- Anzeige -

Champions League

Champions League: Paris Saint-Germain baut eine Dynastie, die selbst Real Madrid in den Schatten stellen könnte - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

ran Fußball

Champions League - Fans zerreißen Arsenal vs. PSG: "Verbrechen am Fußball"

Videoclip • 02:10 Min


Paris Saint-Germain gewinnt erneut die Champions League. Die Franzosen entwickeln sich zu einer Macht, die es so in Fußball-Europa vielleicht noch nie gab. Ein Kommentar.

Seit Einführung der Champions League als Nachfolger des Europapokals der Landesmeister zur Saison 1992/93 umgab die Königsklasse lange ein Mythos. Kein Verein brachte es fertig, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Selbst der FC Barcelona unter Pep Guardiola und mit Lionel Messi scheiterte daran.

Es dauerte fast ein Vierteljahrhundert, bis dieser Fluch endete. Real Madrid als selbsternannter König des Wettbewerbs konnte zwischen 2016 und 2018 sogar dreimal in Folge triumphieren. Die Spanier waren aber auch die einzigen, denen das Kunststück der Titelverteidigung gelang.

Bis zum 30. Mai 2026.

In Budapest trug sich Paris Saint-Germain in die Historie des Wettbewerbs ein und feierte nach dem Erfolg im Vorjahr den erneuten Gewinn des Henkelpotts. Der Sieg gegen den FC Arsenal war deutlich weniger spektakulär als die meisten Auftritte im Laufe der Saison, doch was zählt, ist das Ergebnis.

PSG war spielerisch zweifellos das beste Team der K.-o.-Phase, wobei die Mannschaft von Trainer Luis Enrique ihren ganzen Reichtum an unterschiedlichen Facetten ausspielen konnte. Allein im Halbfinale gegen den FC Bayern zeigte Paris zwei völlig verschiedene Gesichter. Diese Flexibilität war der entscheidende Trumpf.

Kommende Livestreams auf Joyn


- Anzeige -
- Anzeige -

PSG verfügt über besondere Altersstruktur

Längst hat sich PSG vom Image des mit Topstars und Egos überfluteten Scheichklubs gelöst. Die Kombination aus individueller Qualität in nahezu allen Mannschaftsteilen und einem der besten Trainer der Welt an der Seitenlinie hat den Klub an die Spitze Europas gehievt. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Ganz im Gegenteil: Wer sich den Kader des Klubs ansieht, kann nur zu der Erkenntnis gelangen, dass PSG erst am Anfang einer glorreichen Dynastie steht.

Kapitän Marquinhos ist der einzige Leistungsträger, der bereits jenseits der 30 Jahre liegt. Viele weitere Stars wie Desire Doue, Joao Neves, Vitinha, Nuno Mendes oder Bradley Barcola sind Anfang oder Mitte 20, selbst Ousmane Dembele ist knapp zwei Wochen vor dem Endspiel von Budapest erst 29 geworden.

Es ist eine Altersstruktur, die den Rest Europas erzittern lassen muss. Dieser Kern hat noch mehrere gute Jahre vor sich - und es gibt keinen Grund für irgendeinen dieser Spieler, den Verein zu verlassen. Auch Trainer Enrique wirkt nicht erschöpft oder müde, sondern motiviert und zielstrebig wie am ersten Tag.

Mehr Fußball-Videos


Wackelt sogar ein Uralt-Rekord von Real Madrid?

Paris Saint-Germain ist an der Spitze angekommen und will auf lange Sicht dort bleiben. Dem Kontinent könnte in der Champions League eine nie dagewesene Herrschaft drohen. Sogar die fünf Titel in Serie, die Real Madrid in den Anfangsjahren des Landesmeisterpokals hingelegt hat, scheinen für dieses PSG nicht unerreichbar.

Denn es bleibt die Frage, wer Paris überhaupt stoppen soll. Die Bayern waren nah dran, doch bleiben Fragen, wie lange ein bald 33 Jahre alter Harry Kane noch auf dem Niveau spielen kann. Manch einer glaubt, die Münchner hatten ihre beste Chance in dieser Saison.

Arsenal selbst hat ebenfalls alle Zutaten, doch war der Weg ins Finale auch mit einem im Vergleich zu PSG einfacheren Programm gesegnet. Ob sich das im kommenden Jahr wiederholt? Real Madrid kämpft mit grundlegenden Problemen, der FC Barcelona ließ die Reife vermissen. Wie es bei Manchester City nach der Guardiola-Ära weitergeht, ist ebenfalls unklar.

Nur PSG wirkt über jeden Zweifel erhaben, Problemfelder gibt es nicht. Einzig eine gewisse Sättigung könnte Paris weitere Erfolge kosten. Doch Enrique wird auch hier Lösungen finden, die Motivation seiner Spieler hochzuhalten. Ein, zwei externe Neuzugänge dürften zudem für frischen Wind sorgen.

Es spricht aktuell wenig bis gar nichts dafür, dass der Triumph von Budapest der vorerst letzte für PSG war. Die neuen Königlichen kommen aus Paris.

Mehr News zur Champions League

- Anzeige -
- Anzeige -