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Clasico

Real Madrid im Clasico gegen FC Barcelona: Sitzt Xabi Alonso auf einem Pulverfass?

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von Andreas Reiners

Real-Trainer Xabi Alonso

Bild: AFP/SID/Oscar DEL POZO


Am Sonntag steigt in La Liga der Clasico. Wie immer wird das Duell wegweisend sein. Auch für Reals Trainer Xabi Alonso.

Von Andreas Reiners

Xabi Alonso macht alles richtig. Zumindest auf den ersten Blick.

Denn in der Champions League gelangen Real Madrid drei Siege in drei Spielen. In La Liga acht Erfolge in neun Partien. Das 2:5 bei Atletico Madrid war die bislang einzige Niederlage.

Auch wenn es eine besonders bittere war – die Königlichen sind nahezu perfekt aus den Startlöchern gekommen.

Real scheint also bestens gerüstet für den Clasico am Sonntag (ab 16:15 Uhr im Liveticker). Also für das Duell mit dem FC Barcelona. Mit dem Erzrivalen. Erster gegen Zweiter. Heiß umkämpft wird es. Emotional. Und richtungsweisend.

Auch für Alonso. Denn der zweite Blick ist fast der wichtigere.

Denn auch wenn der Start geglückt ist, kann von einer heilen Welt bei Real kaum die Rede sein. Denn die Kabine ist bei einer Mannschaft immer ein heikles Thema. Und ein Bericht von "The Athletic" wirft in der Hinsicht Fragen auf.

Das Wichtigste in Kürze

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Real Madrid: Gibt es Spannungen in der Kabine?

Allen voran die, ob Alonso möglicherweise auf einem Pulverfass sitzt.

Denn wie das renommierte Portal berichtet, soll es schon seit längerer Zeit Spannungen in der Kabine geben, weiter verschärft durch die Abgänge von Führungsspielern wie Luka Modric und Lucas Vazquez. Dadurch sei angeblich ein Vakuum entstanden.

Das sollen Quellen aus dem Umfeld der Mannschaft verraten haben. "Wenn beide gehen, wird es sehr schwer. Es geht nicht ums Fußballerische, sondern um die Stimmung", wird ein Insider zitiert.

Es ist keine einfache Aufgabe, eine solche Ansammlung von Superstars mit enormen Egos zu führen, bei Laune zu halten und einzustimmen. Alonsos Vorgänger Carlo Ancelotti ist das eine lange Zeit hervorragend gelungen. Der Italiener hatte das Gefüge im Griff, was sich in zahlreichen Erfolgen widerspiegelte.

Doch wie es in dem Bericht heißt, soll es zum Ende seiner Amtszeit erste, größere Probleme gegeben haben, weil sich Routiniers über das Verhalten jüngerer Spieler und über Entscheidungen der Klubführung echauffiert haben sollen.

Internationale Transfergerüchte: Übernimmt Luis Enrique bald als Trainer bei Real Madrid?

  • Luis Enrique (Paris St.-Germain)
    Nach dem Aus von Xabi Alonso ist Alvaro Arbeloa neuer Trainer von Real Madrid – doch für wie lange? Laut dem Portal "Speedline" soll Ex-Barca-Coach Luis Enrique ein Engagement bei den "Königlichen" in Erwägung ziehen, sollte er ein Angebot erhalten. Der Spanier führte bereits die Katalanen als auch zuletzt Paris St.-Germain zum Champions-League-Titel. Trotz Vertrages bis 2027 ist ein Verbleib bei PSG wohl nicht sicher. Zudem hat Enrique eine Spielervergangenheit bei Real (1991 bis 1996), wechselte aber danach ausgerechnet zum großen Rivalen Barcelona.

    2025 Getty Images

  • Enzo Fernández (FC Chelsea)
    121 Millionen Euro hat der FC Chelsea gezahlt, um Enzo Fernández bis 2032 zu binden. Schon gut sechs Jahre vor Vertragende soll der Argentinier aber unzufrieden in London sein, was laut "L'Equipe"-Angaben mit dem Aus von Trainer Enzo Mareca zusammenhängt. Dem Bericht zufolge hat PSG Fernández als Langzeit-Projekt im Visier. Im Winter soll es aber noch keinen Vorstoß geben.

    PPAUK

  • Yan Diomande (RB Leipzig)
    Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig hat offen seine Bewunderung für einen anderen Klub zum Ausdruck gebracht. "Ich möchte für Liverpool spielen. Ich bin ein riesiger Liverpool-Fan. Der Traum meines Vaters ist es, mich an der Anfield Road spielen zu sehen. Das ist auch mein Traum – und den möchte ich verwirklichen", sagte er in einem TikTok-Stream. Der 19-Jährige, der im Sommer von Leganes nach Leipzig gewechselt war, spielte sich in der Hinrunde mit starken Leistungen in den Vordergrund.

    2025 Getty Images

  • Vinicius Junior (Real Madrid)
    Kommt es zu einem absoluten Blockbuster-Transfer? Wie der britische "Guardian" berichtet, will sich der FC Chelsea um Superstar Vinicius Junior von Real Madrid bemühen. Der Brasilianer steht bei den "Königlichen" noch bis 2027 unter Vertrag, wirkte zuletzt aber nicht mehr glücklich. Hier sehen die "Blues" offenbar ihre Chance. Und am Geld soll es nicht scheitern, als Ablösesumme stehen 155 Millionen Euro im Raum.

    Alterphotos

  • Kees Smit (AZ Alkmaar)
    Eineinhalb Jahre nach dem Karriereende von Toni Kroos sucht Real Madrid weiterhin einen Taktgeber im Mittelfeld. Laut der spanischen Zeitung "AS" haben die Verantwortlichen für eine Verpflichtung im kommenden Sommer nun den niederländischen Youngster Kees Smit ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige spielt seit seiner Kindheit in Alkmaar und bestritt seit seinem Debüt im Januar 2023 bereits 58 Pflichtspiele. Auch in den Junioren-Nationalteams seines Landes ist er aktiv.

    IMAGO/Orange Pictures

  • Kees Smit (AZ Alkmaar)
    Der aktuelle Marktwert des 19-Jährigen liegt laut "transfermarkt.de" bei 22 Millionen Euro, zu diesem Preis würde ihn sein Klub aber wohl nicht gehen lassen. Laut "The Athletic" ruft Alkmaar für den Shootingstar rund 60 Millionen auf. Übrigens: Real soll mit dem Interesse an Smit nicht alleine sein. Dem "AS"-Bericht zufolge haben auch der FC Bayern und Borussia Dortmund ein Auge auf ihn geworfen.

    IMAGO/Orange Pictures

  • Mohamed Salah (FC Liverpool)
    Kommt es zu einer "sensationellen Rückkehr", wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet? Demnach träumt die AS Rom von einer Verpflichtung von Mohamed Salah, der von 2015 bis 2017 bereits in der italienischen Hauptstadt spielte. Da die Zukunft des Ägypters beim FC Liverpool nach dem Ärger der vergangenen Wochen immer noch offen scheint, soll die Roma an eine sechsmonatige Leihe denken. Was dagegen spricht: Englischen Medien zufolge wollen die Reds Salah im Winter nicht abgeben und außerdem verdient er rund 460.000 Euro pro Woche.

    Middle East Images

  • Robert Lewandowski (FC Barcelona)
    Im Sommer 2026 endet Robert Lewandowskis Vertrag in Barcelona. Nun bringt sich laut "BBC" mit Chicago Fire ein konkreter Interessent in Stellung. Der Ex-Verein von Bastian Schweinsteiger soll dem Bericht nach die sogenannten Discovery Rights an Lewandowski besitzen, also exklusive Verhandlungsrechte. Erste Gespräche zwischen dem Barca-Star und der MLS-Franchise sollen bereits stattgefunden haben. Lewandowski zu holen, wird als durchaus strategischer Schachzug eingeschätzt, in Chicago gibt es die größte polnische Community in den USA.

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  • Sergio Ramos (CF Monterrey)
    Mit 39 Jahren denkt Sergio Ramos wohl noch nicht daran, seine Karriere zu beenden. Vielmehr soll sich der langjährige Kapitän von Real Madrid, noch bis Ende 2025 bei Monterrey CF in Mexiko unter Vertrag, schon wieder in Europa umsehen. Laut "Tuttosport" traten seine Berater aktiv an die AC Mailand heran, die Italiener wollen sich wohl im Januar tatsächlich in der Abwehr verstärken.

    Getty Images

  • Pep Guardiola (Manchester City)
    Seit 2016 ist Guardiola Trainer von Manchester City, gewann sechs Meisterschaften, zwei mal den FA Cup und die Champions League. Laut der britischen „Times“ denkt der Erfolgstrainer ernsthaft darüber nach, seine Zeit bei City vorzeitig zu beenden – möglicherweise schon nach dieser Premier-League-Saison. Zwar läuft sein Vertrag noch bis 2027, doch seine Tendenz soll dahingehen, bereits 2026 auszusteigen.

    News Images

  • Mason Greenwood (Olympique Marseille)
    Wie die Zeitung "Sun" berichtet, soll der FC Barcelona den Engländer Mason Greenwood als potenziellen Neuzugang ins Auge gefasst haben. Demnach könnte der 24-Jährige als Nachfolger von Robert Lewandowski zu den Katalanen wechseln. Ein möglicher Transfer würde aber wohl nicht geräuschlos verlaufen, denn Greenwood gilt als Skandalprofi. In der Vergangenheit wurde er wegen ...

    2025 Getty Images

  • Mason Greenwood (Olympique Marseille)
    ... des Verdachts der Vergewaltigung und Körperverletzung an seiner Freundin festgenommen. Später wurde die Anklage gegen den Fußballstar fallengelassen. Dennoch hatte er bei Ex-Klub Manchester United keine Zukunft, sorgt derzeit allerdings bei Olympique Marseille sportlich für Furore. In 48 Pflichtspielen für die Franzosen erzielte Greenwood 30 Treffer und bereitete zudem zehn Tore vor. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2029.

    2025 Getty Images

  • Julian Alvarez (Atletico Madrid)
    Der FC Barcelona hat laut der "Bild" einen Nachfolger für Robert Lewandowski ausgemacht. Die "Katalanen" würden gerne Julian Alvarez von Ligakonkurrent Atletico Madrid verpflichten. Die Funktionäre des Klubs sollen schon vor seinem Doppelpack im Derby gegen Real ein Auge auf den Argentinier geworfen haben. Sein Vertrag bei Atletico läuft bis 2030, und die in Spanien übliche Kaufoption liegt bei 500 Millionen Euro ...

    IMAGO/SID/Mutsu Kawamori

  • Julian Alvarez (Atletico Madrid)
    Laut dem Berater des 25-Jährigen bewundere er die spanischen Klubs "und weil er seit seiner Kindheit Fan von Leo Messi ist, glaube ich nicht, dass es viele Argentinier gibt, die nichts für den Barca empfinden.“ Atletico sieht seinen Stürmer allerdings als Aushängeschild des Klubs und hat aufgrund der Vertragssituation die Hoheit in den Verhandlungen.

    Fotobaires


Real Madrid: Noch schlimmer unter Xabi Alonso?

Unter Alonso hat sich das angeblich noch verschlimmert.

Wenig förderlich könnte es dabei gewesen sein, dass Alonso öfter mit Stars aneinander gerasselt ist. Dabei soll es zu Reibereien mit Vinicius Junior, Rodrygo und Federico Valverde gekommen sein.

"Wir wollen stärker und konzentrierter auftreten. Auch mit dem Trainer hatten wir viele Gespräche", sagte Valverde zum Beispiel nach dem 2:5 bei Atletico. Er habe zwar unter dem neuen Trainerstab "sehr gut begonnen", jedoch falle es ihm in den vergangenen Wochen "wesentlich schwerer, sich auf dem Platz wohl zu fühlen".

Xabi Alonso bei Real Madrid: Rachsüchtig?

Daneben rumorte es medial, als er in der Champions League am zweiten Spieltag Rechtsverteidiger spielen sollte, aber zuvor auf der PK öffentlich erklärte, dass er das nicht gerne macht.

Anschließend saß er 90 Minuten lang auf der Bank. Ein gefundenes Fressen für die wenig zimperlichen spanischen Medien. Die "Marca" bezeichnete Alonso als rachsüchtig.

In den sozialen Medien stellte Valverde klar: "Ich habe ein gutes Verhältnis zum Trainer, wodurch ich mich sicher genug fühle, ihm zu sagen, welche Position ich auf dem Spielfeld am liebsten spiele, aber ich habe ihm immer, immer klargemacht, dass ich bereit bin, überall zu spielen, auf jeder Reise und in jedem Spiel."

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Real Madrid: Ohne Nebengeräusche geht es nicht

Nebengeräusche, mal leiser, mal lauter, gehören bei Real zum guten Ton, wenn man so will. Ohne geht es nicht. Bedächtig geht es aktuell nicht zu. Denn zur Wahrheit gehören trotz der starken Bilanz bislang auch schwankende Leistungen. Phasenweise agiert das Team dann unorganisiert, nicht selten auch wenig überzeugend. Real hat den Rhythmus noch nicht gefunden, das Ganze wirkt noch fragil.

Der Clasico ist damit nicht nur ein Stress-, sondern auch ein Stimmungstest. Die kann bei einer Pleite nämlich ganz schnell ins Negative umschlagen. Um dort dann erstmal zu verharren. "Verlieren verboten" heißt es beim Clasico – in beiden Lagern.

Natürlich weiß Alonso das.

Real Madrid gegen FC Barcelona: Eine hohe Bedeutung

"Wir schauen, was am Sonntag passiert. Bis jetzt sind wir auf dem aufsteigenden Ast. Wir hatten unsere Momente, sowohl positiv als auch negativ, aber die Entwicklung ist gut und klar: Der Clasico am Sonntag hat eine hohe Bedeutung, wegen des Spiels an sich, aber auch wegen der Meisterschaft und wegen der großen Wirkung, die es hat", sagte er nach dem jüngsten 1:0-Sieg gegen Juventus Turin.

Man bewerte das Spiel nicht über, betonte Alonso, "aber wir wissen, was es bedeutet und wir nehmen es ernst, denn es ist der Clasico. Wir spielen gegen Barca." Zwar sei es noch sehr früh in der Liga, aber die Partie "kommt trotzdem in einem wichtigen Moment".

Denn dann wird sich deutlicher zeigen, wie viel Alonso tatsächlich richtig macht. Auch auf den zweiten Blick.

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