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FC Bayern München gegen RB Leipzig: Leipzigs Schiri-Frust ist mehr als gerechtfertigt - Ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Martin Jahnsran Fußball
DFB-Pokal: Bayern-Bonus? Fans toben nach FCB-Sieg
Videoclip • 01:20 Min
Beim Bayern-Sieg gegen RB Leipzig stehen Schiedsrichter Daniel Siebert und der VAR im Sturm der Kritik. Auch, weil mit den Fehlentscheidungen nach Abpfiff offenbar noch nicht Schluss war.
So angefressen hat man Ole Werner selten gesehen.
Der Trainer von RB Leipzig ließ nach der 0:2-Niederlage seines Teams beim FC Bayern München im Viertelfinale des DFB-Pokals seinem Frust am "Sky"-Mikrofon freien Lauf.
Adressaten seiner Vorwürfe: Schiedsrichter Daniel Siebert und seine Assistenten, die laut Werner "kein Viertelfinalniveau" gehabt hätten.
Auch wenn Werner in der Wortwahl wohl etwas über das Ziel hinausschoss. Beim Blick auf die strittige Szene ist der Leipziger Schiri-Frust verständlich – und so wie es aussieht, war Sieberts Entscheidung in der Situation wohl nur der Anfang einer vermeidbaren Fehlerkette.
Stanisic: "Wenn er den Elfer gibt, kann ich mich nicht beschweren"
Was war passiert? In der 28. Minute stürmte Leipzigs Antonio Nusa in Richtung Bayern-Sechzehner. An der Strafraumgrenze streckte Bayern-Verteidiger Josip Stanisic sein rechtes Bein aus, traf damit Nusa und brachte ihn zu Fall.
Ein klares Foul – fraglich war eigentlich nur, ob es außer- oder innerhalb des Strafraums stattfand. Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe sezierte die Szene auf seinem X-Account und kam zum eindeutigen Schluss: "Klarer Elfer für Leipzig!"
Selbst Stanisic gab nach der Partie zu: "Wenn er den Elfer gibt, kann ich mich auch nicht beschweren."
Daniel Siebert sah es anders. Seine Pfeife blieb stumm, die Szene lief einfach weiter. Auch die Überprüfung durch den Video-Assistenten änderte daran nichts.
Leipzigs Kapitän David Raum stellte nach dem Spiel die berechtigte Frage: "Wenn wir einen VAR haben, warum helfen sie ihm dann nicht?"
DFB-Pokal: Auch der Video-Assistent sieht kein Foul
So war es Raum selbst, der nach dem Spiel zumindest etwas Licht ins Dunkel brachte und berichtete, was ihm Schiri Siebert kurz nach dem folgenlosen Foul auf dem Platz steckte.
"Ich bin zum Schiedsrichter und er sagt zu mir, ihm wurde vom Keller durchgesagt, es sei kein Foul und es wäre außerhalb. Außerhalb geb ich vielleicht, aber wenn das kein Foul ist, also sorry", so Raum.
Foul ja, Elfmeter vielleicht, aber definitiv Freistoß – eine Einschätzung, die auch Lothar Matthäus teilte.
Ole Werner war sich nach dem Spiel sogar sicher, dass selbst ein Freistoß bei der Qualität der Leipziger Schützen "zu 50 Prozent ein Tor" gewesen wäre. Fehler zwei passierte also bei der Analyse der Szene von Video-Assistent Benjamin Cortus.
Ein Handshake-Vorwurf und eine vertane Chance
Doch mit der Schiri-Entscheidung und dem ausbleibenden VAR-Veto war der unglückliche Abend für den Unparteiischen noch nicht komplett: So warf Werner Siebert vor, den obligatorischen Handshake nach dem Spiel verweigert zu haben. "Er hat mein Angebot des Handschlags komplett ignoriert. Warum auch immer", beschrieb der Leipziger Trainer die Situation aus seiner Sicht.
Absicht? Ein simples Missverständnis? Es wäre für Schiri Siebert ein Leichtes gewesen, mit einem Statement vor der Kamera selbst Druck vom Kessel zu nehmen und die Szene aufzuklären.
Auch seine Entscheidung in der strittigen Elfmeter-Situation sowie die Kommunikation mit seinem Video-Assistenten hätte er aus seiner Sicht erläutern können.
Laut "Sky" allerdings lehnte Siebert ein Interview ab. Eine vertane Chance. Und damit leider das letzte Glied der Fehlerkette.
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