HSV-Trainersuche spitzt sich zu
HSV-Trainersuche: Kuntz kassiert nächsten Korb - Weg für Polzin frei?
Aktualisiert:
von Jonas Rütten2. Bundesliga
HSV: 14 Trainer in 10 Jahren! Das waren Baumgarts Vorgänger
Videoclip • 01:29 Min
Der HSV hat auf der Suche nach einem neuen Trainer offenbar einen bitteren Korb kassiert. Nun spricht alles dafür, dass Interimstrainer Merlin Polzin von HSV-Boss Stefan Kuntz in der Winterpause endgültig zum Cheftrainer gemacht wird.
Der HSV hat seine Trainer-Entscheidung zumindest bis zur Winterpause getroffen. Sportvorstand Stefan Kuntz wird Interimstrainer Merlin Polzin bis Weihnachten das Vertrauen schenken. Danach sollte die Trainer-Frage zwischen den Feiertagen noch einmal neu diskutiert werden. Eigentlich.
Nun könnte sie aber wohl schon entschieden sein und das hat wohl nicht der HSV oder Kuntz zu verantworten. Wie die "Bild" berichtet, habe Henrik Rydström dem Hamburger SV bereits abgesagt.
Der 48-Jährige gilt als einer der besten Trainer Schwedens und holte zuletzt mit Malmö FF seinen zweiten Meistertitel in Folge.
Zudem steht er für offensiven und attraktiven Fußball. Zwischen Rydström und dem HSV soll es intensiven Kontakt, sogar schon eine Offerte gegeben haben. Diese habe Rydström nun abgelehnt.
Ein Korb, der möglicherweise das Rennen um den Cheftrainer-Posten in Hamburg entschieden hat. Kuntz hält nach wie vor große Stücke auf sein "Trainertalent" Polzin, der den HSV zuletzt beim 3:1-Sieg über den Karlsruher SC wieder zurück in die Erfolgsspur geführt hatte.
HSV-Trainerkandidaten: Polzin und Wicky verbleiben
"Er hat das System verändert, viele Gespräche geführt, es war eine Klarheit da. Ich habe nie dementiert, dass er eine Chance hat", sagte Kuntz.
Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den SV Darmstadt 98 (ab 13:30 Uhr im Ticker auf ran.de) bestätigte der HSV-Boss dann, dass der 34-Jährige "das Vertrauen nicht nur für das nächste Spiel" erhalte, "sondern bis zur Winterpause". Eine Entscheidung, die er "aus voller Überzeugung" getroffen habe.
Wie es anschließend in Hamburg auf dem Trainerposten weitergeht, ist noch unklar. Klar ist nur, dass eine dritte Amtszeit von Bruno Labbadia beim HSV nicht kommen wird. Das berichten "kicker" und "Hamburger Morgenpost" übereinstimmend.
Einerseits soll es interne Zweifel in der Führungsebene an Labbadia gegeben haben, andererseits habe sich Labbadia aber auch nicht bis zur Winterpause vertrösten lassen wollen.
Nach dem nun enthüllten Rydström-Korb bleiben Kuntz wohl nur noch zwei ernsthafte Kandidaten auf die Nachfolge von Steffen Baumgart: Polzin und Raphael Wicky.
Der ehemalige Profi des HSV arbeitete zuletzt sehr erfolgreich als Trainer der Young Boys aus Bern. Schon in seiner ersten Saison als Trainer holte er mit dem BSC das Double aus Meisterschaft und Pokal. Im März wurde er nach der dritten Niederlage dann entlassen. Wicky arbeitete zuvor als Trainer des FC Basel und Chicago Fire.
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