Bei Mainz vs. Augsburg
Bundesliga-Schiedsrichter gibt zu: Mainz-Elfmeter hätte es nicht geben dürfen
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von SIDIttrich BOCHUM, GERMANY - NOVEMBER 27: Referee Patrick Ittrich during the Bundesliga match between VfL Bochum and Sport-Club Freiburg at Vonovia Ruhrstadion on November 27, 2021 in Bochum, Germany. (Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images)
Bild: 2021 Getty Images
Große Aufregung in der Bundesliga: Top-Schiedsrichter Patrick Ittrich gibt einen Fehler zu.
Ärger beim FC Augsburg, Glücksgefühle beim FSV Mainz 05: Ein fragwürdiger Elfmeterpfiff zugunsten der Mainzer sorgte weit über den Abpfiff hinaus für Diskussionen. Schiedsrichter Patrick Ittrich stellte sich den Fragen zu seiner harten Entscheidung, nachdem er die Bilder nochmal gesehen hatte. "Es ist eher dünn, muss ich schon sagen. Wenn ich die Bilder sehe, muss man wahrscheinlich davon ausgehen, dass es eher keiner ist", sagte Ittrich bei Sky nach dem 2:0 (1:0)-Heimsieg der Mainzer in der Fußball-Bundesliga.
Am Ergebnis hatte der Unparteiische einen gewissen Anteil. In der 5. Minute pfiff er nach einem leichten Kontakt des Augsburgers Elvis Rexhbecaj gegen Stefan Bell Strafstoß, der VAR prüfte, ließ die Entscheidung aber stehen. "Ich habe gesehen, dass der Spieler Bell ganz klar den Ball spielt und dass der Spieler Rexhbecaj voll durchzieht, dass es zu einem klaren Kontakt am Fuß kommt. Ich höre ihn auch", erklärte Ittrich.
Schiedsrichter Ittrich über Elfer: "Schon sehr dünn"
Der Videoassistent habe den Kontakt "weder widerlegen noch belegen" können, sagte der Hamburger, ehe er eingestand: "Ich will nicht sagen, im Sinne des Fußballs war das ein tausendprozentiger Elfmeter, auf gar keinen Fall. Der ist schon dünn, muss ich schon sagen." Nationalspieler Nadiem Amiri (8.) nutzte den ersten seiner zwei Foulelfmeter, auch in der 79. Minute blieb er cool und schoss seine Mannschaft dadurch aus dem Tabellenkeller. Beim zweiten Mal entschied der Referee klar richtig.
Beim FCA machte sich wegen des folgenschweren Urteils beim ersten Elfmeter-Pfiff Frust breit. "Ich treffe ihn minimal. Ich gehe auch zu Bell hin und sage ihm: 'Hey, habe ich dich überhaupt getroffen?', weil ich es nicht mal wirklich weiß", sagte "Übeltäter" Rexhbecaj. Der Videobeweis sei "jede Woche fragwürdig", fügte er an. Auch Trainer Manuel Baum äußerte sich entnervt: "Es ist langsam echt müßig, jede Woche über so Situationen zu reden. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich sagen soll."
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