Hamburger SV sucht neuen Cheftrainer
HSV: Trainersuche vorbei? Stefan Kuntz stellt Interimslösung Merlin Polzin offenbar finale Prüfungen
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von ran.de2. Bundesliga
HSV: 14 Trainer in 10 Jahren! Das waren Baumgarts Vorgänger
Videoclip • 01:29 Min
Der HSV sucht weiter nach einem neuen Cheftrainer. Nach einigen Absagen und Umdenken spricht bei HSV-Boss Stefan Kuntz nun alles für einen Trainer-Kandidaten. Der allerdings muss sich angeblich einem "Endspiel"-Szenario stellen.
Das Feld hat sich gelichtet, die Cheftrainer-Suche des HSV neigt sich dem Ende. Während nach dem Aus von Steffen Baumgart die Gerüchteküche in Hamburg brodelte, läuft nun alles auf einen Trainer-Kandidaten hinaus: Merlin Polzin.
Nachdem die Führungsetage des HSV um Sportvorstand Stefan Kuntz interne Zweifel am Erfolg einer dritten Amtszeit Bruno Labbadias hatte und dieser sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge auch nicht länger bis zur Winterpause vertrösten lassen wollte, bahnte sich bereits an, dass der HSV wohl eher eine interne Lösung mit Polzin anstreben würde.
Allerdings kursierten zu diesem Zeitpunkt auch noch zwei weitere Namen beim HSV, die ab der Winterpause könnten.
Einerseits war da Henrik Rydström, Erfolgstrainer von Malmö FF. Der 48-Jährige gilt als einer der besten Trainer Schwedens und verteidigte zuletzt den Meistertitel mit Malmö. Allerdings soll Rydström dem HSV trotz eines Angebots und intensiven Austauschs laut "Bild" bereits abgesagt haben.
HSV-Interimstrainer Merlin Polzin bekommt von Kuntz das Vertrauen
Neben Rydstrom soll auch Ex-HSV-Profi Raphel Wicky ein Thema beim HSV sein. Zuletzt hatte dieser sehr erfolgreich als Trainer der Young Boys aus Bern gearbeitet. Schon in seiner ersten Saison als Trainer holte er mit dem BSC das Double aus Meisterschaft und Pokal.
Im März wurde er allerdings nach der dritten Niederlage in Folge dann entlassen. Wicky arbeitete zuvor als Trainer des FC Basel und Chicago Fire.
Selbst wenn eine Anstellung Wickys beim HSV intern noch diskutiert werden sollte, spricht nun aber eigentlich alles für Polzin. Der 34-Jährige wurde von Kuntz nach dem Sieg über den KSC (3:1) und dem Punktgewinn gegen formstarke Darmstädter (2:2) stets öffentlich gestärkt.
"Er hat das System verändert, viele Gespräche geführt, es war eine Klarheit da. Ich habe nie dementiert, dass er eine Chance hat", sagte Kuntz. Die ersten formalen Weichen für ein Cheftrainer-Engagement hat Polzin nun selbst gestellt. Das Trainertalent bestand seine Prüfung und ist nun Inhaber der UEFA Pro-Lizenz.
Hamburger SV: Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie

Die Pleiten-, Pech- und Pannenserie des HSV
Nach dem glücklichen Klassenerhalt des Hamburger SV hofften die Fans auf eine Saison ohne Sorgen. Doch dem kurzen Glücksmoment folgt eine Panne nach der anderen. ran.de fasst die Ereignisse der letzten Wochen zusammen ...
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HSV Relegation
Es war das erhoffte Happy End! Der Hamburger SV bleibt durch einen 2:1-Auswärtssieg in der Relegation beim Karlsruher SC im Nachsitzen in der Bundesliga.2015 Getty Images

Bruno Labbadia
Mit Bruno Labbadia kommt das Glück zurück - dachten die Fans. Der zweite glückliche Klassenerhalt nacheinander über die Relegation erzeugt in der Hansestadt Aufbruchsstimmung. Doch nicht einmal drei Monate später stehen die Hamburger mehr denn je für Pleiten, Pech und Pannen.2015 Getty Images

Heiko Westermann
Zunächst ließ der Klub mit Heiko Westermann einen langjährigen Hamburger ablösefrei ziehen. Dies stieß bei Klub-Ikonen wie Willi Schulz, Ditmar Jakobs und Uwe Seeler auf Unverständnis. "Wenn ich für so einen Vorzeige-Profi keinen Platz im Kader habe, dann Gute Nacht", sagte Schulz der "Bild".imago/Sportfoto Rudel

Mannschaftsbus
Doch es blieb nicht Hamburgs einzige fragwürdige Entscheidung des Sommers. Nur kurze Zeit später folgte das nächste Fettnäpfchen. Zusammen mit MAN initiierte der HSV eine Aktion, bei der die Fans den neuen Mannschaftsbus mitgestalten konnten. Was natürlich nach hinten losging.facebook

Choreografie Hertha BSC
Kurze Zeit später der nächste Aufreger: Auf einem im HSV-Fanshop angebotenen T-Shirt ist eine Choreografie zu sehen - allerdings nicht von Anhängern aus Hamburg. Es ist eine Choreografie von Hertha BSC. Damit wird der HSV wieder zum Gespött im Internet.imago/Matthias Koch

Peter Knäbel
Der ganz große Aufreger an der Elbe ist die Rucksack-Affäre. Sportdirektor Peter Knäbel wird ein Rucksack mit Gehaltslisten der HSV-Profis geklaut. Dieser taucht in einem Park wieder auf. Dass Knäbel den Diebstahl erst verspätet meldet, ist die kuriose Pointe der Geschichte.imago/Michael Schwarz

Pokal-Aus in Jena
Und als dann endlich der Ball rollte, gab es die nächste Blamage. Der HSV scheiterte in der 1. Pokalrunde an Carl Zeiss Jena und gab dabei ein ganz schlechtes Bild ab - besonders Neuzugang Sven Schipplock. Er soll seinem Gegenspieler immer wieder provokativ erzählt haben, wie viel er an der Elbe verdient.2015 Getty Images

Emir Spahic
Einen höchst umstrittenen Transfer tätigten die Hamburger mit Emir Spahic. Der Bosnier war Monate zuvor bei Leverkusen wegen einer Prügelei mit Ordnern rausgeflogen. Beim HSV sollte er die Abwehr stabilisieren. Doch beim Pokal-Aus in Jena und bei der 0:5-Klatsche in München tut er genau das nicht. Und damit nicht genug ...imago/Michael Schwarz

Holtby vs. Spahic
Intern sorgt Spahic für Ärger. In der Pause beim 0:5 in München soll er laut "Bild" Lewis Holtby gedroht haben: "Halt die Fresse. Sonst hau ich dir aufs Maul." Auch Matthias Ostrzolek und Nicolai Müller wurden angeblich vom Bosnier beleidigt. Labbadia dementiert den Bericht zwar, es bleibt jedoch ein Nachgeschmack.imago/Team 2

Stadionsponsoren
Und noch eine Pleite im fast wortwörtlichen Sinne. Die letzte drei Stadionsponsoren AOL, HSH Nordbank und Imtech sind laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in wirtschaftliche Turbulenzen geraten. Auch wenn der HSV nicht viel dafür kann - es kann beim Dino nur aufwärts gehen!imago/Hans Blossey
HSV-Beförderung für Polzin: "Endspiel"-Szenario?
Wie die "Sport Bild" berichtet, sei Polzin intern der absolute Favorit auf den Cheftrainer-Posten, es gibt jedoch noch ein großes Aber. Polzin solle sich einem "Endspiel"-Szenario stellen.
Sprich: Sollte der HSV die beiden letzten Spiele des Jahres gegen den SSV Ulm am Samstag (ab 13:30 Uhr im Liveticker bei ran) und Greuther Fürth (21. Dezember, 13:00 Uhr im Liveticker bei ran) gewinnen, soll Polzin dauerhaft zum Cheftrainer befördert werden.
In diesem Fall würden sich die Bezüge Polzins von 150.000 Euro im Jahr verdoppeln. Polzin fungierte bereits unter Baumgarts Vorgängern Daniel Thioune und Tim Walter als Co-Trainer. Nun soll er den HSV bis zur Winterpause zurück in die Aufstiegsränge führen.
Aktuell liegen die "Rothosen" auf Rang sieben, allerdings sind es nur drei Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Paderborn.
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