
    1993 war die Welt im Dinosaurier-Fieber: Steven Spielbergs Blockbuster "Jurassic Park" kam in die Kinos, und neben dem T-Rex waren vor allem die dynamischen und gefährlichen Velociraptoren die Stars des Films. Wohl auch deshalb hat sich bei der Fan-Umfrage für die Benennung der neuen Franchise in Toronto 1994 der Name Raptors durchgesetzt. Platz zwei in der Umfrage ging übrigens an den Namen Towers in Anlehnung an Torontos CN Tower, den damals mit 553 Metern höchsten Fernsehturm der Welt.

    USA TODAY Network

  • Utah Jazz

    Utah Jazz
    Utah und Jazz, war da was? Richtig. Eigentlich nicht. Und trotzdem ist das NBA-Team in Salt Lake City nach der Musikrichtung benannt. Grund ist, mal wieder, ein Umzug: 1974 wurde die Jazz noch völlig passend in der Musikhochburg New Orleans gegründet. Nach fünf sportlich schlimmen Jahren zog die Franchise nach Utah und behielt den Namen. Vielleicht auch deshalb tut sich das Team traditionell schwer, in Utah die Massen zu begeistern.

    USA TODAY Network

  • Washington Wizards

    Washington Wizards
    Chicago Packers, Chicago Zephyrs, Baltimore Bullets, Capital Bullets, Washington Bullets – die Liste der Vorgängernamen der Wizards (zu Deutsch: „Zauberer“) seit der Gründung 1961 ist lang. Bullets („Pistolenkugeln“) hieß die Franchise von 1963 bis 1997. Doch weil der damalige Besitzer Abe Pollin den Namen angesichts der Kriminalitätsrate in der US-Hauptstadt zunehmend untragbar fand, wurde mit einem Wettbewerb nach einem neuen Namen gesucht. Wizards setzte sich dabei gegen Dragons, Express, Stallions und Sea Dogs durch.

    USA TODAY Network


"Er ist ein sehr kluger Basketball-Spieler", sagte Suggs vor Kurzem über ihn. "Ganz egal, wie wir gespielt haben, während er ausgefallen ist, wir wollen ihn auf dem Court haben. Und wir sind besser, wenn er auf dem Court steht." Letzteres stimmte bisher objektiv betrachtet nicht, aber es muss nicht so bleiben. Größeres Potenzial haben die Magic sicherlich mit Banchero, wenn auch idealerweise in angepasster Rolle.

Die gute Nachricht ist immerhin, dass Wagners Verletzung nicht so schwer ist, wie zunächst befürchtet wurde. Dass er im Januar irgendwann zurückkehren wird, um dann hoffentlich mal etwas länger am Stück mit dem kompletten Team arbeiten zu können. Dann könnte sich die Teilnahme am Final Four des NBA-Cups womöglich ja wirklich als gutes Omen herausstellen.

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